Tommy Robinson
Tommy Robinson (* 27. November 1982 in Luton; weitere Pseudonyme: Andrew McMaster, Paul Harris; bürgerlich Stephen Yaxley-Lennon)<ref name="BBC World Artikel">EDL leader Stephen Lennon jailed for false passport offence. In: bbc.co.uk. 7. Januar 2013, abgerufen am 26. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ist ein britischer islamfeindlicher Aktivist und zählt dort zu den bekanntesten rechtsextremen Akteuren.<ref>Lisa Mahnke: Eklat um Elon Musk: Trump-Flüsterer setzt sich für inhaftierten Rechtsextremen ein. In: Frankfurter Rundschau. 2. Januar 2025, abgerufen am 16. November 2025.</ref><ref>Musk ruft zu Freilassung von rechtsradikalem britischen Aktivisten auf. In: Die Welt. 3. Januar 2025, abgerufen am 16. November 2025.</ref> Er ist Gründer und ehemaliger Leiter der English Defence League (EDL), die wiederholt als rechtspopulistisch bis rechtsextrem und als islamfeindlich eingestuft wurde – eine Einschätzung, die Robinson teilt und die ihn nach eigener Aussage zum Rücktritt veranlasste. Er ist auch Mitgründer der European Defence League und war 2012 kurzzeitig Vizevorsitzender der rechtsextremen<ref>Len Tingle: Far right targets West Yorkshire with rallies. In: bbc.com. 14. August 2012, abgerufen am 20. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und islamfeindlichen British Freedom Party (BFP). Er unterstützt außerdem die deutsche Pegida-Bewegung und beteiligt sich an der Organisation des britischen Ablegers.
Ende Oktober 2024 wurde Robinson wegen Missachtung des Gerichts zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt.<ref>Sophie Barkey: England: Rechtsextremist Tommy Robinson muss ins Gefängnis. In: Berliner Zeitung. 28. Oktober 2024, abgerufen am 16. November 2025.</ref>
Leben und politisches Wirken
Tommy Robinson wurde als Stephen Yaxley-Lennon 1982 im britischen Luton geboren. Er begann eine Ausbildung am Flughafen Luton. 2005 wurde er wegen Körperverletzung zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach der Entlassung arbeitete er zunächst als Klempner und eröffnete später ein Sonnenstudio.<ref>Dominic Casciani: Tommy Robinson: The rancour, rhetoric and riches of brand Tommy. In: bbc.com. 11. Juli 2019, abgerufen am 26. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im August 2009 stieg er zur Führungsfigur der neu gegründeten English Defence League auf, nachdem er aus einem Richtungsstreit als Sieger hervorgegangen war. Zunächst trat er aus Sorge vor islamistischen und linksextremen Übergriffen in der Öffentlichkeit nur maskiert auf, bis es im April 2010 einem Fotografen gelang, sein Gesicht zu fotografieren. Im Juni desselben Jahres enthüllte das antifaschistische Searchlight Magazine, dass es sich bei Robinson um Yaxley-Lennon handele, der wegen des Angriffs auf einen Polizisten außer Dienst zu zwölf Monaten Gefängnis verurteilt worden war, und entgegen seiner vorgeblichen Distanzierung von der rechtsextremen British National Party (BNP) für zwölf Monate deren Mitglied gewesen sei.<ref name="copsey2010-13-14" /> 2011 bestritt Robinson Behauptungen von Anders Behring Breivik, wonach jener über umfangreiche Kontakte zur EDL verfüge und an einer ihrer Demonstrationen in Bradford teilgenommen habe.<ref>Mark Hughes, Gordon Rayner: Norway killer Anders Behring Breivik had extensive links to English Defence League. In: telegraph.co.uk. 25. Juli 2011, abgerufen am 18. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Gordon Rayner: Norway killer Anders Behring Breivik emailed 'manifesto' to 250 British contacts. In: telegraph.co.uk. 26. Juli 2011, abgerufen am 28. November 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>BigJay: Official Statement – Anders Breivik. In: englishdefenceleague.org. 24. Juli 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Juli 2011; abgerufen am 17. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 6. Juli 2011 schloss die English Defence League einen Kooperationsvertrag mit der rechtspopulistischen Partei British Freedom um den Vorsitzenden Paul Weston, dabei wurden er und der EDL-Vizeleiter Kevin Carroll 2012 zu stellvertretenden Vorsitzenden ernannt.<ref>EDL and British Freedom Press Conference auf YouTube, 6. Juli 2013, abgerufen am 16. September 2018.