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Flyeralarm

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flyeralarm GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Flyeralarm 2023 WortBildmarke.png
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 2002
Sitz Würzburg, Deutschland
Leitung
  • Thorsten Fischer
Mitarbeiterzahl 2500 (2023)<ref name="zahlen">FLYERALARM Karriere. In: flyeralarm.com. FLYERALARM GmbH, abgerufen am 4. September 2023.</ref>
Umsatz 400 Mio. EUR (2022)<ref name="zahlen" />
Branche Druckwesen, Druck, Marketing
Website www.flyeralarm.com
Stand: 31. Dezember 2022

Die Flyeralarm GmbH ist eine Onlinedruckerei mit Hauptsitz in Würzburg. Das mittelständische Unternehmen ist im Bereich des elektronischen Handels sowie in der Herstellung und dem Vertrieb von Marketing- und Druckprodukten tätig.<ref name="Jahresabschluss Flyeralarm 2021">Flyeralarm GmbH, Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.2021 bis zum 31.12.2021, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 31. März 2023, abgerufen am 23. Oktober 2023.</ref><ref name=":0">Roland Karle: Eine Marke auf Speed. In: Absatzwirtschaft. Nr. 10, 27. September 2019.</ref> Das Druckereiunternehmen gehört zu 100 % dem Gründer und Geschäftsführer Thorsten Fischer.<ref name="Jahresabschluss Flyeralarm 2021" /><ref name="turbodrucker">Der Turbodrucker. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 1. August 2010.</ref> Flyeralarm unterhält in zwölf weiteren europäischen Ländern Niederlassungen.<ref name=":1">Wir über uns. In: Flyeralarm. Abgerufen am 23. Oktober 2023.</ref>

Geschichte

Gründung und Anfangsjahre

Thorsten Fischer gründete Flyeralarm 2002 und wickelte Druckaufträge ab, die online eingingen;<ref name=":0" /> gedruckt wurde zunächst bei anderen Druckereien.<ref>Katja Michel: Alles anders. In: Impulse. 1. Dezember 2010, S. 74–79.</ref><ref name="zweimachen">Michael Deppisch, Daniel Staffen-Quandt: Zwei machen Druck. In: Main-Post. 18. Mai 2011.</ref> Mit drei Mitarbeitern erwirtschaftete Flyeralarm nach eigenen Angaben bereits im ersten Geschäftsjahr mehr als 250.000 Euro Umsatz. 2006 kaufte Fischer die ersten eigenen Druckmaschinen und arbeitete bis 2010 mit 20 Großformat- und 10 Mittelformatdruckmaschinen.<ref name=":6">Druck gemacht. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 13. Dezember 2010.</ref> 2006 verschmolz Flyeralarm mit der Towergroup Besitz GmbH, Greußenheim, die zukünftig unter dem Namen Flyeralarm GmbH tätig war.<ref>Flyeralarm GmbH, Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006, berichtigt am 19. Januar 2009, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 2. Mai 2008. Abgerufen am 24. Oktober 2023.</ref> Im selben Jahr gründeten Christoph Schleunung (Geschäftsführer der Schleunungdruck GmbH, Marktheidenfeld) und Fischer das Druckhaus Mainfranken GmbH.<ref>Druckhaus Mainfranken kauft stillgelegtes KBA-Werk. In: Deutscher Drucker. Nr. 10, 21. Mai 2015, S. 7.</ref><ref>Druckhaus bei Bayerns Best 50. In: Main-Post. 30. Juli 2014.</ref><ref name=":7">Andreas Brachs: Druckhaus Mainfranken zieht um. In: Schweinfurter Tagblatt. 9. Mai 2015.</ref> Von 2007 bis 2019 teilten sich Fischer und Tanja Hammerl die Geschäftsleitung bei Flyeralarm.<ref>Tanja Hammerl, Greußenheim. In: Northdata. Abgerufen am 23. Oktober 2023.</ref> 2009 verlegte das Unternehmen seinen Hauptsitz von Greußenheim nach Würzburg.<ref>flyeralarm GmbH. In: Northdata. 5. Mai 2009, abgerufen am 24. Oktober 2023.</ref> Im Folgejahr begann Flyeralarm, gegen einen Aufpreis den Druck auf klimaneutralem Papier anzubieten.<ref>Druck und Nachhaltigkeit – das passt. In: Die Kitzinger. 22. Dezember 2020.</ref>

