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Burchard Christian von Spilcker

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Burchard Christian von Spilcker<ref name="Moniteur">Eduard Maria Oettinger, Hugo Schramm-Macdonald: Spilcker (Burchhard Christian v.), in: Moniteur des dates. Contenant un million de renseignements biographiques, généalogiques et historiques. Supplément, commencé par Édouard-Marie Oettinger, considerablement augementé et continué jusqu'à nos jours, rédigé et èdité par Dr. Hugo Schramm, 7. Teil des Gesamtwerkes, erster Teil der Ergänzungen, Leipzig: in Kommission bei dem Buchhändler Bernhard Hermann, S. 228; Digitalisat über Google-Bücher</ref> (auch: Burchard Wilhelm von Spilcker;<ref>Eef Overgaauw (Hrsg.): Kataloge der Handschriftenabteilung / Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Reihe 2: Nachlässe, Band 3: Der Nachlaß der Brüder Grimm. Katalog, bearbeitet von Ralf Breslau, Teil 1, Wiesbaden: Harrassowitz, [1997], ISBN 978-3-447-03857-7 und ISBN 3-447-03857-8, S. 564, 882</ref> * 11. November 1770 in Stade; † 20. Juni 1838 Arolsen) war ein deutscher Topograf, Historiker und Autor sowie Hofrat.<ref name="Moniteur" />

Leben

Von Spilcker studierte ab 1788 Rechtswissenschaften in Göttingen. Zwischen 1793 und 1796 war er Auditeur bei der Justizkanzlei Hannover, wo er 1796 Hof- und Kanzleirat wurde. 1805 wurde er Mitglied der preußischen Subdelegationskommission in Arolsen. Nach deren Auflösung 1806 wechselte er zurück nach Hannover. Nachdem das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg 1810 dem Königreich Westphalen angegliedert wurde, trat er am 24. März 1810 als Geheimer Rat und Vizekammerpräsident in Arolsen in waldeckische Dienste<ref>Intelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung vom Jahre 1838, Band 5, die Intelligenzblätter dieses Jahrganges enthaltend, Intelligenzblatt Ausgabe 60 vom September 1838, Spalte 489; Digitalisat über Google-Bücher</ref>. 1811 wurde er darüber hinaus Vorsitzender der Kommission zur Verbesserung der Verfassungen der Städte. In dieser Funktion erarbeitete er modernisierte Stadtverfassungen für Korbach (am 3. Februar 1811 durch fürstliches Dekret verabschiedet) und Arolsen (Dekret vom 20. April 1812). Er galt als Liberaler und regte in einer Denkschrift vom 8. April 1811 an die Landstände in direkter Wahl bestimmen zu lassen, konnte sich aber bei Fürst Friedrich nicht durchsetzen. Am 29. Januar 1813 reichte von Spilcker bei Fürst Georg einen Entwurf für eine „Politische Verfassung der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont“ ein, jedoch wurde nicht diese, sondern ein Gegenentwurf von Wilhelm Kreussler die Basis für das spätere Organisationsedikt.

Am 24. Januar 1814 wurde er zusätzlich zum Hofgerichtspräsidenten am Hofgericht Korbach ernannt.

1824 bis zu seinem Tod stand er der Regierung von Waldeck-Pyrmont als Regierungs- und Konsistorialpräsident mit dem Titel Regierungsdirektor vor. Er war Korrespondent der Königlichen Societät der Wissenschaften in Göttingen<ref>Mitglieder: Burchard Christian von Spilcker. Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, abgerufen am 16. Januar 2026.</ref> und Mitglied der naturhistorisch oekonomischen Gesellschaft in Hannover sowie des Vereins für vaterländische Geschichte in Paderborn.<ref name="Wölpe">siehe Beiträge..., Geschichte der Grafen von Wölpe, Buchinnentitel</ref><ref>Anm.: Die Deutsche Nationalbibliothek benennt von Spilker als „Hofrat“ und „Hofgerichtspräsident“ mit Wirkungsorten in Hannover und Arolsen</ref> im Fürstentum Waldeck.

Von Spilcker war Ritter des königlich-preußischen St.-Johanniter-Ordens und des königlich hannoverschen Guelfen-Ordens.<ref name="Wölpe"/>

Werke

  • Historisch-topographisch-statistische Beschreibung der königlichen Residenzstadt Hannover, Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1819<ref name="GND">Siehe GND 117491071.</ref>online über Google-Bücher
    • Fotomechanischer Nachdruck [d. Ausg.] v. Hirschheydt, Hannover-Döhren 1979, ISBN 3-7777-0022-3<ref name="GND"/>
  • Beiträge zur älteren deutschen Geschichte, Speyer’sche Buchhandlung, Arolsen<ref name="GND"/>
    • Geschichte der Grafen von Wölpe und ihrer Besitzungen aus Urkunden und anderen gleichzeitigen Quellen..., Speyer’sche Buchhandlung, Arolsen 1827, (Digitalisat, Digitalisat)
    • Geschichte der Grafen von Everstein und ihrer Besizungen [!] aus Urkunden u. a. gleichzeitigen Quellen, Bd. 1, 1833<ref name="GND"/><ref>Anm.: Möglicherweise ist dieser Bd. 1 lediglich ein Tippfehler der Deutschen Nationalbibliothek</ref> (Digitalisat)
    • Geschichte der Grafen von Everstein und ihrer Besizungen [!] aus Urkunden u. a. gleichzeitigen Quellen, Bd. 2, 1833<ref name="GND"/>; <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.
  • Beiträge zur Geschichte der edlen Herren von Adenoys. In: Vaterländisches Archiv für Hannoverisch-Braunschweigische Geschichte Jahrgang 1833, Bd. I<ref>Anm.: Der Titel dieses Beitrages wurde hier lediglich aus dem Wikipedia-Artikel Marienberg (Pattensen) übernommen.</ref>

Literatur

  • Jochen Lengemann: MdL Waldeck und Pyrmont 1814–1929. Biographisches Handbuch für die Mitglieder der Waldeckischen und Pyrmonter Landstände und Landtage (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 24 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 16). Historische Kommission für Hessen, Marburg/Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-923150-76-2, S. 18 f.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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