</ref> Robinson legte aber schon im Oktober 2012 alle Ämter der British Freedom Partei nieder.<ref>Tommy Robinson Steps Down From Party To Devote All His Energy to EDL. In: britishfreedom.org. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Oktober 2012; abgerufen am 1. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 8. Oktober 2013 gab die Quilliam Foundation bekannt, dass Robinson und Kevin Carroll die gemeinsame Führung der English Defence League verlassen wollen, da sie Bedenken wegen der zunehmenden Instrumentalisierung durch Rechtsextreme hätten. Sie seien zwar nach wie vor gegen den Islamismus, wollen diesem jedoch mit demokratischen Mitteln entgegentreten.<ref>Quilliam facilitates Tommy Robinson leaving the English Defence League. In: quilliaminternational.com. 8. Oktober 2013, abgerufen am 30. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>EDL leader Tommy Robinson quits group. In: bbc.com. 8. Oktober 2013, abgerufen am 27. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nachdem er 2014 wegen Versicherungsbetrugs im Gefängnis gesessen hatte, kehrte Robinson radikal wie zu EDL-Zeiten zurück. Am 19. Oktober 2015 nahm er als einer von mehreren internationalen Gastrednern am einjährigen Jubiläum der deutschen muslimfeindlichen Protestbewegung Pegida in Dresden teil; seine Rede wurde von Götz Kubitschek auf Deutsch übersetzt bzw. vorgelesen.<ref>Demo in Dresden am 19. Oktober 2015 – Pegida – Rede 11 – Tommy Robinson auf YouTube, 21. Oktober 2015, abgerufen am 14. September 2018.</ref> Ende 2016 gründete er Pegida UK als Ableger der deutschen Protestbewegung.
Am 22. November 2018 gab Gerard Batten, der Vorsitzende der UK Independence Party, bekannt, dass Robinson ihn zukünftig über die Themen Gruppenvergewaltigungen durch organisierte Banden (rape gangs) und Gefängnisreform beraten würde, weil er zu diesen Themen „ein großes Wissen“ habe. Die Ankündigung führte zu Protesten von verschiedenen Seiten und zum Austritt des bekannten UKIP-Politikers Nigel Farage aus der Partei.<ref>Nigel Farage: Ditch UKIP leader for hiring Tommy Robinson. BBC News, 23. November 2018, abgerufen am 23. November 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Former leader Nigel Farage quits UKIP. In: bbc.com. 4. Dezember 2018, abgerufen am 16. März 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im November 2018 hetzte Robinson gegen einen minderjährigen syrischen Flüchtling im Internet auf. Robinson gab zu, dass er Anschuldigungen gegen den damals 15-jährigen Schüler der Almondbury Community School auf Facebook in Umlauf gebracht hatte, der sich daraufhin aufgrund der großen Reichweite der Veröffentlichung – der Facebook-Post wurde von 900.000 Menschen gesehen – Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt sah und in der Folge seine Adresse ändern und seine Ausbildung abbrechen musste.<ref>Syrian refugee attack: Family plan to sue Tommy Robinson over allegations against teenage victim. In: independent.co.uk. 29. November 2018, abgerufen am 18. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Juli 2021 wurde Robinson wegen Verleumdung („libel“) zu 100.000 Pfund (117.000 Euro) Schadensersatz an den Schuljungen verurteilt.<ref>Tommy Robinson: Britischer Rechtsextremist muss 100.000 Pfund Schadensersatz zahlen. In: Spiegel Online. 22. Juli 2021, abgerufen am 23. Juli 2021.</ref><ref>Dominic Casciani: Tommy Robinson loses Jamal Hijazi libel case. In: bbc.com. 22. Juli 2021, abgerufen am 12. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im März 2019 nahm der Onlineversandhändler Amazon das Buch Mohammed’s Koran: Why Muslims kill for Islam aus dem Programm, das Robinson zusammen mit Peter McLoughlin herausgegeben hatte.<ref>Amazon bans book co-written by Tommy Robinson from their website. 7. März 2019, abgerufen am 18. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zuvor hatten schon die Social-Media-Plattformen Twitter, Instagram und Facebook die Auftritte von Robinson wegen wiederholter Verstöße gegen die Plattformrichtlinien gelöscht.<ref>Alex Hern, Jim Waterson: Tommy Robinson banned from Facebook and Instagram. In: theguardian.com. 26. Februar 2019, abgerufen am 14. