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Apollo-Optik

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Apollo-Optik Holding GmbH & Co. KG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Apollo-Optik Logo.svg
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1972<ref name="Gründung">P. Maier: Schöne Optik. In: Börse Online. 29. August 2016, abgerufen am 29. April 2021 (Im Printmagazin veröffentlicht am 18. August 2016).</ref>
Sitz Schwabach, Deutschland
Leitung Alex Versteeg, Massimiliano Mutinelli & Antonio D’Agostino<ref>Apollo-Optik Holding GmbH & Co. KG: Impressum. In: apollo.de. Abgerufen am 2. Februar 2023 (Angaben auf der Unternehmenswebsite).</ref>
Mitarbeiterzahl Rund 5.000 (2023)<ref name="BfA-23">Augenoptikermeister (m/w/d). In: arbeitsagentur.de. 3. März 2023, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. März 2023; abgerufen am 21. März 2023 (Stellenanzeige bei der Bundesagentur für Arbeit).</ref>
Umsatz 790 Mio. EUR (2021)<ref name="Umsatz-Filialen-2021">Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen: Branchenbericht 2021/2022. Augenoptik in Zahlen. S. 11 (online [PDF]).</ref>
Branche Einzelhandel, Optiker
Website www.apollo.de

Apollo-Optik ist ein 1972 gegründetes Augenoptik-Unternehmen mit rund 900 Filialen in Deutschland (Stand: März 2023).<ref name="rd-900">Apollo-Optik Holding GmbH & Co. KG: Jetzt Ihre Filiale finden. Abgerufen am 21. März 2023 (Website des Unternehmens).</ref> Unternehmensschwerpunkt ist der Verkauf von Brillen, Sonnenbrillen und Kontaktlinsen, an rund 80 Standorten werden auch Hörgeräte angeboten. Die Dienstleistungszentrale und die Fertigung des Unternehmens, das zur GrandVision B.V. und seit deren Übernahme zu EssilorLuxottica gehört,<ref>Caitlyn Terra: Die Pläne von GrandVision nach der Übernahme durch EssilorLuxottica. In: fashionunited.de. 23. März 2022, abgerufen am 31. März 2023.</ref> befinden sich in Schwabach.

Datei:Filiale Apollo.jpg
Apollo-Optik Filiale

Geschichte

Apollo wurde 1969 als Marke der Foto-Quelle eingetragen.<ref>Anja Kummerow: Madeleine Schickedanz. Vom Untergang einer deutschen Familie und des Quelle-Imperiums. mvg, München 2010, ISBN 978-3-86882-170-3, Online-Fundstelle.</ref> Eigenständiges Unternehmen wurde Apollo 1972.<ref name="Gründung" /> 1985 erwirtschaftete es mit 68 Filialen einen Umsatz von rund 130 Millionen DM.<ref>Brillenmarkt. Wie bei Tante Emma. In: Wirtschaftswoche, 22. Februar 1985.</ref> 1987 war die Zahl der Filialen in Deutschland auf 80 gestiegen, in den Niederlanden gab es 16 und in Österreich 26.<ref name="HB-1987-04-13">Apollo Optik. Umsatz stieg 1986 um 12 %. 80. Augenoptik-Studio in Köln eröffnet. Auf Wachstumskurs mit einem modernen Ladentyp und rund 1000 Brillenmodellen. In: Handelsblatt, 13. April 1987.</ref> 1987 starteten zudem die ersten drei Filialen im Franchise-System.<ref name="HB-1987-04-13" /> Zum Wachstum trug damals auch die Anmietung von Verkaufsflächen in Kaufhäusern wie Horten, Kaufring, Kaufhof oder Wertkauf bei.<ref>Warenhäuser: Angriff auf Fachhandels-Domänen. In: Absatzwirtschaft, 1. September 1986.</ref><ref name="HB-1987-04-13" />

Das Unternehmen übernahm 1991 die Optofot Jena GmbH, in der die Verkaufsstellen des früheren Zeiss-Kombinats Jena gebündelt waren.<ref>Apollo-Optik kauft die Zeiss-Läden. In: Handelsblatt, 19. Juni 1991.</ref><ref>Apollo-Optik erwirbt 45 Läden von Carl Zeiss. In: Handelsblatt, 10. Juli 1991.</ref> Im Jahr darauf erwarb Apollo die AugenTrend Optik GmbH mit elf Fachgeschäften. Auf diese Weise stieg die Zahl der Apollo-Filialen auf 161; hinzu kamen 34 Fachgeschäfte der Tochtergesellschaft Optofot.<ref>Apollo-Optik will „mit Augenmaß“ expandieren. In: Handelsblatt, 15. April 1993.</ref> 1996 erwirtschafteten 139 Apollo-Filialen und 79 Franchise-Geschäfte einen Gesamtumsatz von 301 Mio. DM.<ref>Apollo-Optik steht zum Verkauf. In: Lebensmittel Zeitung, 5. September 1997.</ref>

