Zum Inhalt springen

Magdalenefjord

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. April 2023 um 13:49 Uhr durch imported>Didionline (HC: Entferne Kategorie:Spitzbergen; Ergänze Kategorie:Geographie (Spitzbergen, Insel)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Magdalenefjord
Datei:Magdalenefjorden.jpg
Der Magdalenefjord

Der Magdalenefjord

Gewässer Arktischer Ozean
Landmasse Spitzbergen
Geographische Lage 79° 33′ 54″ N, 10° 52′ 30″ OKoordinaten: 79° 33′ 54″ N, 10° 52′ 30″ O
 {{#coordinates:79,565|10,875|primary
dim=8000 globe= name=Magdalenefjord region=SJ type=waterbody
  }}
Magdalenefjord (Svalbard und Jan Mayen)
Magdalenefjord (Svalbard und Jan Mayen)
Breite 5 km
Tiefe 8 km
Karte des Albert-I-Lands, mit dem Magdalenefjord im Südwesten
Karte des Albert-I-Lands,
mit dem Magdalenefjord im Südwesten

Karte des Albert-I-Lands,
mit dem Magdalenefjord im Südwesten

Der Magdalenefjord ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Fjord in Albert-I-Land im äußersten Nordwesten der Insel Spitzbergen. Wegen seiner landschaftlichen Schönheit und in den Sommermonaten guten Erreichbarkeit ist er ein beliebtes Ziel von Kreuzfahrten und touristischen Expeditionsreisen.

Geographie

Der Magdalenefjord ist acht Kilometer lang und bis zu fünf Kilometer breit.<ref>Magdalenefjorden. In: The Place Names of Svalbard (Erstausgabe 1942). Norsk Polarinstitutt, Oslo 2001, ISBN 82-90307-82-9 (englisch, norwegisch).</ref> Er trennt die Halbinseln Hoelhalvøya im Süden und Reuschhalvøya im Norden. Mit den Donkenholmane besitzt er einige kleine Inseln. In den Magdalenefjord münden mehrere Gletscher. Der größte ist der sieben Kilometer lange Waggonwaybreen mit einer hohen Abbruchkante am Fjordende.<ref>Waggonwaybreen. In: The Place Names of Svalbard (Erstausgabe 1942). Norsk Polarinstitutt, Oslo 2001, ISBN 82-90307-82-9 (englisch, norwegisch).</ref>

Geschichte

Der Magdalenefjord wurde erstmals am 25. Juni 1596 von Willem Barents erreicht.<ref>Martin Conway: No Man’s Land. A History of Spitsbergen from Its Discovery in 1596 to the Beginning of the Scientific Exploration of the Country. University Press, Cambridge 1906, S. 14</ref> Barents ging hier an Land und nahm Spitzbergen formal für die Niederlande in Besitz. Nach zwei gefundenen Walrosszähnen benannte er den Fjord Tandenbaai (deutsch Zahnbucht), aber schon auf den Karten des frühen 17. Jahrhunderts findet man den heutigen Namen in verschiedenen Abwandlungen.<ref>Martin Conway: No Man’s Land. A History of Spitsbergen from Its Discovery in 1596 to the Beginning of the Scientific Exploration of the Country. University Press, Cambridge 1906, S. 354</ref>

Am südlichen Ufer, bei Gravneset (deutsch auch Gräberhalbinsel), befand sich am Anfang des 17. Jahrhunderts die englische Walfangstation Trinity Harbour, die aber bereits 1623 aufgegeben wurde.<ref>Øystein Overrein, Jørn Henriksen, Bjørn Fossli Johansen, Kristin Prestvold: Gravneset in Magdalenefjorden (79° 30′ N 11° 00′ E). Cruise Handbook of Svalbard, Norsk Polarinstitutt, abgerufen am 3. Februar 2016.</ref> Reste von vier Trankesseln sind heute noch vorhanden. Die Walfänger nutzten den Ort vom frühen 17. bis späten 18. Jahrhundert auch als Friedhof. Mit etwa 130 Gräbern gehört Gravneset zu den größten historischen Bestattungsorten Svalbards.

1973 wurde der Magdalenefjord Teil des Nordvest-Spitsbergen-Nationalparks.

Tourismus

Der Magdalenefjord wird im Sommer von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Die Landgänge der Passagiere haben auf Gravneset bereits deutliche Schäden an der empfindlichen Vegetation angerichtet. 2006 besuchten den Fjord über 16.000 Touristen.<ref>Anika Laubitz-Bertram: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tourismus auf Spitzbergen – sozio-ökonomische Chancen und ökologische Risiken (Memento vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive) (PDF; 2,01 MB). Bachelorarbeit, Naturwissenschaftliche Fakultät der Leibniz Universität Hannover, 2009.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Magdalenefjorden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien