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Wilkins Runway

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Wilkins Runway
Kenndaten
ICAO-Code YWKS
Koordinaten 66° 41′ 28″ S, 111° 31′ 36″ OKoordinaten: 66° 41′ 28″ S, 111° 31′ 36″ O
 {{#coordinates:−66,691111111111|111,52666666667|primary
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  }}
Höhe über MSL 777 m  (2.549 ft)
Basisdaten
Eröffnung 2008
Betreiber Australian Antarctic Division
Beschäftigte 8
Start- und Landebahn
09/27<ref name="AIP">Aerodrome Chart: Wilkins Aerodrome, Antarctica (YWKS). (PDF; 249 kB) In: Aeronautical Information Package (AIP) – Departure and Approach Procedures (DAP) – Aerodrome & Procedure Charts. Airservices Australia, 3. März 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. April 2016; abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.airservicesaustralia.com</ref> 3200 m × 45 m Eis mit Schneeauflage

Die Wilkins Runway ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), auch Wilkins Ice Runway und Wilkins Aerodrome genannt, ist eine Start- und Landebahn auf dem unteren Peterson-Gletscher, die von der Australian Antarctic Division (AAD) betrieben wird. Die 3200 Meter lange und 45 Meter breite Landebahn im Hinterland der Budd-Küste im Wilkesland auf dem antarktischen Kontinent wird mit einem Airbus A319 vom etwa 3400 Kilometer entfernten Hobart International Airport in Tasmanien aus angeflogen.

Die Landebahn wurde aus Eis und Schnee hergestellt und befindet sich im Australischen Antarktis-Territorium, etwa 65 Kilometer von der Casey-Station entfernt.<ref name="air">Wilkins Ice Runway. In: Airport Technology. Kable Intelligence Ltd., abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Name der Landebahn geht auf den Flugpionier und Entdecker Sir George Hubert Wilkins (1888–1958) zurück.<ref>Sir George Hubert Wilkins (1888–1958). In: Australian Antarctic Division: Leading Australia’s Antarctic Program. Australian Government – Department of the Environment and Energy – Australian Antarctic Division, abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bau

Seit den 1950er Jahren gab es Überlegungen zur Errichtung einer Landebahn in der Antarktis, aber wegen politischer, logistischer und ökologischer Einwände wurde mit dem Bau erst 2005 begonnen.<ref name="smh">Historic flight lands in Antarctica. In: The Sydney Morning Herald. Fairfax Media, 11. Januar 2008, abgerufen am 1. Januar 2017 (englisch).</ref>

Die 3200 Meter lange Landebahn wurde in mehr als 700 m Höhe auf einem etwa 500 Meter dicken Gletscher aus Blaueis angelegt.<ref name="aer">Wilkins Aerodrome. In: Australian Antarctic Division: Leading Australia’s Antarctic Program. Australian Government – Department of the Environment and Energy – Australian Antarctic Division, abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Standort wurde nicht nur aufgrund seines relativ flachen Geländes gewählt, sondern auch wegen seiner im Vergleich zur Küste bedingt durch die Höhenlage niedrigeren Temperaturen, die das Risiko der Eisschmelze während des antarktischen Sommers verringern.<ref name="sky"></ref> Der Gletscher bewegt sich und fließt pro Jahr etwa 12 Meter (40 ft). Die Oberfläche des Flugplatzgeländes besteht zu ungefähr 70 % aus blankem Eis; die restlichen 30 % haben eine Schneeauflage mit einer Dicke von weniger als einem Meter.<ref name="maint">Wilkins runway construction and maintenance: Runway construction techniques. In: Australian Antarctic Division: Leading Australia’s Antarctic Program. Australian Government – Department of the Environment and Energy – Australian Antarctic Division, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. April 2015; abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.antarctica.gov.au</ref>

Die Landebahn wurde aus dem anstehenden Eis herausgefräst und mit Hilfe von Lasern exakt nivelliert.<ref name="air" /> Der Untergrund aus natürlichem Gletschereis wurde während der Arbeiten mittels eines Prüfrollers laufend auf Härte, Festigkeit und Tragfähigkeit geprüft.