Die Schickedanz-Gruppe veräußerte Apollo-Optik Ende 1997 mit Wirkung zum 1. Februar 1998 an die niederländische Pearle Europe B. V. Hintergrund waren rückläufige Erträge durch die Gesundheitsreform. Zudem habe sich die Schickedanz-Gruppe auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren wollen. Auch die Schwester Revue Augenoptik in Österreich ging an Pearle.<ref>Schickedanz verkauft Apollo-Optik. In: Börsen-Zeitung, 30. Dezember 1997.</ref><ref>Schickedanz trennt sich von Apollo-Optik. In: Handelsblatt, 30. Dezember 1997.</ref> Im Jahr 2000 folgte die Übernahme des Optik-Geschäfts von Karstadt.<ref>Apollo übernimmt von Karstadt Optik-Läden. In: Handelsblatt, 28. Januar 2000.</ref> Der dänische Optik-Anbieter Synoptik erwarb zum Jahresbeginn 2001 Ruhnke Optik.<ref>Ruhnke Optik: Neue Eigentümer. In: euro-focus.de. 1. Februar 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Juni 2021; abgerufen am 29. April 2021.</ref> Bereits ein Jahr später erwarb Apollo die deutschen Filialen von Synoptik und gliederte diese 2004 vollständig ein.<ref>Birger Nicolai: Apollo Optik will es mit Fielmann aufnehmen. In: Die Welt, 16. Dezember 2004.</ref> Apollo übernahm 2006 Krane Optik, damals Deutschlands drittgrößter Optik-Filialist.<ref>Optiker-Kette Apollo will zukaufen. In: Handelsblatt (online). 30. April 2006, abgerufen am 29. April 2021.</ref><ref>Apollo greift Marktführer Fielmann an. In: Wirtschaftswoche online, 29. August 2006.</ref> Seine fünfhundertste Filiale eröffnete Apollo Anfang 2007.<ref>Apollo lässt Optiker singen. In: Horizont, 22. Januar 2007.</ref><ref>Kurz notiert. In: Lebensmittel Zeitung, 26. Januar 2007.</ref>

Durch die Mitte 2010 angekündigte Fusion von Pearle und GrandVision S.A. zur GrandVision B.V. wurde Apollo Teil des weltweit zweitgrößten Augenoptik-Unternehmens,<ref>Zusammenschluss: Pearle Europe und GrandVision. In: euro-focus.de. 20. August 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Juni 2021; abgerufen am 29. April 2021.</ref> das im Februar 2015 an die Börse ging.<ref>Apollo-Optik-Besitzer GrandVision feiert gelungenen Start. In: news.guidants.com. Abgerufen am 29. April 2021.</ref> Im Jahr darauf startete Apollo sein Online-Geschäft.<ref>Thomas Kuhn: Apollo-Optik steigt ins Online-Geschäft ein. In: Wirtschaftswoche online. 28. Juli 2016, abgerufen am 30. April 2021.</ref> Mitte 2019 verkündete EssilorLuxottica, der weltweit größte Hersteller von Brillenfassungen und Linsen,<ref>Georg Giersberg: Viel verkauft – wenig eingenommen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Dezember 2019.</ref> seine Absicht, GrandVision zu übernehmen.<ref>„Ray Ban“-Mutter schluckt Apollo-Eigentümer. In: n-tv. 31. Juli 2019, abgerufen am 30. April 2021.</ref><ref>EssilorLuxottica will weiter kaufen. In: Börsen-Zeitung, 8. August 2019.</ref> Die Europäische Kommission genehmigte den Deal im März 2021 mit einigen Auflagen,<ref>EC clears EssilorLuxottica GrandVision takeover. In: ioassn.org. 29. März 2021, abgerufen am 30. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Genehmigungen anderer Aufsichtsbehörden lagen zu diesem Zeitpunkt ebenfalls vor.<ref>GrandVision Retail Holding B.V.: European Commission approves acquisition of GrandVision majority stake by EssilorLuxottica. In: globenewswire.com. 23. März 2021, abgerufen am 30. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pressemeldung des Unternehmens).</ref> Nachdem EssilorLuxottica zwischenzeitlich vor einem Schiedsgericht das Recht erstritten hatte, von dem Kauf doch noch zurücktreten zu dürfen,<ref>GrandVision N.V.: Court of Appeal rules in favor of GrandVision. In: investors.grandvision.com. 6. April 2021, abgerufen am 20. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Presseerklärung des Unternehmens).</ref> wurde die Übernahme zum 1. Juli 2021 vollzogen.<ref>Grandvision: Überraschende Kehrtwende: Apollo-Optik-Mutter wird nun doch geschluckt. Abgerufen am 5. Dezember 2022.</ref>