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref></ref> Die Videoplattform YouTube sperrte Robinsons Konto zwar nicht komplett, schränkte die Funktionalität aber stark ein.<ref>Markus Richter: Rechtspopulismus bei YouTube – Eingeschränkt, aber nicht gesperrt. Gespräch mit Sebastian Wellendorf. In: deutschlandfunk.de. 4. April 2019, abgerufen am 20. April 2019.</ref> Nach der Twitter-Übernahme im November 2023 durch Elon Musk wurde Robinsons Account auf der seitdem X genannten Plattform entsperrt.<ref>Tommy Robinson and Katie Hopkins reinstated on X. In: BBC. 6. November 2023, abgerufen am 9. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im April 2019 gab Robinson seine Kandidatur als unabhängiger Kandidat für die Europawahl 2019 bekannt.<ref>Tommy Robinson 'standing as European elections candidate'. 25. April 2019, abgerufen am 28. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seine Kandidatur – als erklärter EU-Gegner – wurde in gemäßigten Kreisen scharf kritisiert und als der Versuch gewertet, durch seine mögliche Wahl und die daraus folgende Immunität als EU-Parlamentarier einer Haftstrafe aus dem zeitgleich laufenden Gerichtsverfahren zu entgehen.<ref>Nick Lowles: Anyone who votes for Tommy Robinson will be let down. In: Metro. 26. April 2019, abgerufen am 29. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der Wahl erhielt er allerdings nur 2,7 % der Stimmen.<ref>Jennifer Williams: What are the Greater Manchester European Election 2019 results? 27. Mai 2019, abgerufen am 27. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Strafverfahren und Haftstrafen
Robinson wurden seit 2005 mehrmals Straftaten, unter anderem Körperverletzung, Betrug, Einwanderungsbetrug, Landfriedensbruch und Drogenbesitz, vorgeworfen. Er wurde deshalb bisher zu mehr als 10 Haftstrafen rechtskräftig verurteilt: unter anderem 2005 für Körperverletzung, 2013 für die illegale Einreise in die USA, 2014 für Darlehensbetrug, sowie 2017 und 2019 für Missachtung des Gerichtes (contempt of court).<ref>Peter Stubley: Tommy Robinson case – live: EDL founder’s supporters attack journalists after he is jailed for contempt of court. In: independent.co.uk. 11. Juli 2019, abgerufen am 14. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2005 erhielt er seine erste Gefängnisstrafe über 12 Monate, da er betrunken einen Polizeibeamten angegriffen hatte, der allerdings nicht im Dienst war. Daraufhin verlor er seine Lehrstelle am Flughafen Luton.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Who is the real Tommy Robinson?] The Daily Telegraph, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 10. März 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Am 24. August 2010 wurde Robinson zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er eine Schlägerei zwischen Fans der Fußballvereine von Luton Town und Newport County angeführt hatte.<ref>EDL founder Stephen Lennon guilty over football brawl. In: bbc.com. 25. Juli 2011, abgerufen am 26. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 7. Januar 2013 wurde Robinson von einem britischen Gericht zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt, weil er mit dem Reisepass eines Freundes illegal in die USA eingereist war.<ref name="BBC World Artikel" /> Er legte gegen das Urteil Berufung ein und wurde am 22. Februar 2013 mit einem elektronischen Ortungssystem ausgestattet und aus der Untersuchungshaft, in welcher er sich seit Ende Oktober des Vorjahres befunden hatte, entlassen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, Guardian, 22. Februar 2013 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, International Business Times, 22. Oktober 2012. Abgerufen am 22. Februar 2013 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Ende 2013 bekannte sich Robinson des Bankbetrugs für schuldig.<ref>EDL founder Stephen Yaxley-Lennon admits mortgage fraud. In: bbc.com. 26. November 2013, abgerufen am 29. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Mai 2017 wurde Robinson in Canterbury wegen Missachtung des Gerichts (contempt of court) zu einer dreimonatigen Haftstrafe mit 18 Monaten Bewährung verurteilt, nachdem er in unzulässiger Weise über ein laufendes Strafverfahren wegen bandenmäßiger Vergewaltigung berichtet hatte.
