Neuhaus (Selbitz)
Neuhaus Stadt Selbitz
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(171)&title=Neuhaus 50° 21′ N, 11° 46′ O
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dim=10000 | globe= | name=Neuhaus | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 630 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 171 (8. Juni 2021)<ref name="Einwohner">Stadt Selbitz – Zahlen, Daten und Fakten. Abgerufen am 10. Oktober 2021.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. April 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 95152 | |||||
| Vorwahl: | 09282 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Neuhaus () ist ein Gemeindeteil der Stadt Selbitz im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Neuhaus hat eine Fläche von 2,527 km². Sie ist in 420 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6017,77 m² haben.<ref>Gemarkung Neuhaus (091907). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 29. April 2025.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Edlasmühle und Wachholderbusch.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. April 2025.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt auf freier Flur auf einem Höhenzug des Frankenwaldes. Im Osten gibt es einen Modellflugplatz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Rodesgrün (1,3 km südwestlich) bzw. über Wachholderbusch zur Bundesstraße 173 bei der Anschlussstelle 32 der A 9 (1,5 km östlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kohlbühl (1 km nördlich) und die B 173 überbrückend nach Selbitz zur Kreisstraße HO 33 (2,7 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. April 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1427 als „Newenhaus“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Schloss war im Besitz der Herren von Reitzenstein. Es wurde nach der Zerstörung der ursprünglichen Veste Rodesgrün errichtet.<ref>O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 432.</ref>
Zur Realgemeinde Neuhaus gehörten Edlasmühle und Wachholderbusch. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Neuhaus aus 31 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bayreuthischen Stadtvogteiamt Hof. Grundherren waren das Rittergut Neuhaus (12 Güter, 3 Gütlein, 4 Häuser, 7 Tropfhäuser, 1 Wirtshaus) und das Klosteramt Hof (1 Halbhof, 2 Häuser).<ref name="Kö298">M. Körner: Naila, S. 298.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand Neuhaus dem Justiz- und Kammeramt Naila. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde 1812 der Steuerdistrikt Neuhaus gebildet.<ref name="OV 1820"/> Zu diesem gehörten Edlasmühle, Froschgrün, Kohlbühl, Mittelklingensporn, Rodesgrün, Schneckengrün und Wachholderbusch. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Neuhaus, zu der Edlasmühle und Wachholderbusch gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Neuhaus zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). Die Gemeinde Neuhaus hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,557 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Neuhaus am 1. April 1971 nach Selbitz eingemeindet.<ref></ref><ref>Selbitz > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Am Schloss 1: Schloss Neuhaus<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Selbitz (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Obere Gasse 3 (=Haus Nr. 24): Wohnhaus<ref name="Denkmalliste"/>
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Schloss Neuhaus von Süden
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Ansicht von Norden
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- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 1a: Zugehörige Scheune. Stattlicher verbretterter Ständerbau des späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert; Giebel mit geteilter Schalung.<ref name="L51">K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 51. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
- Haus Nr. 2: Ehemaliges Schlossgesindehaus. Eingeschossiges, verputzt massives Kleinhaus des 18. Jahrhunderts, zwei zu drei Achsen, mit Satteldach, Giebel verschiefert; weitgehend erneuert.<ref name="L51"/>
- Haus Nr. 8: Zweigeschossiges Wohnstallhaus, vermutlich zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, über älterem Kern, mit Halbwalmdach und Gauben; Erdgeschoss verputzt massiv, Obergeschoss verputztes Fachwerk mit Lehmziegelausfachung; umlaufendes hölzernes Kranzgesims.<ref name="L51"/>
- Haus Nr. 18: Kleines eingeschossiges Wohnstallhaus des 18. Jahrhunderts, Satteldach, verputzt massiv, Giebel verbrettert.<ref name="L51"/>
- Haus Nr. 19: Wohnstallhaus, vermutlich aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, mit Frackdach, Stallteil nordseitig noch mit Strohdeckung; Erdgeschoss verputzt massiv, im 19. Jahrhundert erneuert; Obergeschoss Fachwerk mit Lehmziegelausfachung.<ref name="L51"/>
- Haus Nr. 25: Zweigeschossiges Wohnstallhaus, vermutlich spätes 18. Jahrhundert, mit Satteldach; Erdgeschoss verputzt massiv, Obergeschoss verputztes Fachwerk.<ref name="L51"/>
- Haus Nr. 40: Ehemaliges Schulhaus. Eingeschossiges Halbwalmdachhaus des späten 18. Jahrhunderts, verputzt massiv, zwei zu vier Achsen; Giebeltrapez verschiefertes Ständerwerk.<ref name="L51"/>
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Neuhaus
| Jahr | 1819 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 201 | 269 | 257 | 279 | 291 | 298 | 314 | 317 | 310 | 323 | 312 | 285 | 286 | 276 | 271 | 290 | 316 | 369 | 330 | 354 | 377 | 360 | 332 | 317 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 46 | 49 | 49 | 50 | 55 | 59 | 55 | |||||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1820">Vorlage:Ober-Mainkreis 1820 Für die Gemeinde Neuhauß zuzüglich Edelsmühl (S. 21) und Weitesgrün (S. 132).</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 153, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 920, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 143 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1093, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1041 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1091–1092 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1127 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 974 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 716 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 157 (Digitalisat).</ref> |
Ort Neuhaus
| Jahr | 1819 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 173 | 234 | 240 | 257 | 234 | 249 | 304 | 285 | 257 | 206 | 171 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | 39 | 39 | 43 | 45 | 55 | 67 | |||||
| Quelle | <ref name="OV 1820" /> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref name="OV 1950" /> | <ref name="OV 1961" /> | <ref name="OV 1970" /> | <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 308 (Digitalisat).</ref> | <ref name="Einwohner" /> |
Religion
Neuhaus ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Selbitz gepfarrt.<ref name="Kö298"/><ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Neuhaus. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 747 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
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- Vorlage:Körner Naila
- Vorlage:Lippert Landkreis Naila
- Wilhelm Malter: Oberfranken-Ost. Heroldsberg 1984. S. 312f.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Neuhaus in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Neuhaus im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Stadt Selbitz (Oberfranken) Vorlage:Hinweisbaustein
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Geographie (Selbitz, Oberfranken)
- Ort im Landkreis Hof
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof)
- Gemeindegründung 1812
- Gemeindeauflösung 1971
- Gemarkung im Landkreis Hof
- Ersterwähnung 1427