Zum Inhalt springen

Matthias Konrath

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Juli 2024 um 15:42 Uhr durch imported>Grubenhagener (Leben: Ehrenmitgliedschaft ergänzt.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Matthias Konrath (* 9. März 1843 in Imst; † 7. Dezember 1925 in Greifswald) war ein österreichisch-deutscher Anglist.

Leben

Matthias Konrath, Sohn eines Waldbauern, studierte ab dem Wintersemester 1862/63 an der Universität Innsbruck Anglistik, Germanistik und Klassische Philologie und wurde zu Beginn des Studiums Mitglied des Corps Rhaetia.<ref>Kösener Corpslisten 1960, 74, 21</ref> Zum Sommersemester 1865 wechselte er zur Fortsetzung seiner Studien an die Universität Wien. Von 1874 bis 1882 arbeitete er in Wien als Mittelschullehrer für Deutsch und Englisch. Während dieses Zeitraums wurde er 1878 zum Dr. phil. promoviert.

1882 wurde er Nachfolger von Hermann Varnhagen als außerordentlicher Professor für Anglistik an der Universität Greifswald.<ref>Sylvain Auroux: Geschichte der Sprachwissenschaften : ein Internationales Handbuch zur Entwicklung der Sprachforschung von den Anfängen bis zur Gegenwart. 2. Band. Walter de Gruyter, 2001, ISBN 3-11-016735-2, S. 1257.</ref> Hier wurde er Leiter der englischen Abteilung des im selben Jahr eingerichteten Seminars für Neuerer Philologie. 1903 erfolgte seine Berufung zum ordentlichen Professor, zunächst mit einem persönlichen Ordinariat, ab 1908 dann als etatmäßiger Ordinarius für englische Philologie. 1910/11 war er Dekan. 1911 wurde ein eigenständiges Englisches Seminar gebildet, dessen erster Direktor Konrath wurde. 1914 wurde er emeritiert, vertrat aber während des Ersten Weltkriegs zeitweise seinen Nachfolger Heinrich Spies.

Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren die historische Grammatik des Englischen und die Erforschung des kentischen Dialekts des Mittelenglischen.

Der Akademisch-Neuphilologische Verein Greifswald (seit 1909 Neuphilologische Verbindung Greifswald) im WKV ernannte Bernheim zum Ehrenmitglied.<ref>Der Weimarer Cartellverband 1879–1914, Verlag August Hoffmann, Leipzig 1914, S. 96.</ref>

Auszeichnungen

  • 1912: Ernennung zum Geheimen Regierungsrat

Schriften

  • Beiträge zur Erklärung und Textkritik des William von Shorham. 1878.
  • Zur Laut- und Flexionslehre des Mittelkentischen. In: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen. 88, 1892 und 89, 1893.
  • Zur Textkritik Williams von Shorham. In: Englische Studien. 43, 1910/11.
  • Eine altenglische Vision vom Jenseits. In: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen. 139, 1919.

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Hinweisbaustein