Am 25. Mai 2018 wurde er in Leeds unter dem Vorwurf der Missachtung des dortigen Gerichts festgenommen, weil er – trotz der ihm bekannten Nachrichtensperre – per Facebook-Livestream über ein laufendes Strafverfahren wegen Kindesmissbrauchs berichtete, in welchem er unter anderem die Angeklagten filmte und seine Zuschauer aufforderte, die Angeklagten zu „finden, zu stören und an ihre Tür zu klopfen“<ref>Tommy Robinson 'encouraged vigilantes' in live video outside grooming gang trial. In: Metro. 9. Juli 2019, abgerufen am 23. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. In diesem Zusammenhang wurden ihm Landfriedensbruch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) und Aufhetzung vorgeworfen.<ref>Lizzie Dearden: Tommy Robinson arrested for 'breaching the peace' outside court during grooming trial. In: The Independent vom 25. Mai 2018</ref><ref>Benjamin Konietzny: Neue Freiheitsikone der Rechten – Warum Tommy Robinson wirklich einsitzt. In: n-tv.de. 30. Mai 2018, abgerufen am 3. August 2018.</ref> Begründet wurde die Festnahme mit dem Verbot, minderjährige Angeklagte zu filmen, sowie der Sorge um die Integrität der Jury bzw. das mögliche Scheitern des aufwendigen Gerichtsverfahrens, wenn die Jury durch eine vorverurteilende Berichterstattung beeinflusst wird. Im August 2018 wurde Robinson gegen Kaution und unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt und ein Berufungsverfahren wegen seines Verhaltens in Leeds angeordnet; die Verurteilung wegen des Vorfalls in Canterbury wurde hingegen vom Berufungsgericht bestätigt.<ref>Owen Bowcott, Emma Snaith: Tommy Robinson freed on bail as court orders retrial. In: theguardian.com. 1. August 2018, abgerufen am 26. September 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Diese Verurteilung und die Umstände der Inhaftierung wird von Robinsons Anhängern stark kritisiert und als Beleg der unangemessenen Verfolgung eines Journalisten (Robinson) sowie Einschränkung der Pressefreiheit gesehen. Es kam in London zu Demonstrationen zugunsten von Robinson.<ref>Who Is Tommy Robinson And Why Has His Arrest Captivated The Right Wing Media? Abgerufen am 18. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Hundreds demonstrate in Downing Street after far-right figure Tommy Robinson arrested. 27. Mai 2018, abgerufen am 18. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Robinsons Anhänger warfen der britischen Justiz unter anderem dessen absichtliche Verlegung in ein Gefängnis mit besonders hoher Anzahl von muslimischen Strafgefangenen vor.<ref>Tommy Robinson complains he was 'mentally tortured' because he had no TV in prison. 4. August 2018, abgerufen am 28. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Vorwürfe wurden in anderen Quellen hinterfragt.<ref>Mikey Smith, Oliver MacKenzie: No, Tommy Robinson hasn't been moved to a 71 per cent Muslim prison. 14. Juni 2018, abgerufen am 28. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 5. Juli 2019 wurde Robinson vom Londoner Zentralen Strafgerichtshof Old Bailey im Berufungsverfahren für schuldig befunden, mit seinem Livestream auf Facebook gegen die Nachrichtensperre verstoßen zu haben, welches eine strafbare Missachtung des Gerichtes darstellte (contempt of court).<ref>Tara John CNN: Tommy Robinson faces jail time after being found guilty of contempt of court. Abgerufen am 8. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Robinson zeigte sich nach der Urteilsverkündung uneinsichtig und warf dem Gericht vor, er würde dafür verurteilt, wer er sei, aber nicht dafür, was er getan habe.<ref>Tommy Robinson guilty over Facebook broadcast. In: bbc.com. 5. Juli 2019, abgerufen am 28. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Bewährungsstrafe von 2017 wurde aufgrund des neuen Vergehens widerrufen und Robinson zu einer Gefängnisstrafe von insgesamt 19 Wochen verurteilt, von der er allerdings höchstens die Hälfte verbüßen muss.<ref>Tommy Robinson’s supporters erupt as he is jailed for contempt of court - follow live updates. 11. Juli 2019, abgerufen am 11. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Ben Quinn: Tommy Robinson given nine-month jail term for contempt of court. In: theguardian.com. 11. Juli 2019, abgerufen am 11. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 25. Juni 2024 wurde Robinson in Kanada verhaftet, da ihm Verstöße gegen die Einreisebestimmungen vorgeworfen wurden.<ref>Tommy Robinson arrested in Canada on suspicion of immigration offences. 25. Juni 2024, abgerufen am 25. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 27. Juli 2024 wurde Robinson in England verhaftet, da ihm Verstöße gegen den Terrorism Act 2000 vorgeworfen wurden.<ref>Scott d'Arcy: Tommy Robinson ‘arrested under anti-terror laws’ following film complaint. 28. Juli 2024, abgerufen am 28. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bibliografie (Auswahl)
- Tommy Robinson Enemy of the State. The Press News Ltd, ISBN 978-0-9570964-9-3.<ref>Jamie Bartlett: What’s it like to be Britain’s most hated man? Ask Tommy Robinson. In: telegraph.co.uk. 4. Februar 2016, abgerufen am 3. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- mit Peter McLoughlin: Mohammed’s Koran. Why Muslims Kill for Islam. CreateSpace Independent Publishing Platform, ISBN 978-0-9955849-0-7.
Literatur
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Nigel Copsey: The English Defence League: Challenging our Country and our Values of Social Inclusion, Fairness and Equality. Faith Matters, www.faith-matters.org, 2010, (online als PDF).
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="copsey2010-13-14"> Copsey 2010, S. 13–14. </ref> </references>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Robinson, Tommy |
| ALTERNATIVNAMEN | Yaxley-Lennon, Stephen (wirklicher Name); Lennon, Stephen |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer politischer Aktivist |
| GEBURTSDATUM | 27. November 1982 |
| GEBURTSORT | Luton |