Zum Inhalt springen

Eppenhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. November 2025 um 08:56 Uhr durch imported>Sokrates 399 (Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF), Kleinigkeiten.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Eppenhausen
Stadt Hagen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(6048)&title=Eppenhausen 51° 22′ N, 7° 30′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(6048) 51° 21′ 40″ N, 7° 30′ 20″ O
 {{#coordinates:51,361111111111|7,5055555555556|primary
dim=10000 globe= name=Eppenhausen region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 185 m ü. NHN
Einwohner: 6048 (31. Dez. 2018)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. April 1901
Postleitzahl: 58093
Vorwahl: 02331
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!
Datei:Hagen-Eppenhausen Bauernhaus.jpg
Teimanns Hof in Eppenhausen
Datei:Hagen-Eppenhausen Grundschule.jpg
Grundschule Boloh in Eppenhausen

Eppenhausen ist ein Stadtteil im Stadtbezirk-Mitte der kreisfreien Großstadt Hagen in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte

Die Anfänge Eppenhausens liegen im Dunkel der Geschichte, der Name des Ortsteils lässt darauf schließen, dass hier eine Hofstelle bestanden hat, die einem Eppo oder Eppinc gehörte und nach ihm benannt wurde.<ref>Richard Althaus: Eppenhausen. Hagen 1977.</ref> Flöer umschreibt den Ortsnamen mit „bei den Häusern des Eppo“.<ref>Michael Flöer: Die Ortsnamen der Stadt Dortmund und der Stadt Hagen, in: Westfälisches Ortsnamenbuch, Band 16, Bielefeld 2021, S. 95</ref>

Erstmals wurde Eppenhausen 1229 als Eppenhusen in dem Güter- und Einkünfteregister des Frauenkonvents und späteren adligen Damenstifts Herdecke erwähnt.<ref>Ralf Blank / Stephanie Marra / Gerhard E. Solbach: Hagen – Geschichte einer Großstadt und ihrer Region, Klartext Verlag, Essen 2008, S. 89</ref> Im Lehnsregister der Edelherren von Volmerstein wird im 13. und 14. Jahrhundert auch eine niederadelige Familie von Eppenhusen belehnt geführt. Zuletzt im Jahre 1373 mit dem Ritter Goswyn van Eppenhusen, dessen Siegel und Wappen überliefert sind.

Um 1400 hatte der Graf von der Mark Rechte in der Eppenhuser marke.<ref>A. Ludorf: Bau und Kunstdenkmälder des Kreises Hagen Stadt. Im Auftrag des Provinzial-Verbandes der Provinz Westfalen, 1910, S. 20</ref> Nach der Teilung der westfälischen Marken 1450 umfasste die „Eppenhauser Mark“ die heutigen Stadtteile Halden, Herbeck, Eppenhausen, Emst und Delstern.

Eppenhausen war ehemals eine eigene Bauerschaft und gehörte im Kirchspiel und Gericht Hagen zur Grafschaft Mark. Im Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 werden in der Eppenhuser Burschop von den 12 steuerpflichtigen Hofbesitzern ein Gert to Eppenhusen mit einer Abgabe von 4 Goldgulden und eine Katheryna to Eppenhusen mit 3 Goldgulden genannt.<ref>Aloys Meister (Hrsg.): Die Grafschaft Mark, Dortmund 1909, S. 52</ref>

Im Lehnsregister der Herren von der Recke-Volmerstein wurde 1598 Dael von Kalle (Haus Dahl) mit dem Hof zu Einhorst (Emst) und dem Zehnten zu Eppenhausen (Kaufsumme 40 Taler) belehnt. Außerdem Johan Hackenberg gen. Greve mit zwei Gütern in Eppenhausen.<ref>Johann Dietrich von Steinen: Westphälische Geschichte, Theil 1, Stück 4 (1755) Historie des Gerichts Hagen, S. 1565.</ref>

Im Jahr 1746 wurden der Eppenhauser Nachbarstadt Hagen die Stadtrechte zugesprochen, im Jahr 1751 löste Friedrich der Große die Marken auf, so dass dies auch das Ende der Eppenhauser Mark bedeutete.

In den 1780er Jahren stellte der damalige Landrat Freiherr von Hövel auf Herbeck beim königlichen Hof in Berlin den Antrag, den „Eppenhauser Brunnen“ auf Grund des dort zutage tretende heilkräftige Wasser als Heilwasser anzuerkennen. Auch nach der Ablehnung wurde der Brunnen – vor allem durch die Hohenlimburger Witwe Bettermann – bis in die 1870er Jahre als Gesundbrunnen angepriesen und Bäder verabreicht.

Im Jahr 1814 erhielt Eppenhausen eine eigene Postlinie und eine Poststation, 1898 wurde Eppenhausen zur selbstständigen Kirchengemeinde erklärt, und am 5. August 1900 führte die erste Straßenbahnlinie für die neue elektrische Straßenbahn von Hohenlimburg nach Eppenhausen, deren Betrieb erst 1975 eingestellt wurde.

Am 1. April 1901 wurde die Gemeinde Eppenhausen zusammen mit den Gemeinden Delstern und Eckesey in die Stadt Hagen eingemeindet<ref></ref>, deren Bevölkerung so auf die Zahl von 68.402 Einwohnern anstieg.

Während der Nazi-Herrschaft wurde in Eppenhausen ab 1941 in einem ansässigen Bauunternehmen Zwangsarbeiter eingesetzt. Zudem gab es in Eppenhausen ein Lager der Organisation Todt (OT).<ref>Unternehmen in Eppenhausen die ausländische Arbeitskräfte und Zwangsarbeiter beschäftigten.[1]</ref>

Gegenwart

Heute ist Eppenhausen Teil des Hagener Hochschulviertels (Bezirk 103) der Stadt Hagen, der im Juli 2018 eine Einwohnerzahl von 12.292 Menschen aufwies.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hagener Monatszahlen (Stand: Juli 2018), PDF (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Januar 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hagen.de</ref> Im Wohnbezirk Eppenhausen lebten am 31. Dezember 2018 in 1086 Wohnhäusern mit 3148 Haushaltungen 6048 Einwohner.<ref>Stadtteildaten 2018 – Profile der 39 Hagener Wohnbezirke [2]</ref>

Weblinks

Commons: Eppenhausen (Hagen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein