Tunsel
Tunsel Stadt Bad Krozingen
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| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1987)&title=Tunsel 47° 54′ N, 7° 40′ O
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| Höhe: | 223 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 9,21 km² | |||||
| Einwohner: | 1987 (Feb. 2018)<ref name="data">Stadtverwaltung Bad Krozingen: Zahlen und Fakten. Stadt Bad Krozingen, 17. März 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. März 2018; abgerufen am 17. März 2018.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 216 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1974 | |||||
| Postleitzahl: | 79189 | |||||
| Vorwahl: | 07633 | |||||
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Lage von Tunsel in Baden-Württemberg |
Tunsel ist ein Dorf mit knapp 2000 Einwohnern<ref name="data" /> im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg. Die bis Januar 1974 selbständige Gemeinde Tunsel mit den Ortsteilen Burghöfe und Schmidhofen gehört heute als Ortsteil zur Stadt Bad Krozingen.<ref name="Tunsel data">Stadtverwaltung Bad Krozingen: Ortsteil Tunsel. Stadt Bad Krozingen, 17. März 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. März 2018; abgerufen am 17. März 2018.</ref>
Geografie
Tunsel liegt im Breisgau, etwa 18 Kilometer südwestlich von Freiburg. Das flachwellige, waldlose Gebiet um Tunsel fällt allmählich in Richtung Nordwesten zum Rhein ab. Die Böden der 9,21 km² umfassenden Gemarkung werden landwirtschaftlich intensiv genutzt, sie werden teilweise von Gräben entwässert (Seltenbach, Neugraben, Bruckgraben).
Geschichte
Tunsel wird im Jahr 860 erstmals als villa Tonsol urkundlich erwähnt, als drei Freileute ihren gesamten Grundbesitz dem Benediktinerkloster St. Trudpert im Münstertal schenkten. Die Zugehörigkeit von Tunsel und dem Weiler Schmidhofen zum Kloster hielt bis zur Säkularisation im Jahr 1803 an. Tunsel belieferte die Mönche mit landwirtschaftlichen Produkten (Weizen, Nutztiere) und vor allem mit Wein, der im Pfarrhauskeller gelagert wurde.
1256 erwarb das Kloster auch die Burg Tunsel. Ab 1479 gehörten alle Einwohner des Dorfes als St. Trudpertsche Untertanen zur Abtei. Das Kloster baute von 1714 bis 1724 eine Barockkirche in Tunsel, an ihrer Stelle steht heute die 1855 errichtete Kirche in neogotischem Stil.
Im Dreißigjährigen Krieg flüchteten die Bewohner Tunsels vor den Schweden in die Schweiz. Sie kamen nach Ende des Krieges mit neuen Siedlern zurück, was heute noch an aus dem Schweizer Raum stammenden Familiennamen erkennbar ist. Der Spanische Erbfolgekrieg brachte Elend und Zerstörung über die Einwohner. So musste unter anderem die Kirchglocke verkauft werden; sie hängt noch heute im Türmchen des Rathauses Staufen.<ref>Zur Geschichte von Tunsel. bkz-tunsel.land-in-sicht.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. März 2014; abgerufen am 16. November 2016.</ref>
Wappen
Blasonierung: „In gespaltenem Schild vorn in Silber auf grünem Boden ein grüner Laubbaum mit schwarzem Stamm, hinten in Blau zwei schräggekreuzte dürre goldene Äste.“
Sehenswürdigkeiten
- Kirche St. Michael in neogotischem Stil aus dem Jahr 1857 mit Ausmalung von Carl Philipp Schilling, Hochaltar aus der Werkstatt von Franz Joseph Simmler und barocken Seitenaltären aus Vorgängerkirche<ref name="tunsel">Tunsel. kath-bk-ha.de, abgerufen am 11. Juli 2016.</ref>
- Maria-Hilf-Kapelle
- Pfarrhaus und Gasthaus zur Linde
- ehemalige Fron- und Widumhöfe
- Maria-Hilf-Kapelle
Wirtschaft und Infrastruktur
Neben den wenigen verbliebenen Landwirtschaftsbetrieben gibt es in Tunsel kaum Arbeitsmöglichkeiten. Die Wohngemeinde besteht heute fast ausschließlich aus Pendlern in die Gewerbegebiete der umliegenden Städte und Gemeinden. Seit der Erschließung von Baugebieten für Eigenheime in den 1970er Jahren verdoppelte sich die Einwohnerzahl von Tunsel von ca. 750 bis 850 auf etwa 1.680. Tunsel ist Kindergarten- und Grundschulstandort.<ref>Grundschule Tunsel. Abgerufen am 31. Oktober 2011.</ref>
Ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Mannheim–Basel wurde 1970 aufgelassen.
In Tunsel befindet sich eine Station des Fahrradverleihsystems Frelo. Weitere Stationen befinden sich Bad Krozingen, Staufen und im Gewerbepark Breisgau. Der Südschwarzwald-Radweg führt von Hinterzarten über Waldshut-Tiengen, Basel und Freiburg rund um den Naturpark Südschwarzwald und verbindet Heitersheim über den Heitersheimer Ortsteil Gallenweiler mit Schmidhofen und Bad Krozingen.<ref>14 Jahre für einen Radweg: Bad Krozingen hat nun eine neue Strecke fürs Rad. In: Badische Zeitung. 15. Mai 2025, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref> Der Breisgauer Römerradweg von Badenweiler nach Riegel verläuft in diesem Abschnitt identisch.
Vereine
- Musikverein Tunsel<ref>Musikverein Tunsel e. V. Abgerufen am 15. Oktober 2011.</ref>
- Sportverein SV Tunsel 1946<ref>SV Tunsel 1946 e. V. Abgerufen am 15. Oktober 2011.</ref>
- Männergesangverein Kolping Tunsel e. V.<ref>Chronik des MGV „Kolping“ Tunsel e. V. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Juli 2011; abgerufen am 15. Oktober 2011. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Freiwillige Feuerwehr<ref>Freiwillige Feuerwehr Bad Krozingen – Retten Löschen Bergen Schützen. Abgerufen am 2. Juli 2022.</ref>
- Narrenzunft Seltenbachhexen Tunsel e. V.<ref>Narrenzunft Seltenbach-Hexen Tunsel e. V. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Oktober 2011; abgerufen am 15. Oktober 2011.</ref>
- Förderverein Tunselino e.V.<ref>Über uns. Abgerufen am 30. Januar 2025.</ref>
Persönlichkeiten
- August Violand (1750–1811), Benediktinermönch, Kirchenmusiker und Komponist, war zeitweise Pfarrer in Tunsel und starb dort
Einzelnachweise
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Weblinks
Bad Krozingen mit den Gemeindeteilen Kems und Oberkrozingen | Biengen mit dem Weiler Dottighofen | Hausen an der Möhlin | Schlatt | Tunsel mit den Weilern Burghöfe und Schmidhofen