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Scherenburgfestspiele

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Logo der Festspiele
Datei:Scherenburg Gemuenden.jpg
Ruine Scherenburg
Datei:Scherenburg Bergfried.JPG
Bergfried der Ruine Scherenburg

Die Scherenburgfestspiele auf der Burgruine Scherenburg in Gemünden am Main finden jährlich zwischen Mitte Juli und Mitte August als Freilichttheater statt. Das Ensemble besteht größtenteils aus Laiendarstellern und bis zu vier Profischauspielern. Das jährlich wechselnde Programm umfasst jeweils drei mehrfach aufgeführte Inszenierungen sowie einzelne Gastspiele.

Geschichte

In den Jahren von 1909 bis 1911 fanden an Pfingsten die ersten Burgfestspiele auf der Scherenburg statt. Als Begründer gilt Otto Christin.<ref>„Das Schlüssel-Fräulein“; Buch: Konrad Wagner, Würzburg; Spielleitung: Theaterdirektor Josef Matthes, Würzburg</ref><ref>Die ersten Scherenburgfestspiele vor 113 Jahren. In: Main-Echo. Main-Netz Media GmbH, Aschaffenburg, 5. Juli 2022, abgerufen am 23. Februar 2026 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).</ref> Nach der Einstellung wurde 1989 der Wiederbeginn der Scherenburg-Festspiele fortgeschrieben.<ref>Geschichte. Stadt Gemünden am Main, abgerufen am 23. Februar 2026.</ref>

Von 1990 bis 1995 wurden die Spiele durch die Kleinkunstbühne „Spessartgrotte“ Langenprozelten unterstützt und organisiert,<ref>Spessartgrotte – Das Theater in Mainfranken. Abgerufen am 6. August 2011.</ref> in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt, seit 1993 unter der Leitung des Kulturamtes der Stadt Gemünden und seit 1998 durch den Festspielverein der Stadt Gemünden am Main e. V.

Der Erwerb einer Tribüne im Jahr 2002<ref>Besucherrekord bei den Scherenburgfestspielen. In: Main-Post, 11. August 2002. Abgerufen am 7. August 2011.</ref>, sowie der Erwerb eines Zeltdachs über der Tribüne zum Schutz vor Regen und Sonne im Jahr 2004<ref>Zeltdach für die Festspiele. In: Main-Post, 20. April 2004. Abgerufen am 7. August 2011.</ref> sollte mehr Besucher anziehen, was auch gelang. Das 45-köpfige Schauspiel-Ensemble hatte 2010 einen Besucherrekord mit 22.800 verkauften Tickets.<ref>Bilanz der Scherenburgfestspiele. In: Main-Post, 31. August 2010. Abgerufen am 6. August 2011.</ref> Im Jahr 2016 sahen 19.500 Besucher jeweils eine der drei Aufführungen.

Nach 15 Jahren gab Horst Gurski nach der Spielzeit 2015 die künstlerische Leitung ab. Sein Nachfolger wurde Peter Cahn, der die Intendanz von Sommer 2016 bis 2021 übernahm.<ref>Website von Peter Cahn</ref> Für das künstlerische Angebot seit der Saison 2022 ist ein „Kreativteam“ zuständig, dem die Geschäftsführung der Festspiele, die beiden aktuellen Regisseure, Vertreter der Schauspielerinnen und Schauspieler sowie der jeweiligen Theatergewerke angehören.<ref>Über die Scherenburgfestspiele. Scherenburgfestspiele Main-Spessart gGmbH, Gemünden, abgerufen am 23. Februar 2026.</ref> Im Jahr 2022 führten Urs Schleiff und Jens Hajek Regie.<ref>Scherenburgfestspiele 2022: Ein Intendant geht, eine neue Bühne kommt. In: Main-Echo. Main-Netz Media GmbH, Aschaffenburg, 30. November 2021, abgerufen am 28. August 2022.</ref> Ebenfalls neu ab 2022 ist eine festinstallierte Tribüne auf der Rückseite der Scherenburg, auf der die Festspiele seitdem stattfinden.<ref>Lena Schwaiger: Scherenburgfestspiele Gemünden starten in eine neue Ära | Foto: Armin Lerch. In: Main-Echo. Main-Netz Media GmbH, Aschaffenburg, 3. Juli 2022, abgerufen am 28. August 2022.</ref>