Ausweitung der Geschäftstätigkeit ab 2013

2013 begann das Unternehmen mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Fotoprodukten, hauptsächlich individuell gestaltbare Fotobücher.<ref>Flyeralarm setzt auf Fotobücher. In: Main-Post. 12. Oktober 2013.</ref> Im Folgejahr weitete Flyeralarm seine Unternehmenstätigkeit auf weitere Länder, wie etwa die Schweiz und Belgien, aus. Zuvor war das Unternehmen bereits in Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien, Österreich und Polen tätig gewesen.<ref>Flyeralarm sucht neues Geschäft über Druck hinaus. In: Der Kontakter. Nr. 43, 23. Oktober 2014, S. 16.</ref><ref>Online-Druckerei Flyeralarm treibt Auslandsexpansion voran. In: Die Kitzinger. 24. Oktober 2014.</ref> 2014 startete Flyeralarm außerdem seine Geschäftstätigkeit im Bereich 3D-Druck. Hierfür wurde die Marke My3D, die lebensechte 3D-Druck-Figuren produziert, geschaffen.<ref>Jürgen Schreier: Online-Drucker Flyeralarm steigt in den 3D-Druck ein. In: Maschinenmarkt. 2. Oktober 2014, abgerufen am 24. Oktober 2023.</ref>

Im Jahr 2015 erweiterte Flyeralarm sein Angebot für Großkunden (etwa Werbetechnik, Beratungsdienstleistungen, Druckdienstleistungen)<ref>Parfümeriekette Douglas lässt künftig bei Flyeralarm drucken. In: Deutscher Drucker. Nr. 10, 21. Mai 2015, S. 4.</ref> und kündigte im Herbst an, zukünftig auch im Bereich Textildruck tätig zu sein. Im Zuge dessen erweiterte das Unternehmen sein Angebot um beispielsweise Fleecejacken, Bistroschürzen sowie T-Shirts.<ref>Nicola Scheifele: Wenn Druck auf Design trifft. In: Deutscher Drucker. Nr. 20, 1. Oktober 2015, S. 10.</ref>

2016 erwarb die Flyeralarm Menu Design GmbH, eine Tochtergesellschaft von Flyeralarm, die alleinigen Vertriebsrechte für Speisekarten und Hotelzimmermappen der amerikanischen Marke Boxerbrand in Europa.<ref>Ein Hauch Amerika. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. Nr. 46, 19. November 2016, S. 42.</ref> Im Folgejahr gründete Flyeralarm die Flyeralarm Packaging GmbH, Greußenheim für die Herstellung und den Vertrieb von Etiketten, Verpackungen sowie Portionspackungen.<ref>Neueintragungen. In: Deutscher Drucker. Nr. 24, 23. November 2017, S. 36.</ref> Seit 2017 besteht eine Kooperation zwischen Flyeralarm und der Deutschen Post AG; hierfür wurde ein gemeinsamer Onlineshop (seit 2021 unter dem Namen Flyeralarm Mailings)<ref>Bernhard Niemela: Flyeralarm druckt nicht nur Prospekte, sondern bietet auch die Verteilung an. In: Print. 30. November 2020, abgerufen am 24. Oktober 2023.</ref> gegründet. Im Jahr 2020 gründete das Unternehmen Flyeralarm Global Soccer,<ref>Flyeralarm Global Soccer. In: Flyeralarm Sports. Abgerufen am 25. Oktober 2023.</ref> dessen Leiter bis 2021 der ehemalige deutsche Nationalspieler Felix Magath war.<ref>Felix Magath wird Chef von Flyeralarm Global Soccer. In: FC Flyeralarm Admira. 20. Januar 2020, abgerufen am 21. Januar 2020.</ref><ref name=":3">„Der teuerste Rotwein meines Lebens“. Interview mit Thorsten Fischer. In: Die Kitzinger. 28. Januar 2023.</ref><ref>Weinberge, Wurzeln, Würzburg. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 20. Januar 2020, abgerufen am 25. Oktober 2023.</ref>

Neben der Beteiligung am Druckhaus Mainfranken unterhält Flyeralarm Anteile an weiteren Tochterunternehmen.<ref name="zweimachen" /><ref name="Jahresabschluss Flyeralarm 2021" /> Stand 2023 sind insgesamt rund 700 Mitarbeiter in der Verwaltung sowie circa 1800 Mitarbeiter in der Produktion tätig. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete die Flyeralarm GmbH 287,4 Millionen Euro.<ref name="Jahresabschluss Flyeralarm 2021" />

Das Unternehmen fertigt seine Produkte großteils in Deutschland an;<ref name="wir250807">Wir über uns – alles Wissenswerte zu FLYERALARM. In: flyeralarm.com. Abgerufen am 7. August 2025.</ref> hierfür nutzt Flyeralarm die 15 Produktionsstandorte in Mainfranken und dem Großraum Dresden.<ref name=":1" /><ref>Schnelle Jobwechsel. In: Druck & Medien. 13. Oktober 2017, abgerufen am 25. Oktober 2023.</ref> Weitere Niederlassungen des Unternehmens befinden sich in Österreich, Schweiz, Italien, Spanien, Belgien, Dänemark, Schweden, Rumänien, den Niederlanden, Frankreich und in Dubai.<ref name="wir250807" />

Produkte

Das Unternehmen druckt mit hohem Automatisierungsgrad Produkte wie Plakate, Flyer, Briefpapier, Kalender, Broschüren, Einladungskarten, Visitenkarten und Hochglanzmagazine.<ref name="Jahresabschluss Flyeralarm 2021" /> Außerdem bedruckt Flyeralarm beispielsweise Getränkedosen, Fahnen und Lkw-Planen.<ref name=":11" />

Des Weiteren ist das Unternehmen im Vertrieb, der Vermittlung und Entwicklung von digitalen Marketingangeboten – etwa über das 2022 gegründete Tochterunternehmen Flyeralarm Digital GmbH – tätig.<ref name=":12">Flyeralarm Digital GmbH, Würzburg. In: Northdata. Abgerufen am 24. Oktober 2023.</ref> Flyeralarm Digital entwickelt und vertreibt Softwareprodukte, wie beispielsweise ein Computerprogramm für die Suchmaschinenoptimierung.<ref name=":12" /><ref>Marketing in Suchmaschinen. In: Flyeralarm Digital. Abgerufen am 23. November 2023.</ref>

Sponsoring und Partnerschaften im Sportbereich

Flyeralarm ist Partner verschiedener Sportvereine, wie dem FC Bayern Basketball<ref>Hauptsponsor Flyeralarm vor Ausstieg beim FC Bayern? In: Abendzeitung. 5. Dezember 2013, abgerufen am 29. Mai 2024.</ref><ref>Markus Weber: Werbe-Dienstleister Flyeralarm wird Hauptsponsor der FC Bayern-Basketballer. In: Werben & Verkaufen. 21. Juli 2011, abgerufen am 29. Mai 2024.</ref> und dem FC Admira Wacker Mödling.<ref>Flyeralarm: Das verbindet Admira mit Würzburg. In: Laola1.tv. 5. Januar 2017, abgerufen am 29. Mai 2024.</ref> Zudem ist das Unternehmen Bandenpartner der Deutschen Herren-Fußballnationalmannschaft.<ref>DFB-Pokal: Verband baut Partnerschaft mit Flyeralarm aus. In: ran. 21. Juli 2022, abgerufen am 29. Mai 2024.</ref>

Im Frauenfußball war Flyeralarm von 2013 bis 2021 Partner der Frauen-Nationalmannschaft und Bandenwerbepartner der U-21-Nationalmannschaft.<ref>Mona Backhaus: Ergo wird einer der Hauptsponsoren des DFB. In: Versicherungsjournal. 6. Dezember 2021, abgerufen am 29. Mai 2024.</ref> Von 2019 bis 2023 fungierte Flyeralarm als Namenssponsor der Frauen-Bundesliga des Deutschen Fußball-Bundes (DFB)<ref>Frauenfußball: Bundesliga bekommt neuen Namenssponsor. In: Eurosport. 1. Juni 2023, abgerufen am 19. Juni 2024.</ref><ref>Lena Herrmann: Nur ein Hype? Frauen machen den Fußball relevant. In: Werben & Verkaufen. 1. August 2022, abgerufen am 29. Mai 2024.</ref> und als Titelsponsor der Flyeralarm-Ruder-Bundesliga.<ref>Maximilian Bülau: Flyeralarm greift mit Magath im Fußball an: Weit mehr als nur ein Flugblatt. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 22. Januar 2020, abgerufen am 29. Mai 2024.</ref> Des Weiteren unterstützte Flyeralarm den Weltmeister im Langstrecken-Freiwasserschwimmen Thomas Lurz sowie den Deutschen Squash-Meister Simon Rösner.<ref>Michael Deppisch, Daniel Staffen-Quandt: Zwei machen Druck. In: Main-Post. 18. Mai 2011.</ref>

Weitere Partnerschaften

Auszeichnungen

Kritik

2010 wurde Flyeralarm wegen der Behinderung einer Betriebsratswahl von Verdi angezeigt. Nachdem das Unternehmen einen eigenen Betriebsrat gegründet hatte, wurde das Verfahren vom Arbeitsgericht eingestellt.<ref name=":8">Hannes M. Kneissler: Flyeralarm: Irgendwer zahlt immer. In: brand eins. 20. April 2020, abgerufen am 11. April 2021.</ref> Darüber hinaus wurde vonseiten der Gewerkschaft kritisiert, dass die Löhne für Angestellte weit unter dem üblichen Tariflohn lägen.<ref name=":9">Uwe Ritzer: Falscher Alarm. In: Süddeutsche Zeitung. 13. April 2021.</ref> Diesbezüglich legte ein Sprecher des Unternehmens dar, dass sich die Bezahlung der Produktionsmitarbeiter am Tarifvertrag orientiere,<ref name=":9" /> wohingegen vonseiten der Gewerkschaft das Fehlen jedweder Tarifbindung bemängelt wurde.<ref name=":9" /> Nach Aussage von Flyeralarm entlohne das Unternehmen die Angestellten im Druckereibereich (Druckhaus Mainfranken) nach Tarif. Das Unternehmen Flyeralarm sei jedoch kein Druck-, sondern ein Medienunternehmen, wodurch der Tarifvertrag für Drucker in diesem Unternehmensbereich nicht gelte.<ref name=":8" />

Personelle Verbindungen zur neureligiösen Bewegung Universelles Leben sorgten für Gerüchte über mögliche Verbindungen des Unternehmens, da die ehemalige Co-Geschäftsführerin Tanja Hammerl vor ihrer Tätigkeit im Unternehmen von 2002 bis 2003 Prokuristin der Gabriele-Stiftung gewesen war. Dieser Stiftung wurde nachgesagt, aufgrund der Namensgebung (nach Gabriele Wittek, der Gründerin des Universellen Lebens) mit dem Universellen Leben in Verbindung zu stehen.<ref name=":10">Jesus und Sascha Rösler. In: Süddeutsche Zeitung. 15. Dezember 2008.</ref> Der Vorwurf einer möglichen Verbindung von Flyeralarm zu der Bewegung wurde von der Geschäftsführung verneint,<ref name=":8" /><ref name=":10" /> da weder Hammerl noch Fischer oder das gesamte Unternehmen der Glaubensgemeinschaft angehören würden.<ref name=":10" />

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name=":11">Udo Lemke: „Wir bedrucken fast alles“. In: Sächsische Zeitung. 13. Juli 2017.</ref> </references>

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