Sortiment

Zum Sortiment<ref>Angaben zum Sortiment siehe die Rubriken auf der Unternehmenswebsite. Abgerufen am 30. April 2021.</ref> gehören Brillen, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Hörgeräte, Hörschutz-Utensilien sowie entsprechende Pflegeprodukte.

Organisation und Umsatz

Apollo zählt zum global agierenden niederländischen Augenoptik-Unternehmen GrandVision. Gemessen an seinen Filialen (März 2023: rund 900)<ref name="rd-900" /> ist das Unternehmen der größte Augenoptik-Filialist in Deutschland.<ref name="Umsatz-Filialen-2021" /> 2023 hatte das Unternehmen rund 220 Franchisenehmer.<ref>Franchise bei Apollo. In: apollo.de. Abgerufen am 31. März 2023 (Website des Unternehmens).</ref>

Apollo gibt keine Umsatzzahlen bekannt. Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen schätzt diesen für 2021 auf 790 Mio. Euro. Damit liegt das Unternehmen hinter Fielmann in Deutschland auf Rang 2.<ref name="Umsatz-Filialen-2021" />

Leitung und Mitarbeiter

Alex Versteeg wurde zum 1. April 2025 als zusätzlicher Geschäftsführer bestellt. Massimiliano Mutinelli & Antonio D’Agostino übernahmen vorher zum 1. Januar 2025 die Leitung<ref>CEO verlässt Unternehmen. In: Der Augenoptiker, Heft 3, 2023, S. 8.</ref> als Geschäftsführer und bleiben dem Unternehmen weiterhin erhalten. In den Filialen und in der Unternehmenszentrale arbeiten rund 5.000 Mitarbeiter.<ref name="BfA-23" /> Zu Fort- und Weiterbildungszwecken unterhält Apollo eine eigene Akademie.<ref>Apollo-Optik Holding GmbH & Co. KG: Apollo im Überblick. In: cos.flexvault.de. 2020, abgerufen am 29. April 2021 (Presseinformation des Unternehmens).</ref>

Auszeichnungen

Kontroversen

Das Unternehmen löste mit einigen seiner Werbekampagnen Kontroversen aus, die teils zu Gerichtsurteilen gegen Apollo-Optik führten. Dazu zählten 1999 ein Rechtsstreit über eine Happy Hour,<ref>Keine „Happy Hour“ bei Apollo-Optik. In: Darmstädter Echo, 14. Januar 1999.</ref> 2001 ein Rechtsstreit über vergünstigte Verkäufe an Mitarbeiter und deren Bekannte<ref>Empfindliche Strafe für Apollo Optik. In: Der Augenoptiker, Heft 8, 2001.</ref> und 2006 eine Kampagne zur Werbung von Kunden durch Kunden.<ref>Keine Prämien bei Werbung für Medizinprodukte. Apollo Optik unterliegt vor dem Bundesgerichtshof. In: Berliner Zeitung, 8. Juli 2006.</ref><ref>Binder klagte gegen Apollo. In: Der Augenoptiker, Heft 8, 2006.</ref>

2003 und 2004 ergingen Gerichtsurteile, die das Franchise betrafen. Einige Apollo-Franchisenehmer hatten erfolgreich gegen teilvorenthaltene Rabatte beim Einkauf<ref>Franchisenehmer und Apollo Optik streiten um Rabatte. In: Handelsblatt, 27. Februar 2002.</ref><ref>Entscheidung des Kartellsenats im Streit zwischen Apollo Optik und drei Franchisenehmern. In: Der Augenoptiker, Heft 7, 2003.</ref> sowie gegen Vorgaben der Preisgestaltung und Kostenregelungen für Werbekampagnen geklagt.<ref>Rechtsprechung – Wettbewerbsrecht. In: WM Wertpapier Mitteilungen. Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht, Heft 3/2004, S. 150–154.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Apollo-Optik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Koordinaten: 49° 19′ 40″ N, 11° 1′ 47″ O

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