Zum Inhalt springen

Arno Hamburger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 2. Dezember 2025 um 11:44 Uhr durch imported>Orgelputzer (Änderungen von ~2025-37578-67 (Diskussion) auf die letzte Version von Sokrates 399 zurückgesetzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Arno Hamburger.png
Anlässlich der Eröffnung der Dauerausstellung Memorium Nürnberger Prozesse am 20. November 2010 präsentiert Arno Hamburger Reproduktionen einiger Prozessakten.

Arno Siegfried Hamburger (geboren am 15. Februar 1923 in Nürnberg; gestorben am 26. September 2013<ref>Tod eines Charakterkopfes: Nürnberg trauert um Arno Hamburger. Nachruf auf nordbayern.de vom 30. September 2013 (abgerufen am 30. September 2013).</ref><ref>nuernberg.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Abschied von einem großen Nürnberger: OB Dr. Ulrich Maly zum Tod von Arno Hamburger (Memento vom 5. Oktober 2013 im Internet Archive)</ref>) war ein deutscher Politiker (SPD) und seit 1972 mit einer Unterbrechung Erster Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg (IKGN) und Stadtrat.

Leben

Arno Hamburger wuchs im Nürnberger Stadtteil St. Leonhard auf. Im August 1939 konnte er im Rahmen der Jugend-Alija über Italien nach Palästina emigrieren. Ab 1941 diente er in der britischen Armee und nahm später als Dolmetscher und Übersetzer an den Nürnberger Nachfolgeprozessen teil (ab 1. Oktober 1946)<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Das Grauen der Nazis kam noch einmal zurück.] In: http://www.abendzeitung-muenchen.de. Abendzeitung Digital GmbH & Co KG, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. September 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>. In dieser Zeit engagierte er sich auch stark in der Jugendarbeit in Nürnberg und beim Wiederaufbau einer demokratischen Gesellschaft.

Hamburger war seit 1972 für die SPD im Nürnberger Stadtrat. Er war Mitglied im Ältestenrat und arbeitete in mehreren Ausschüssen.

Von 1976 bis 1992 war er Vorsitzender des TuSpo Nürnberg. Unter seinem Vorsitz stiegen die Handballmänner drei Mal in die Handball-Bundesliga auf<ref name="wp">Wieland Peter: Bundesliga-Traum platzte abrupt, www.nordbayern.de, 19. Januar 2007 (27. Dezember 2012)</ref> und sofort wieder ab.

Einige Verwandte von Hamburger wurden von den Nationalsozialisten deportiert. Eine Tante wurde im Alter von 29 Jahren in den Osten verschleppt. Die Großeltern waren im Vernichtungslager Sobibor und ein Onkel im KZ Mauthausen ermordet worden. Aufgrund seiner politisch exponierten Stellung wurde Arno Hamburger oft von Alt- und Neonazis angefeindet und beschimpft.

Aus Protest gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer gab Hamburger 2009 seine Bundesverdienstkreuze zurück.<ref name="hamburger_rueckgabe">Arno Hamburger gibt seine Orden zurück, Nürnberger Nachrichten, 2. September 2009</ref>

Das Adolf-Hamburger-Heim, ein Senioren- und Pflegeheim in Nürnberg, ist nach seinem Vater benannt. Nach Arno Hamburger ist eine Straße in Nürnberg benannt.<ref>https://www.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_46813.html</ref>

Auszeichnungen

Datei:Charlotte Knobloch erinnert an Arno Hamburger.jpg
Bei der Trauerfeier der Stadt Nürnberg erinnert Charlotte Knobloch an Arno Hamburger.

Weblinks

Commons: Arno Hamburger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein