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Gelbliche Koralle

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Gelbliche Koralle
Datei:Ramaria flavescens 01.JPG

Gelbliche Koralle (Ramaria flavescens)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Phallomycetidae
Ordnung: Schweinsohrartige (Gomphales)
Familie: Schweinsohrverwandte (Gomphaceae)
Gattung: Korallen (Ramaria)
Art: Gelbliche Koralle
Wissenschaftlicher Name
Ramaria flavescens
(Schaeff.) Petersen

Die Gelbliche Koralle (Ramaria flavescens) ist eine seltene Pilzart aus der Familie der Schweinsohrverwandten.

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Der Fruchtkörper ist 10–20 cm hoch und 10–15 cm breit. Er teilt sich von einem Strunk in zahlreiche, am Ende meist gegabelte, feucht deutlich marmorierte Äste mit oft dornenartigen Auswüchsen. Sie sind lachs- bis aprikosenfarben; die meist kurzen Spitzen sind jung dottergelb, später jedoch fast wie die Äste gefärbt. Der sehr kräftige, stiel- oder knollenartige Strunk wird 2–5 cm hoch und spitzt sich zur Basis hin mehr oder weniger zu. Er ist an der Basis weiß und weiter cremefarben. Das Fleisch ist weißlich, von mildem, später bitterem Geschmack und mit angenehmem Geruch.

Mikroskopische Merkmale

Die Sporen sind gelb und messen 9–13 auf 4–5,5 Mikrometer.

Artabgrenzung

Zwischen den gelben Korallenarten besteht allgemein große Ähnlichkeit und Verwechslungsgefahr. Sehr ähnlich sind die Goldgelbe (Ramaria aurea), die Dreifarbige (R. formosa) und die Blutrotfleckende Koralle (R. sanguinea). Die Dreifarbige Koralle hat U-förmige Astgabelungen und etwas lebhaftere Farben. Bei der Blutfleckenden bekommt der Strunk bei Berührung blutrote Flecken. Auch die blasse, weißliche Bauchwehkoralle kommt für Verwechslungen in Frage.<ref name="Laux" /><ref name="Laux2" /><ref name="Flueck" />

Ökologie und Phänologie

Er ist ein Mykorrhiza-Pilz, der in Laub-, seltener in Mischwäldern, hauptsächlich mit Buchen und auf kalkhaltigem Boden wächst. Er fruktifiziert von August bis Oktober meistens in Gruppen oder Ringen.

Verbreitung und Gefährdung

Er kommt in Europa vor und ist selten und stark gefährdet. Er wird auf mehreren nationalen Roten Listen gefährdeter Arten (unter anderem der dänischen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DMU - B-FDC - Rødlistedata for arten Ramaria flavescens (Schaeff.) R.H. Petersen (Memento vom 9. März 2014 im Internet Archive)</ref>, finnischen<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/ymparisto.fi (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> und tschechischen<ref>wsl.ch</ref>) teils als vom Aussterben bedrohte Art geführt.

Systematik und Taxonomie

Ehemals wurden die Gelbliche Koralle und andere Arten der Gattung mit der Goldgelben Koralle zusammengefasst.

Bedeutung

Der Pilz wird teils als jung essbar, teils als leicht giftig beschrieben. Ältere Exemplare können leicht bitter werden. Er führt nach einer Latenz von einer halben bis drei Stunden zu Magen-Darm-, bei anfälligen Personen auch schwereren Beschwerden.<ref name="Laux2" /> Er sollte aufgrund seiner Seltenheit sowieso geschont werden.

Quellen

<references> <ref name="Laux"> Hans E. Laux: Der große Kosmos-Pilzführer. Alle Speisepilze mit ihren giftigen Doppelgängern. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2001, ISBN 3-440-08457-4, S. 476. </ref> <ref name="Laux2"> Hans E. Laux: Essbare Pilze und ihre giftigen Doppelgänger. Pilze sammeln – aber richtig. Kosmos Verlags-GmbH, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-440-10240-4, S. 44. </ref> <ref name="Flueck"> Markus Flück: Welcher Pilz ist das? 3. Auflage. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-440-11561-9, S. 341. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Gelbliche Koralle (Ramaria flavescens) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien