Justino Mota
Justino Mota († 1990er-Jahre) war ein osttimoresischer Politiker und Unabhängigkeitsaktivist. Seine Vorfahren stammten aus Timor, Afrika und Europa.<ref>José Ramos-Horta: Funu – Osttimors Freiheitskampf ist nicht vorbei!, Ahriman, Freiburg 1997. ISBN 3-89484-556-2</ref>
Leben
Mota hatte das Liceu Dr. Francisco Machado besucht und arbeitete bis zur Nelkenrevolution 1974 als Beamter. Seine Mutter war Religionslehrerin und streng katholisch.<ref name="UoNE">Antero Bendito da Silva, Robert Boughton, Rebecca Spence: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FRETILIN Popular Education 1973-1978 and its Relevance to Timor-Leste Today ( des Vorlage:IconExternal vom 15. April 2023 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., University of New England, 2012, abgerufen am 5. Juni 2019.</ref> Er gehörte zu einer Gruppe junger Timoresen, die in der Kolonie Portugiesisch-Timor im Januar 1970 begannen, sich politisch in Diskussionsrunden für die Unabhängigkeit zu engagieren.<ref name="CAVR3">„Part 3: The History of the Conflict“ (PDF; 1,4 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)</ref> 1974, nachdem die Nelkenrevolution die portugiesische Diktatur beseitigt hatte, gründeten sie die linksorientierte, osttimoresische Partei FRETILIN (zuerst unter dem Namen ASDT), in der Mota zum sozialdemokratischen Flügel gehörte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Universidade de Coimbra: Formation of East-Timorese political associations ( des Vorlage:IconExternal vom 22. Juni 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. aus John G Taylor, Indonesia’s Forgotten War: The Hidden History of East Timor (Zed Books, London, 1991)</ref> In der Partei übernahm er das Amt des zweiten Generalsekretärs.<ref>School of Humanities and Social Sciences(HASS): ASDT</ref>
In den ersten Tagen der indonesischen Invasion im Dezember 1975 wurden Mota und seine Frau von den Indonesiern gefangen genommen. Er verbrachte drei Jahre in Gefangenschaft, seine Frau 18 Monate. Eine Gerichtsverhandlung gab es nicht. 1982 ging Mota mit Frau und Kindern nach Portugal ins Exil.<ref name="UoNE" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CAVR: Other Files ( vom 5. November 2013 im Internet Archive) (PDF; 180 kB)</ref> Er starb Anfang der 1990er-Jahre an Tuberkulose, die sich bereits durch die indonesische Gefangenschaft im Gefängnis Comarca (Balide, Dili) verschlimmert hatte.<ref name="UoNE" /><ref>School of Humanities and Social Sciences(HASS): Companion to East Timor</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mota, Justino |
| KURZBESCHREIBUNG | osttimoresischer Politiker und Unabhängigkeitsaktivist |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 20. Jahrhundert |