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Paul Karrer

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Paul Karrer, 1937
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Das Grab von Paul Karrer und seiner Ehefrau Helene (Lene) geborene Froelich im Familiengrab auf dem Friedhof Fluntern in Zürich

Paul Karrer (* 21. April 1889 in Moskau; † 18. Juni 1971 in Zürich<ref name="Leopoldina">Curriculum Vitae Prof. Dr. Paul Karrer. In: Mitglieder > Mitglieder mit Nobelpreis. Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 16. Mai 2019.</ref>) war ein Schweizer Chemiker sowie Nobelpreisträger für Chemie (1937).

Leben

Der Sohn eines Zahnarztes wuchs in der Schweiz auf, studierte Chemie an der Universität Zürich und wurde 1911 bei Alfred Werner mit der Arbeit Untersuchungen über Valenzisomerie beim Kobalt promoviert.<ref>Informationen zu und akademischer Stammbaum von Paul Karrer bei academictree.orgVorlage:Abrufdatum</ref><ref>Paul Karrer im Theoretical Chemistry Genealogy Project</ref> Von 1912 bis 1918 arbeitete er an der Synthese organischer Arsenverbindungen im Laboratorium des Mediziners Paul Ehrlich in Frankfurt am Main und kehrte 1918 als ausserordentlicher Professor der organischen Chemie an die Universität Zürich zurück. Von 1919 bis zu seiner Emeritierung 1956 wirkte er dort als Nachfolger Alfred Werners als Direktor des Chemischen Instituts. 1950/51 war er zudem Rektor der Universität. In Zürich erforschte Karrer Polysaccharide, seit 1926 Pflanzenfarbstoffe. Er isolierte Vitamin A (1931) und synthetisierte unter anderem die Vitamine B2 und E. Ferner untersuchte er die Konstitution der Carotinoide und Flavine. Sein 1927 erschienenes „Lehrbuch der organischen Chemie“ wurde vielfach aufgelegt und übersetzt. Zu seinen Arbeitsgebieten gehörte später auch die Untersuchung therapeutisch wirksamer Stoffe, darunter vor allem Curare-Alkaloide, die zur Anästhesiologie verwendet werden. Karrer war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Akademien, so seit 1925 der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, seit 1939 der Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique,<ref>Académicien décédé: Paul Karrer. Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique, abgerufen am 3. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> seit 1943 der Royal Society of Edinburgh,<ref>Fellows Directory. Biographical Index: Former RSE Fellows 1783–2002. (PDF-Datei) Royal Society of Edinburgh, abgerufen am 25. Dezember 2019.</ref> seit 1945 der National Academy of Sciences<ref>Member Directory: Paul Karrer. National Academy of Sciences, abgerufen am 24. Februar 2017.</ref> und seit 1947 der Royal Society<ref>Eintrag zu Karrer, Paul (1889 - 1971) im Archiv der Royal Society, London</ref> und der Académie des sciences<ref>Verzeichnis der Mitglieder seit 1666: Buchstabe K. Académie des sciences, abgerufen am 6. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> sowie chemischer und biochemischer Gesellschaften. Er starb 1971 im Alter von 82 Jahren und wurde auf dem Zürcher Friedhof Fluntern beigesetzt.<ref>Klaus Nerger: Das Grab von Paul Karrer. In: knerger.de. Abgerufen am 18. Juni 2021.</ref>

Er war Mitglied der Schweizer Studentenverbindung Argovia Aarau.<ref>"Acta Studentica", Folge. 134, März. 2001, S. 6</ref>

Sein Bruder Walter Karrer (1891–1961) war ebenfalls Chemiker.

Leistungen

Auszeichnungen

Paul Karrer erhielt 1922 den Marcel-Benoist-Preis, 1935 den Canizzaro‐Preis.<ref name="Leopoldina" /> 1925 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen.<ref name="Leopoldina"/> 1937 erhielt Karrer für seine Forschungen über den Aufbau der Carotinoide, der Flavine und der Vitamine A und B zusammen mit Walter Norman Haworth den Nobelpreis für Chemie.

Die Paul-Karrer-Vorlesung und Medaille der Universität Zürich wird seit 1959 an herausragende Chemiker vergeben. Nach ihm ist der Mondkrater Karrer benannt.

Schriften

  • Paul Karrer, Ernst Jucker: Carotinoide. Birkhäuser Basel, Basel 1948, ISBN 978-3-0348-6789-4, doi:10.1007/978-3-0348-6802-0 (springer.com – englische Ausgabe Carotenoids 1950 online).
  • Lehrbuch der organischen Chemie, Erste Auflage: Stuttgart 1927, 14. Auflage: Stuttgart: Thieme 1963.

Literatur

Weblinks

Commons: Paul Karrer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Träger des Nobelpreises in Chemie

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