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Rothenfels (Deining)

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Rothenfels
Gemeinde Deining
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(78)&title=Rothenfels 49° 15′ N, 11° 33′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(78) 49° 15′ 15″ N, 11° 33′ 15″ O
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  }}
Höhe: 548 m ü. NHN
Einwohner: 78 (1. Jan. 2022)<ref>Einwohnerzahlen in Ortsteilen | Gemeinde Deining. Abgerufen am 30. November 2022.</ref>
Postleitzahl: 92364
Vorwahl: 09184
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Datei:Rothenfels (Deining) (2).jpg
Burgstall-Hügel
Datei:Rothenfels (Deining) (3).jpg
Wallgraben

Rothenfels ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Deining im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Geografie

Das Dorf Rothenfels ist der nördlichste Teil des Gemeindegebietes und liegt an einem Waldsaum nur wenige hundert Meter von Oberbuchfeld entfernt.

Geschichte

  • Die namensgebende Familie von Rothenfels, wahrscheinlich ursprünglich Reichsministeriale der Staufer, ist im Mannesstamm von 1227 bis 1360 nachweisbar.<ref name=":0">W. Stadelmann: Die Herren von Rothenfels. In: W. Steiner (Hrsg.): Jahresbericht des Historischen Vereins für Neumarkt i. d. Opf. und Umgebung. Nr. 28. Historischer Verein für Neumarkt i. d. Opf. und Umgebung, 2017, ISSN 1431-1232, S. 47–51 (hv-nm.de [abgerufen am 29. Oktober 2019]).</ref> Zu Beginn des 14. Jahrhunderts kam es unter den Brüdern der dritten Generation, Heinrich, Hermann, Konrad und Braun von Rothenfels, zu einer Aufteilung der Burg. Der offenbar in wirtschaftliche Not geratene Heinrich III. übertrug 1331 sein Drittel gegen Leibrente an Kaiser Ludwig den Bayern zu Lehen.<ref name=":0" /> Die Familie konnte diesen Anteil als Lehen zurück erwerben, kam aber bald an den Rande ihrer Existenz. Die Folge war der Verkauf eines Teils ihrer Stammburg und Herrschaft kurz vor 1350 an Albrecht von Wolfstein. Den anderen Teil verkauften nach dem Tode des Fritz von Rothenfels 1360/68 seine Stiefbrüder Heinrich und Friedrich Volkolt von Tann an die Brüder Heinrich und Wilhelm Loterbeck.<ref name=":0" />
  • 1360 verkaufte Albrecht von Wolfstein seinen Teil an den Marquard den Loterbecken. Ebenfalls 1360 erhielten Fritz von Rothenfels und Heinz Volkolt von Thann von Ludwig dem Brandenburger die beiden Teile zum Lehen, die er vorher besessen hatte. In einer Urkunde vom 6. Juli 1360 versprachen sie zugleich, auch den dritten Teil von den Wolfsteinern zurückzukaufen. Doch die Loterbecken behielten das Wolfsteiner Erbe bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts.<ref name="HistAtlasAI16">Vorlage:Heinloth Neumarkt 1967</ref> [1]
  • 1376 wurde Hans Kellner zu Rothenfels und danach wurden Hans Loterbeck und sein Vetter Wilhelm als Besitzer erwähnt.<ref name=":1">Gönner, Nikolaus Thaddäus ; Löwenthal, Johann Nepomuk von ; Gönner, Nikolaus Thaddäus: Geschichte des Schultheißenamts und der Stadt Neumarkt auf dem Nordgau oder in der heutigen obern Pfalz : in zweien Theilen mit Urkunden und Beilagen. Abgerufen am 29. Oktober 2019.</ref>
  • 1399 ist ein Erhart der Loterbeck als Besitzer erwähnt.<ref name=":1" />
  • Verhängnisvoll für die Familie wurde die Fehde des Hans Loterbeck, langjähriger Landrichter der Grafschaft Hirschberg, mit Hans Stauffer von Ehrenfels, in die 1424 der Markgraf Friedrich von Brandenburg eingriff und die Veste Rothenfels Anfang Oktober belagerte.<ref>Georg Leidinger: Sämtliche Werke des Andreas von Regensburg. In: Quellen und Erörterungen zur Bayerischen und Deutschen Geschichte. Neue Folge, Band 1. Scientia, Aalen 1969, S. 321.</ref> Hans und sein Sohn Wilhelm mussten am 8. Oktober 1424 in Schwabach Frieden schwören und auf alle Ansprüche aus dieser Belagerung verzichten.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 106, Urkunde 12.</ref>
  • 1426 kauften die Brüder Lorenz und Friedrich von Wolfstein die Burg Rothenfels.<ref>Freiherr von Lang: Regesta Boica XIII, S. 93 f. Abgerufen am 31. Oktober 2019.</ref> (Als die Wolfsteiner ihnen den Besitz streitig machten, klagten sie 1427 vor dem Pfalzgrafen Johann, sie hätten die Feste mit allem Zubehör gekauft.??)
  • 1446 ging die Burg in den Besitz von Wolfgang und Gottfried von Sulzbürg über, dann an Rudolph Alber, Kanzler des Schultheißenamts zu Neumarkt.
  • 1467 verlieh König Friedrich III. dem Rudolph Alber und seinen Erben das Gericht „bey seinem Schlosse Rotenfels“.<ref>Chmel: Nr. 5122</ref>
  • 1470 Rudolph Alber verkaufte Rothenfels an die Burggräfin Anna von Meißen.<ref>Staatsarchiv Amberg, Oberpfalz, Urkunde 102/3</ref>
  • 1481 verkaufte sie mit Zustimmung ihres Mannes Heinrich des Älteren, Graf zu Hartenstein und Herr zu Plauen, an den fränkischen Ritter Heinrich von Lüchau zu Brunn, Amtmann zu Colmberg,<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Archivalien 764, Nr. 5</ref>
  • 1486 am Schloss Rothenfels mit Zubehör aufgrund des Heiratsvertrages seines Enkels Jos von Lüchau mit der Tochter des Erasmus Truchseß von Baldersheim (bei Aub/Unterfranken) an diesen.<ref>P. Högler: Die Truchsesse von Baldersheim. Öllingen 2002, S. 107.</ref><ref>D. Kraus: Archiv der Freiherren von Berlichingen Jagsthausen. Stuttgart 1999, S. 105, Nr. 112.</ref>
  • 1491 ließ Erasmus Truchseß von Baldersheim ein Salbuch anlegen, wonach zum Schloss Rothenfels Besitzungen in Oberbuchfeld, Unterbuchfeld, Deining, Siegenhofen, Pelchenhofen, Kadenzhofen, Arzthofen und Tauernfeld gehörten.<ref>Staatsarchiv Amberg, Oberpfalz, Urkunde 102/5</ref><ref name=":0" />
  • Seit 1494 mehrten sich die Hinweise auf eine starke Verschuldung des Erasmus Truchseß von Baldersheim und seiner Frau Margareth, die zu ersten Verkäufen in Hagenhofen (1496), Rothenfels (1499/1502) und Pelchenhofen (1504) führte.<ref>Staatsarchiv Amberg, Oberpfalz, Urkunde 1446; Amt Neumarkt 1313, Nr. 4444, 4481.</ref>
  • 1504 Beim Landshuter Erbfolgekrieg muss wohl die Burg wie die in Deining zerstört und geschleift worden sein. Übrig blieb nur das Gut (Schloss).
  • 1511–1530 zählte Philips Truchseß zu Rotenfels zu den Oberpfälzer Landsassen<ref>Staatsarchiv Amberg, Oberpf. Registraturbuch 59, fol. 21, 42, 216, 267</ref> und verkaufte mit seiner Familie das Holz Katzenbühl an die Deininger Frühmesse.<ref>F. X. Buchner: Das Bistum Eichstätt. Band I. Eichstätt 1937, S. 149.</ref>
  • 1512 wurde als Eigentümer von Gut Rothenfels Martin Truchseß genannt.
  • 1534 verkaufte Philipp, Truchseß von Baldersheim das Schloss mit Zustimmung seiner Geschwister mit allen Besitzungen an Kurfürst Ludwig und Pfalzgraf Friedrich für 800 Gulden.<ref>Staatsarchiv Amberg, Oberpfalz, Urkunden 102/1-7</ref>
  • Damals gehörten zum Gut noch 4 Höfe in Rothenfels, ein Hof, Wald und Wiesen in Siegenhofen, eine Wiese zu Arzthofen, sowie 12 Waldstücke mit 1000 Morgen und Waidkäse aus den Dörfern Tauernfeld, Oberbuchfeld und Siegenhofen.<ref>Nach dem Salbuch im Staatsarchiv Amberg, Oberpfalz, Urkunden 102/6</ref>
  • Von da an unterstand das Gut dem Rentamte Neumarkt. Die Lehensherrschaft erhielt der Ittelhofer zu Deining. (Quelle ?)
  • 1541 erlaubte Pfalzgraf Friedrich dem Georg Burkarter, Kaufmann aus Neumarkt, und seinen Nachkommen, das Schloss Rothenfels wieder aufzubauen.<ref>Staatsarchiv Amberg, Oberpfälzer Registraturbücher, Nr. 56, fol. 305; Amt Neumarkt, Nr. 2062 (Abschrift)</ref>
  • 1543 wurde als letztes ehemaliges Zubehör des Schlossgutes von den Vormündern der Kinder des Philipp Truchsess von Baldersheim dem Georg Stiegler, Bürger zu Neumarkt, Zinsen und Gülten aus ihrem Hof zu Waltersdorf, 4 Gütern mit Schwarwerksgerechtigen zu Deining, aus einem Gut zu Mittersthal und ein Acker zu Siegenhofen verkauft.<ref name=":2">Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, GU Neumarkt, Nr. 139/1</ref><ref name=":2" />
  • 1634: In Deining und Winnberg brannten die Schweden die Kirchen ab. Auch in Siegenhofen, Mittersthal und Leutenbach brannten viele Häuser, ebenso das Schloss Rothenfels. Dies war das Ende des Rittergutes, heute ist nur noch ein Teil des Wallgrabens im Wald erkennbar.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Rothenfels gehörte zur Gemeinde Oberbuchfeld und wurde mit dieser am 1. Januar 1976 in die Gemeinde Deining eingegliedert.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref>

Einwohnerentwicklung

Weblinks

Commons: Rothenfels (Deining) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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