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The Voice (Album)

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The Voice
Livealbum von Bobby McFerrin

Veröffent-
lichung

1984

Label(s)

Elektra/Musician

Format(e)

LP/CD

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

10

Länge

43:12

Besetzung

Bobby McFerrin

Produktion

Linda Goldstein

Chronologie
Bobby McFerrin
(1982)
The Voice Spontaneous Inventions
(1985)

The Voice ist ein Soloalbum des Sängers Bobby McFerrin. Das Album gilt als ein Meilenstein in der Geschichte des Jazz. Es ist das erste Jazzalbum eines Sängers ohne weitere Begleitung oder ohne eine technische Dopplung seiner Stimme überhaupt.<ref name=SY>Scott Yanow, Albumbesprechung für Allmusic</ref>

Das Album

Im Gegensatz zum Debütalbum des Sängers, einer konventionellen Studioproduktion mit Begleitband, entstand sein zweites Album The Voice während einer Reihe von Solokonzerten, die McFerrin vom 17. bis zum 26. März 1984 in Deutschland bestritt.<ref>Vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Offizielle Webseite von Bobby McFerrin (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Mai 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bobbymcferrin.com</ref>

Stilistisch knüpfte McFerrin dabei an Vorgänger wie Jon Hendricks an, um „die menschliche Stimme vom Zusammenhang der sie begleitenden Instrumente“ zu emanzipieren.<ref name=RD>Dombrowski Basis-Diskographie Jazz, S. 143ff.</ref> Er war dabei sowohl „Statthalter als auch Erneuerer einer weitgefächerten Tradition.“<ref>Detlev Reinert: Statthalter als auch Erneuerer einer weitgefächerten Tradition Jazz Podium, 5/1984, S. 22</ref> Seine Stimme fasste er als körperverhaftet auf,<ref>„I like to think of my voice as being my body. That's my equipment.“ Zit. nach Michael Bourne Bobby McFerrin. The Voice. Down Beat 5/1985, S. 20–22. Ähnlich sagte Joachim Ernst Berendt: „Bei Bobby McFerrin wird der ganze Körper zum Orchester.“ </ref> setzte Zirkularatmung ebenso ein wie Schläge gegen den Kehlkopf oder die Brust und extrem rasche Registersprünge. „Einstmals unerwünschte Nebengeräusche wie Atmen, Schnalzen, Blubbern wurden zu gliedernden, färbenden Ausdrucksmitteln.“<ref name=RD /> Dabei knüpfte McFerrin an die Personalstilistiken der ursprünglichen Songinterpreten an, die er zitierte und in Vokalisen kommentierte. So singt er in Blackbird die Ästhetik der Beatles arpeggioartig mit der Technik des barocken Style brisé sowohl die Gitarrenstimme als auch den Vokalpart, pfeift, imitiert das Schlagen der Flügel des Vogels und macht sogar ein Echogerät nach.<ref>Charles Hartman: Jazz Text: Voice and Improvisation in Poetry, Jazz, and Song, S. 111f.</ref> In I Feel Good persifliert er die Schreie von James Brown, um dann die Bläserfiguren und Breaks des Originals zu übernehmen, die er in seiner Improvisation weiterführt. Ein weiterer Höhepunkt des Albums ist dem Rolling Stone zufolge sein Original „I’m My Own Walkman“.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.enotes.comBobby McFerrin (Contemporary Musicians) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> In A-Train geht er aus dem Scatgesang in eine „fabelhafte Parodie“ des Scattens über.<ref>Charles Hartman: Jazz Text: Voice and Improvisation in Poetry, Jazz, and Song, S. 113</ref>

Titelliste

  1. Blackbird (John Lennon/Paul McCartney) – 3:07
  2. The Jump – 4:48
  3. El Brujo – 4:11
  4. I Feel Good (James Brown) – 3:19
  5. I’m My Own Walkman – 4:02
  6. Music Box – 3:56
  7. Medley: Donna Lee - Big Top - We’re in the Money (Charlie Parker, Al Dubin/Harry Warren) – 7:22
  8. I’m Alone – 4:41
  9. T.J. – 3:48
  10. A-Train (Billy Strayhorn) – 3:58

Soweit nicht anders angegeben, stammen Text und Melodie von Bobby McFerrin.

Rezeption

The Voice wurde als „Sensation“ empfunden.<ref name=RD /> Allmusic vergab die Höchstzahl von fünf Sternen und empfahl das Album „ohne Einschränkungen“.<ref name=SY /> The Rolling Stone Jazz Record Guide bewertet das Album ebenso wie seinen Vorgänger mit vier Sternen.<ref>John Swenson The Rolling Stone Jazz Record Guide 1985, S. 134</ref> Robert Christgau empfindet trotz der Virtuosität und des Spielwitzes einige Passagen musikalisch wenig herausragend: So kenne er inspirierendere Soli über Donna Lee.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>