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Anna Hazare

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Datei:Anna Hazare on 2nd Oct.JPG
Anna Hazare, 2014

Kisan Baburao Hazare (Marathi: किसन बापट बाबुराव हजारे, <phonos file="Kisan Babaurao Hazare.ogg">Aussprache</phonos>/?, * 15. Juni 1937<ref>laut verschiedener Medien, vgl. beispielsweise @1@2Vorlage:Toter Link/news.oneindia.inDigivijay wishes Anna Hazare on his b'day, asks not to fast (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, oneindia.in, 16. Juni 2011.</ref> oder 1938<ref>vgl. Eintrag in der Library of Congress.</ref> in Bhingar in der damaligen Provinz Bombay, heute Maharashtra), bekannt als Anna Hazare, ist ein indischer Bürgerrechtler, der eine wichtige Rolle bei den Demonstrationen gegen Korruption im Jahr 2011 spielte.

Leben

Hazare wurde 1937 geboren und ist Hindu. 1963 trat er der Armee bei, nachdem Indien den Indisch-Chinesischen Grenzkrieg verloren hatte. Während des Zweiten Indisch-Pakistanischen Kriegs war er 1965 der einzige Überlebende eines pakistanischen Luftschlags gegen den Grenzposten, an dem er stationiert war.<ref name="WSJ">Paul Beckett und Krishna Pokharel: Anna Hazare Styled a Life of Public Action After Gandhi; Wall Street Journal Online, 20. August 2011.</ref> 1975 verließ Hazare das Militär. Anschließend half er, die Lebensqualität in seinem verarmten Heimatdorf zu verbessern. Gemäß der Lehren Mahatma Gandhis wurde insbesondere die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft verbessert.<ref name="WSJ" /> 1991 gründete er die Volksbewegung gegen Korruption.<ref>Indiens "großer Bruder" fastet für Gerechtigkeit, derstandard.at, 18. August 2011.</ref> 1992 wurde er für sein Engagement mit dem Padma Bhushan, dem dritthöchsten indischen Zivilorden, ausgezeichnet.<ref>Padme Bushan, Verzeichnis bei india.gov.in, aufgerufen am 22. August 2011.</ref>

Am 5. April 2011 trat Hazare in einen Hungerstreik, um die Regierung zu veranlassen, Anti-Korruptionsmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Er löste eine Massenbewegung aus, die sich unter anderem im Internet formierte.<ref>Sophie Mühlmann: Mahatma Gandhi mit Internetgemeinde, Welt Online, 18. August 2011.</ref> Die Regierung kam den Forderungen schließlich nach und setzte eine aus Regierungsvertretern und zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammengesetzte Kommission ein, die sich des Problems annehmen sollte. Am 9. April brach Hazare den Hungerstreik daraufhin ab.

Da der Gesetzesentwurf, der dem Parlament vorgelegt wurde, seiner Meinung nach viele Punkte offenließ und nicht geeignet war, das Problem der Korruption zu lösen, kündigte Hazare an, im August erneut in einen Hungerstreik zu treten. Am 16. August wurde er verhaftet und sollte erst unter der Auflage, nicht zu hungern, freigelassen werden. Hazare begann seinen Hungerstreik daraufhin im Gefängnis und blieb freiwillig dort. Am 19. August verließ er die Haftanstalt und setzt seinen öffentlichkeitswirksamen Hungerstreik zunächst fort.<ref>Tobias Matern: Hungern im Namen Gandhis, Süddeutsche Zeitung Online, 22. August 2011.</ref> Erst nachdem das Parlament bei seinen Beratungen über ein Anti-Korruptionsgesetz Bereitschaft signalisiert hatte, auf wesentliche Forderungen Hazares einzugehen, brach er seine Aktion am 28. August 2011 ab.<ref>Der Tagesspiegel vom 28. August 2011: Hunger auf mehr.</ref> Vor zehntausenden jubelnden Anhängern im Zentrum von Neu-Delhi nahm er ein paar Schlucke Kokosmilch und Honig zu sich. Zu seinen Forderungen zählte vor allem die Schaffung einer unabhängigen Behörde, die alle Minister, Abgeordnete und Beamte überwacht, sowie Ombudsmänner in allen 29 Bundesstaaten.<ref>Anna Hazare beendet Hungerstreik Zeit Online, 28. August 2011.</ref>

Weblinks

Commons: Anna Hazare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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