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Rudolf Manuwald

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Rudolf Manuwald (* 11. Februar 1916 in Annaberg; † 10. Dezember 2002 in Annaberg-Buchholz) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben und Werk

Nach dem Besuch der Volksschule und des Realgymnasiums in Annaberg war Manuwald als Schaufensterdekorateur und Reklamemaler tätig. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Er nahm am Krieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1945 nach Annaberg zurückkam.

Dort beschäftigte er sich freischaffend als Maler und Grafiker. Zum anerkannten Künstler, hauptsächlich im Raum Erzgebirge, entwickelte er sich im Wesentlichen autodidaktisch. Von 1952 bis 1990 war er Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR, ab 1992 Mitglied des Chemnitzer Künstlerverbands und des Annaberger Ateliers.

Er erhielt zweimal die Johannes-R.-Becher-Medaille. Von Manuwald entworfene oder ausgeführte architekturbezogene Arbeiten finden sich u. a. in der Löwen-Apotheke in Annaberg-Buchholz, im Speiseraum des Kulturhauses Lauter, in Kultur- und Industriebauten in Zschopau, Geyer und Chemnitz sowie in Ferienheimen (jetzt zum Teil Hotels) in Oberwiesenthal. Diese Werke entstanden oft auch in Zusammenarbeit mit dem Holzbildhauer Heinz Heger. Manuwald beschäftigte sich auch mit dem Bedrucken von Stoffen und Gardinen.

Der aus mehr als 300 Kunstwerken bestehende Nachlass von Manuwald wurde im April 2007 von seinem Sohn Olaf der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst im Schloss Schlettau als Schenkung überlassen.<ref>Manuwald, Rudolf - Sammlung "Erzgebirgische Landschaftskunst". Abgerufen am 18. April 2024.</ref>

Weitere Werkbeispiele

Ausstellungen (unvollständig)

  • 1948: Freiberg, Stadt- und Bergbaumuseum („3. Ausstellung Erzgebirgischer Künstler“)<ref>Bot-Check. Abgerufen am 12. April 2026.</ref>
  • 1963: Karl-Marx-Stadt, Museum am Theaterplatz („10 Jahre Architektur, bildende Kunst und bildnerisches Volksschaffen in Karl-Marx-Stadt“)<ref>Bot-Check. Abgerufen am 12. April 2026.</ref>
  • 1985: Karl-Marx-Stadt, Bezirkskunstausstellung
  • weitere Ausstellungen in Berlin, Ahrenshoop, Halle und Prag.

Literatur

  • Künstler aus dem Kreis Annaberg, Rat des Kreises Annaberg, Abteilung Kultur, 1980
  • Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 571

Weblink

Einzelnachweise

<references />

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