Die Wärmeabsorption des blauen Gletschereises bewirkt, dass es unter Sonneneinstrahlung selbst bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt teilweise schmilzt, was die Standfestigkeit des Unterbaus beeinträchtigen und zu einer unebenen und rutschigen Rollbahnoberfläche führen würde. Deshalb wurde auf dem Eis eine Schneeauflage aufgebracht, die die einfallende Strahlung beinahe vollständig reflektiert. Außerdem bietet der Schnee den Rädern des Fahrwerks eine höhere Reibung, wodurch die Sicherheit, besonders bei Seitenwind, erhöht wird.<ref name="constr">Annie Rushton: How do you build an Antarctic runway? In: Australian Antarctic Division: Leading Australia’s Antarctic Program. Australian Government – Department of the Environment and Energy – Australian Antarctic Division, 8. Februar 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Januar 2017; abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.antarctica.gov.au</ref><ref name="nbc">Blair Watson: Australia builds Antarctic ice runway. World’s first commercial air service to fly weekly from Hobart, Tasmania. In: NBC News. National Broadcasting Company (NBC), 20. Februar 2008, abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zur Herstellung der Schneedecke wurden Verdichter, Schneepflüge und Schneefräsen verwendet,<ref name="air" /> die wie alle anderen verwendeten Baumaschinen speziell für die extremen klimatischen Bedingungen in der Antarktis präpariert worden waren.<ref>Annie Rushton: Runway one step closer. In: Australian Antarctic Division: Leading Australia’s Antarctic Program. Australian Government – Department of the Environment and Energy – Australian Antarctic Division, 20. Januar 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Januar 2017; abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.antarctica.gov.au</ref> Der Schnee wurde in Lagen von etwa 10 cm Dicke aufgetragen, die mit von Lage zu Lage ansteigendem Gewicht und Reifendruck verdichtet wurden. Für jeden Abschnitt der Rollbahn wurden sieben Verdichtungsgänge benötigt;<ref name="constr" /> zwischen den einzelnen Verdichtungsgängen mussten 24-stündige Ruhephasen eingelegt werden, um den Verbund der Schneekristalle zu gewährleisten. Diese Arbeiten können nur in einem engen Temperaturfenster von −2 bis +3 °C durchgeführt werden.<ref></ref>

Bauarbeiten fanden nur während des antarktischen Sommers von November bis Februar statt.<ref name="air" /> Dennoch waren die Arbeiter extremen Bedingungen wie Tiefsttemperaturen von −36 °C und Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 km/h (115 mph) ausgesetzt.<ref name="nbc" />

Neben der Landebahn wurden zu Wohnzwecken umgebaute Schiffscontainer aufgestellt. Die Infrastruktur umfasst neben Wohnungen und Transiträumen für das Personal und die durchreisenden Wissenschaftler Lagerräume, Notfalleinrichtungen, eine Navigations- und eine meteorologische Station, medizinische Versorgung, Werkstätten, Schutzbauten für Kommunikationseinrichtungen, Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge und Schlitten, Ausrüstung zur Stromerzeugung und Brandbekämpfung, Treibstofflager sowie Betankungsausrüstung.<ref name="air" /><ref name="aer" /> Der Flugplatz ist mit Landebahnmarkierungen und einem Windsack ausgerüstet;<ref name="sky" /> die Landebahn 09 verfügt über eine Präzisions-Anflugbefeuerung.<ref name="AIP" />

Der Bau der Landebahn kostete AUD 46,3 Millionen und nahm drei antarktische Sommer in Anspruch.<ref name="air" />

Laufender Betrieb

Datei:Skytraders Airbus A319 parked at Hobart Airport.jpg
Der eingesetzte Airbus A319 (hier auf dem Flughafen Hobart)

Die australische Civil Aviation Safety Authority (CASA) genehmigte der Fluggesellschaft Skytraders den ersten Flug am 11. Januar 2008. An Bord waren der damalige australische Umweltminister Peter Garrett, neun Wissenschaftler und neun weitere Passagiere.<ref name="smh" /><ref name="ABC">Sarah Clarke: Antarctic plane heading home after maiden flight. In: ABC News. Australian Broadcasting Corporation (ABC), 10. Januar 2008, abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Landebahn wird ausschließlich im antarktischen Sommer von Oktober bis März betrieben.<ref name="aer" /> Die Flüge in die Antarktis starten auf dem Hobart International Airport in Tasmanien und sind ausschließlich für Wissenschaftler und Angestellte der AAD bestimmt; Touristen werden nicht befördert.<ref name="smh" /> Der etwa viereinhalbstündige Flug erspart eine Schiffsreise, die rund zehn Tage dauern würde. Der Rückflug erfolgt zwei bis drei Stunden nach der Landung.