Inszenierungen

Die bisherigen Inszenierungen:<ref>Galerie unserer Produktionen. Scherenburgfestspiele Main-Spessart gGmbH, Gemünden, abgerufen am 23. Februar 2026.</ref>

Spielzeit Titel Titel Titel
1909–1911 Das Schlüssel-Fräulein
1990 Das Schlüssel-Fräulein
1991 Ein Spessartmärchen
1992 Aufstand der Gespenster
1993 Märchenwald – Spessartwald – Räuberwald
1994 Festspielpause
1995 Das Wirtshaus im Spessart Der Räuber Hotzenplotz
1996 Don Camillo und Pepone Pinocchio
1997 Die drei Musketiere Eine kleine Zauberflöte
1998 Der Besuch der alten Dame Der Zauberer von Oz
1999 Die lustigen Weiber von Windsor Ronja Räubertochter
2000 Der Hauptmann von Köpenick Pippi Langstrumpf
2001 Ein Sommernachtstraum Die Kleine Hexe
2002 Das Urmel aus dem Eis Der fröhliche Weinberg
2003 Ali Baba Der Name der Rose Nonnsense
2004 Der Räuber Hotzenplotz Altrosa Zum Weißen Rößl
2005 Jim Knopf Der Jüngste Tag Figaros Hochzeit
2006 Kalle Blomquist Nathan der Weise Der Widerspenstigen Zähmung
2007 Das Dschungelbuch Ladies Night Die Geierwally
2008 Sams in Gefahr Die Drei von der Tankstelle Der Brandner Kasper
2009 Amadeus Krach in Chiozza Tom Sawyers und Huckleberry Fins Abenteuer
2010 Arsen und Spitzenhäubchen Michel aus Lönneberga Der zerbrochene Krug
2011 Blues Brothers: Unterwegs im Auftrag des Herrn Das Wirtshaus im Spessart Robin Hood
2012 Einer flog über das Kuckucksnest Das Haus in Montevideo Neues vom Räuber Hotzenplotz
2013 Der blaue Engel Die spanische Fliege Meister Eder und sein Pumuckl
2014 Was ihr wollt Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk Peter Pan
2015 Diener zweier Herren Ladykillers Pippi Langstrumpf
2016 Die Feuerzangenbowle Charleys Tante Am Samstag kam das Sams zurück
2017 Don Camillo und seine Herde Kohlhiesels Töchter Ronja Räubertochter
2018 Außer Kontrolle Petticoat und Minirock Pippi in Taka-Tuka-Land
2019 Und es war Sommer Pension Schöller Jim Knopf und die wilde 13
2020 Pandemiebedingter Ausfall
2021 Der Raub der Sabinerinnen Beatles an Board Emil und die Detektive
2022 Wie im Himmel Cash – Und ewig rauschen die Gelder Schneewittchen und die sieben Zwerge
2023 Sugar – nach dem Film „Some like it Hot“ Ein Sommernachtstraum Das kleine Gespenst
2024 Die Fledermaus Week-End im Paradies Urmel aus dem Eis
2025 Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde In 80 Tagen um die Welt Aladin und die Wunderlampe
2026 (geplant) Hexenjagd Sherlock Holmes Die kleine Hexe

Hinzu kommen einzelne Gastspiele.<ref>Gastspiele. Scherenburgfestspiele Main-Spessart gGmbH, Gemünden, abgerufen am 23. Februar 2026.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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