Zum Inhalt springen

Annobonesische Sprache

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. Mai 2025 um 18:23 Uhr durch imported>Bertramz (Änderung 256524178 von 2001:7D0:84A6:B880:246D:4F60:510:8EA3 rückgängig gemacht; "wurde von den...Frauen gesprochen").
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Fá d’Ambô

Gesprochen in

Äquatorialguinea (hauptsächlich auf der Insel Annobón; einige Sprecher auf der Insel Bioko)
Sprecher 2.500<ref>Ethnologue</ref><ref>John A. Holm: Pidgins and Creoles: Reference Survey. Cambridge University Press, Cambridge 1989, ISBN 978-0-521-35940-5, S. 277.</ref>
Linguistische
Klassifikation

Kreolsprache

Sprachcodes
ISO 639-2 cpp
ISO 639-3 fab

Die annobonesische Sprache, unter ihren Sprechern als Fá d’Ambô oder Fa d’Ambu bekannt, ist eine Verkehrssprache auf der zu Äquatorialguinea gehörenden Insel Annobón.

Sie wird von ca. 2500 Personen auf den Inseln Annobón und Bioko vor der Küste Äquatorialguineas gesprochen, vor allem von Personen gemischter schwarzafrikanischer und spanisch-portugiesischer Herkunft. Annobonesisch ist ein portugiesisches Kreol. Es wird im Portugiesischen als Falar de Ano Bom oder anobonense bezeichnet, als anobonés im Spanischen.

Herkunft

Die Sprache wurde ursprünglich von den Nachkommen portugiesischer Männer und meist aus São Tomé und Angola entführten versklavten Frauen aus Bantu-Völkern gesprochen. Es ist daher eine Mischung aus Portugiesisch und Saotomensisch.

Besonderheiten

Annobonesisch teilt sich mit dem Saotomensisch die gleiche Oberflächenstruktur und 82 % des Wortschatzes. Nachdem Annobón an Spanien übertragen wurde, erhielt die Sprache einige Wörter spanischer Herkunft, etwa 10 % ihres Wortschatzes; genauer ist der Anteil nicht zu bestimmen, da Spanisch und Portugiesisch als iberoromanische Sprachen eng verwandt sind. Heutzutage sind Spanisch und Standardportugiesisch die alleinigen Amtssprachen der Insel. Portugiesisch wird als liturgische Sprache verwendet und wurde erst 2007 zur dritten Amtssprache Äquatorialguineas nach Spanisch und Französisch erklärt.

Einzelnachweise

<references />