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Adolf Rohde

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Adolf Rohde (* 2. August 1880 in Ildehausen; † 12. Juni 1955 in Essen) war ein deutscher Tiefbau-Ingenieur und Bürgermeister der Städte Seesen und Itzehoe sowie Landrat des Kreises Steinburg in Schleswig-Holstein.

Leben

Rohde absolvierte nach dem Abitur ein Tiefbau-Studium an der Technischen Hochschule Braunschweig und war dann als Diplom-Ingenieur als Regierungsbauführer und Regierungsbaumeister tätig.<ref>Rudolf Irmisch: Geschichte der Stadt Itzehoe, S. 409.</ref> Als Student schloss sich Rohde im Jahr 1900 der Burschenschaft Thuringia Braunschweig an.<ref>Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 5: R–S. Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 102–103.</ref>

Von 1914 bis 1919 war Rohde Bürgermeister von Seesen. In der Weimarer Republik trat er der DVP bei und wurde als dessen Kandidat am 15. Juni 1919 als Zweiter Bürgermeister in den Magistrat der Stadt Itzehoe gewählt; am 16. Mai 1920 wurde Rohde dann Erster Bürgermeister Itzehoes.<ref>Rudolf Irmisch: Geschichte der Stadt Itzehoe, S. 409 f. und 400 f.</ref> Er blieb Bürgermeister der Kreisstadt bis zum Jahr 1933 und residierte in einer Jugendstilvilla direkt am Marktplatz Itzehoes.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Marktplatz der Stadt Itzehoe (Memento vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive)</ref> Noch heute erinnert eine Gedenktafel an dem Gebäude und in den Räumen der Kanzlei Püschel und Fitz, welche heute die Räumlichkeiten nutzt, an Rohdes Wirken für die Region.<ref>Sönke Rother: Info-Tafeln zeigen die Schätze und Geschichte der Stadt | SHZ. In: shz.de. 29. März 2012, abgerufen am 3. März 2024.</ref>

Unter Rohdes Führung wurde in Itzehoe unter anderem die Straße Langer Peter als Nordumgehung der damals noch kleinen Stadt gebaut. Nachdem Rohde am 29. April 1932 auf zwölf Jahre als Bürgermeister wiedergewählt worden war, wurde er schon 1933 von Nationalsozialisten am 15. April einige Tage in Schutzhaft genommen<ref>Björn Marnau: Am frühen Morgen verhaftet | SHZ. In: shz.de. 15. April 2013, abgerufen am 3. März 2024.</ref> und aufgrund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums in den Ruhestand versetzt.<ref>Rudolf Irmisch: Geschichte der Stadt Itzehoe, S. 409 f. und 413; Ute Engel-Baseler, in: Stadt Itzehoe (Hrsg.): Itzehoe. Geschichte einer Stadt in Schleswig-Holstein, Bd. II, S. 305.</ref>

Nach Kriegsende wurden 1945 ihm zu Ehren an seinem 65. Geburtstag zwei Straßen zusammen in Adolf-Rohde-Straße umbenannt.<ref>Rudolf Irmisch: Geschichte der Stadt Itzehoe, S. 411.</ref> Vom 25. Mai 1945 bis zum 27. Januar 1946 war er zudem hauptamtlicher Landrat des Kreises Steinburg, vom 28. Januar 1946 bis 30. April 1947 Oberkreisdirektor und vom 22. November 1948 bis zum 13. Mai 1950 ehrenamtlicher Landrat in Itzehoe.<ref>Paul Holtorf: Die leitenden Männer des Kreises Steinburg. Adolf Rohde. S. 26.</ref>

Bilder

Literatur

  • Gudrun Fiedler: Gestalter der Technik. Ingenieurstudenten an der TH Braunschweig 1862-1914. In: Walter Kertz u. a. (Hrsg.): Technische Universität Braunschweig. Vom Collegium Carolinum zur Technischen Universität. 1745-1995, Georg Olms Verlag, Hildesheim 1995, ISBN 3-487-09985-3, S. 338.
  • Paul Holtorf: Die leitenden Männer des Kreises Steinburg. Adolf Rohde. In: Heimatverband Kreis Steinburg (Hrsg.): Steinburger Jahrbuch 1967. Itzehoe 1966, S. 25–28.
  • Rudolf Irmisch: Geschichte der Stadt Itzehoe, Itzehoe 1960, S. 398–423.
  • Friedrich Priewe: Bürgermeister Adolf Rohde. In: Ders.: Lebendiges Itzehoe. Beiträge zu 750 Jahren Stadtrecht. Möller, Rendsburg 1988, ISBN 3-87550-088-1, S. 169–170.
  • Johann Rathmann: Itzehoe 1933. Wie die Nazis die Stadt eroberten. Eine Dokumentation der Ereignisse zwischen Januar und Juli 1933. Eigenverlag des SPD-Ortsvereins Itzehoe, Itzehoe 1983.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Adolf Rohde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
VorgängerAmtNachfolger
Bruno SalomonBürgermeister von Itzehoe
1919–1920–1933
Hermann Nappe

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