Der eingesetzte zweistrahlige Airbus hat eine Reichweite von mehr als 9000 Kilometern (5000 nautische Meilen); so sind Hin- und Rückflüge mit einer Tankfüllung möglich. Dabei können bis zu 40 Personen und eine Fracht von 1,5 Tonnen befördert werden.<ref>A319 background information. In: Australian Antarctic Division: Leading Australia’s Antarctic Program. Australian Government – Department of the Environment and Energy – Australian Antarctic Division, abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Australia’s Antarctic aviation. In: Australian Antarctic Division: Leading Australia’s Antarctic Program. Australian Government – Department of the Environment and Energy – Australian Antarctic Division, abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Innerantarktisch verbinden mit Turboprop-Triebwerken und Kufen ausgerüstete Flugzeuge der Typen Basler BT-67 und DHC-6 Twin Otter, die seit 2010 die zuvor verwendeten CASA C-212<ref>CASA 212-400 aircraft. In: Australian Antarctic Division: Leading Australia’s Antarctic Program. Australian Government – Department of the Environment and Energy – Australian Antarctic Division, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Januar 2017; abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.antarctica.gov.au</ref> ersetzen, sowie vier Helikopter die australischen Forschungsstationen in der Antarktis, neben der Casey-Station die Mawson-Station und die Davis-Station.<ref>Intracontinental operations. In: Australian Antarctic Division: Leading Australia’s Antarctic Program. Australian Government – Department of the Environment and Energy – Australian Antarctic Division, abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zum Unterhalt des Flugplatzes wird ein Mitarbeiterstab von acht Personen benötigt.<ref name="air" /> Die laufende Instandhaltung der Piste erfolgt durch Grader, Schneefräsen und Pistenraupen.<ref name="maint" /> Zum Ziehen der Fluggeräte wird ein Traktor mit Gummiketten verwendet.<ref name="air" /> Wegen des dynamischen Untergrunds und der wetterabhängigen Veränderungen der Oberfläche müssen unmittelbar vor jeder Nutzung durch ein Flugzeug Tests und Messungen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die vorgeschriebenen Anforderungen an Härte, Reibung und Dichte der Rollbahn erfüllt sind.<ref name="aer" /> Ferner muss die Landebahn vor jedem Flug mit einer Pistenraupe präpariert werden.<ref name="maint" /> Der bei der Landung auf dem Eis entstehende Gummiabrieb muss entfernt werden, um einem durch die höhere Wärmeabsorption der dunklen Gummispuren bedingten Schmelzen der Oberfläche vorzubeugen.<ref name="sky" />

Da aus Umweltschutzgründen in der Antarktis keine Enteisungsflüssigkeiten erhältlich sind, finden in Perioden, für die Niederschläge vorhergesagt wurden, keine Landungen auf der Wilkins Runway statt.<ref name="sky" />

Die ursprünglich geplante Anzahl von jährlich bis zu 20 Flügen von Hobart zur Wilkins Runway<ref name="ABC" /> in einwöchigem Abstand<ref name="nbc" /> konnte bisher nicht erreicht werden.<ref>Intercontinental A319 historical timeline. In: Australian Antarctic Division: Leading Australia’s Antarctic Program. Australian Government – Department of the Environment and Energy – Australian Antarctic Division, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Januar 2017; abgerufen am 1. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.antarctica.gov.au</ref> Zusätzlich zu den wetterbedingten Behinderungen machte ab 2011 ein unerwartetes Schmelzen der Oberfläche aufgrund zu milder Temperaturen den Flugplatz zeitweise unbenutzbar.<ref>Andrew Darby: Frozen $46m runway melting. In: The Sydney Morning Herald. Fairfax Media, 24. Oktober 2012, abgerufen am 1. Januar 2017 (englisch).</ref> Durch diese Auswirkung des Klimawandels wird die langfristige Nutzbarkeit von Eislandebahnen wie der Wilkins Runway in Frage gestellt.

Einzelnachweise

<references />