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Selbstadjungierte Matrix

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. April 2025 um 13:52 Uhr durch imported>Rigormath (Transponieren mit aufrechtem T statt kursivem T. Siehe Tabelle 15 Matrices in ISO 80000-2, frei zugänglich unter https://fr.wikipedia.org/wiki/ISO/CEI_80000-2#Lien_externe [archive].).
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Eine selbstadjungierte Matrix ist ein Objekt aus dem mathematischen Teilgebiet der linearen Algebra. Es handelt sich um eine spezielle Art von quadratischen Matrizen. Sind die Koeffizienten einer selbstadjungierten Matrix reell, so ist sie gerade eine symmetrische Matrix, und sind die Koeffizienten komplex, so ist sie eine hermitesche Matrix.

Definition

Sei <math>\mathbb{K} \in \{\R, \Complex\}</math> der reelle oder komplexe Zahlenkörper und sei <math>\langle \cdot , \cdot \rangle</math> das Standardskalarprodukt auf <math>\mathbb{K}^n</math>. Eine Matrix <math>A</math> heißt selbstadjungiert, wenn

<math>\langle Ay , x \rangle = \langle y , Ax \rangle</math>

für alle <math>x , y \in \mathbb{K}^n</math> gilt.<ref>Guido Walz (Hrsg.): Lexikon der Mathematik. in sechs Bänden. 1. Auflage. Band ?. Spektrum Akademischer Verlag, Mannheim / Heidelberg 2000, ISBN 3-8274-0439-8, S. ?.</ref> Die Matrix <math>A</math> wird hier als lineare Abbildung auf dem <math>\mathbb{K}^n</math> aufgefasst.

Beispiele

  • Die Matrix
<math>

\begin{pmatrix}3&2+i\\ 2-i&1\end{pmatrix}</math>

mit <math>i</math> als der imaginären Einheit ist selbstadjungiert bezüglich des Standardskalarproduktes auf <math>\Complex^n</math> wegen
<math>\begin{pmatrix}

3&2+i\\ 2-i&1 \\ \end{pmatrix}^* = \begin{pmatrix} 3&\overline{2-i}\\ \overline{2+i}&1 \\ \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 3&2+i\\ 2-i&1 \\ \end{pmatrix}. </math>

<math>

\sigma_1 = \begin{pmatrix} 0 & 1\\ 1 & 0 \end{pmatrix},\quad

\sigma_2 = \begin{pmatrix} 0 & -i\\ i & 0 \end{pmatrix},\quad

\sigma_3 = \begin{pmatrix} 1 & 0\\ 0 & -1 \end{pmatrix} </math>

sind selbstadjungiert.

Eigenschaften

Eine reelle Matrix ist genau dann selbstadjungiert, wenn sie symmetrisch ist, also wenn <math>A=A^\mathsf{T}</math> gilt, da

<math>\langle Ay , x \rangle = (Ay)^\mathsf{T}x = y^\mathsf{T}A^\mathsf{T}x = y^\mathsf{T}Ax = y^\mathsf{T}(Ax) = \langle y , Ax \rangle</math>.

Analog dazu ist eine komplexe Matrix genau dann selbstadjungiert, wenn sie hermitesch ist, also wenn <math>A=A^*</math> gilt, da

<math>\langle Ay , x \rangle = (Ay)^*x = y^*A^*x = y^*Ax = y^*(Ax) = \langle y , Ax \rangle</math>.

Jede selbstadjungierte Matrix ist auch normal, das heißt, es gilt

<math>A^{*} \cdot A = A\cdot A^{*}</math>.

Die Umkehrung gilt im Allgemeinen nicht.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

Weblinks