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Tarup

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Wappen der Stadt Flensburg
Wappen der Stadt Flensburg

Tarup
Stadtteil von Flensburg

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Bild:Tarup -- Stadtteil in Flensburg -- Lagekarte.png|300px|Lage von Tarup in Flensburg

  1. Engelsby

poly 978 775 953 742 948 716 978 707 1016 679 1077 632 1093 597 1128 580 1243 536 1275 536 1247 555 1290 594 1292 618 1257 632 1257 667 1299 711 1304 728 1285 779 1254 765 1236 765 1224 791 1208 796 1168 791 1151 805 1149 791 1081 793 1088 772 1023 777 1009 756 997 770 Engelsby

  1. Friesischer Berg

poly 718 885 723 857 718 847 733 835 723 812 718 793 702 775 651 805 634 831 585 854 576 882 559 875 506 903 419 920 417 878 398 889 384 859 323 878 311 847 267 814 248 821 126 864 126 885 166 960 197 948 222 950 232 938 290 934 346 934 388 999 440 974 456 1011 475 1020 510 1025 522 1013 550 1009 566 1018 613 1013 644 950 679 913 Friesischer Berg

  1. Fruerlund

poly 761 721 835 707 854 711 948 716 971 709 983 646 1006 637 999 623 1004 590 983 555 957 559 962 571 927 583 885 578 880 557 889 520 878 522 868 510 810 536 777 597 770 597 784 550 772 550 751 585 751 655 Fruerlund

  1. Innenstadt

poly 714 655 695 660 690 737 679 749 681 761 697 765 702 777 721 796 728 835 721 850 721 875 758 882 779 864 765 796 754 765 744 765 730 747 730 693 Innenstadt

  1. Jürgensby

poly 758 726 754 768 765 800 768 838 782 859 810 840 850 828 857 840 878 828 866 798 915 777 953 786 976 775 948 737 945 716 854 711 835 707 Jürgensby

  1. Mürwik

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  1. Neustadt

poly 714 655 688 606 655 625 630 623 627 632 604 632 620 676 665 679 648 721 679 744 690 740 693 665 Neustadt

  1. Nordstadt

poly 543 639 625 634 630 623 655 625 683 608 688 576 728 555 744 508 754 491 740 466 711 463 716 454 697 449 667 388 653 330 632 293 566 316 557 278 524 300 498 297 515 344 548 349 557 372 538 403 538 445 506 494 501 550 Nordstadt

  1. Sandberg

poly 763 882 779 864 779 852 807 847 807 838 850 828 852 838 880 826 864 798 920 779 953 784 976 777 962 850 962 894 941 941 938 971 950 1013 924 1027 887 1030 831 1002 763 917 765 899 Sandberg

  1. Südstadt

poly 616 1013 644 948 683 910 714 892 723 880 756 878 763 901 761 920 800 978 826 999 880 1032 927 1030 948 1020 953 1051 934 1140 945 1184 943 1217 941 1238 917 1252 845 1264 810 1247 758 1240 695 1245 704 1203 704 1165 683 1123 Südstadt

  1. Tarup

poly 978 777 1009 758 1020 775 1086 772 1079 791 1149 793 1151 805 1165 793 1212 798 1224 789 1231 770 1252 765 1275 779 1282 831 1268 889 1290 934 1275 967 1299 971 1278 985 1222 1009 1210 999 1208 1016 1198 1025 1165 1018 1140 1006 1091 1006 1051 992 1051 1013 1016 1070 990 1077 938 1121 955 1058 950 1018 938 974 964 901 964 854 Tarup

  1. Weiche

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  1. Westliche Höhe

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Basisdaten
Einwohner 4121 (1. Nov. 2011)
Koordinaten 54° 46′ 53″ N, 9° 28′ 36″ OKoordinaten: 54° 46′ 53″ N, 9° 28′ 36″ O
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Eingemeindung 1974
Räumliche Zuordnung
Postleitzahl 24943
Stadtteilnummer 13
Bild
St. Johannis, die Adelbyer Kirche im Stadtteil Tarup
St. Johannis, die Adelbyer Kirche im Stadtteil Tarup

St. Johannis, die Adelbyer Kirche im Stadtteil Tarup

Quelle: www.flensburg.de

Tarup ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Sønderjysk Tårup) ist ein südöstlicher Stadtteil der kreisfreien Stadt Flensburg, der zur Region Angeln gerechnet wird.<ref>Vgl. Die Landschaft Angeln; Abgerufen am 10. Januar 2014</ref>

Geographie

Tarup gilt heute noch als der dörflichste Stadtteil Flensburgs und ist durch landwirtschaftlich genutzte Felder von allen anderen Stadtteilen räumlich getrennt. Nächster Nachbarort im Osten ist nach 3 km Maasbüll im Kreis Schleswig-Flensburg, gefolgt von Husby (6 km). Die Landesstraße 21 führt von der Bundesstraße 199 in Flensburg über Tarup zur B 199 in Kappeln.

Zu Tarup gehören heute die Orte Adelby, Sünderup, Kattloch und Hochfeld. Tarup selbst besteht aus Großtarup und Kleintarup. Zu Großtarup wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts auch das Gebiet Taruper Kreuz gezählt.<ref>Gerret Liebing Schlaber: Vom Land zum Stadtteil. Flensburgs Stadtfeld und die eingemeindeten Dörfer in Bild und Wort ca. 1860–1930. Flensburg 2009, Seite 119</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />St. Johannis zu Adelby - der Kirchenbau und die Baugeschichte (Memento vom 7. April 2016 im Internet Archive)</ref>

Geschichte

Ursprung

Während des Mittelalters gehörte Tarup zum Kirchspiel Adelby, dessen Hauptdorf früh verschwunden ist. Nur noch Kirche und Pastorat sowie ein paar wenige Flächen um die Kirche herum tragen diesen Namen und liegen in der Gemarkung Tarup. Die Adelbyer Johanniskirche entstand um 1080 und ist seit der Eingemeindung die älteste Kirche Flensburgs.

Tarup entstand als ein Dorf, das sich vom historischen Hauptdorf (in diesem Fall Adelby) abspaltete. So ist der ursprüngliche Name der Siedlung, der in einer Urkunde des Lunder Erzbischofs von 1285 bezeugt ist, auch „Thorp“. Ein „torp“ (heutzutage in vielen Ortsnamen in Südschleswig und Dänemark als Endung -rup zu erkennen) bezeichnet im Dänischen ein Aussiedlerdorf, welches sich von einem Hauptdorf (Adelby) abgespalten hat – vgl. auch Sünderup und Tastrup.<ref>landsby | lex.dk. Abgerufen am 26. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Fra de gamle adelbyer, dvs. hovedbyer, anlagdes ofte udflytterbyer, torper, og hvor der var plads i skovegne, anlagdes nye landsbyer og enkeltgårde efter forudgående rydning.“</ref> Im 17. Jahrhundert wurde es zeitweise Tarp genannt. Es ist nicht zu verwechseln mit dem heutigen Tarp, südlich von Flensburg. Diesem Namen wurde schließlich der Sprossvokal „u“ zugefügt.<ref>Gerret Liebing Schlaber: Vom Land zum Stadtteil. Flensburgs Stadtfeld und die eingemeindeten Dörfer in Bild und Wort ca. 1860–1930. Flensburg 2009, Seite 118</ref>

Vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert

Tarup wuchs östlich der Johanniskirche an der Flensburg-Kappelner Landstraße aus drei Siedlungskernen heran, nämlich Tarup Kreuz<ref>Historisches rund um Adelby – Tarup Kreuz, Tarup Kreuz: Ein historischer Baukomplex, abgerufen am 5. März 2015</ref><ref>Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005, ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Kreuzkoppel</ref>, Groß-Tarup und Klein-Tarup. Der westliche Kern Kreuz erinnert an eine kleine Wallfahrtskapelle St. Jodocus oder St. Jost (die Kapelle war dem Heiligen Jodocus geweiht), die sich hier in vorreformatorischer Zeit befunden hatte.<ref>Vgl. Historisches rund um Adelby – Tarup Kreuz, Tarup Kreuz: Ein historischer Baukomplex, abgerufen am 5. März 2015</ref> Bis ins 20. Jahrhundert hinein war Kreuz eine Katensiedlung ohne eigenständige Bauernhöfe. Hingegen war Groß-Tarup ein Bauerndorf mit größeren Höfen, dem sich weiter östlich mit Klein-Tarup eine weitere Katensiedlung anschloss.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Orten im Kirchspiel Adelby gab es in Tarup keine kirchlichen oder adeligen Besitzungen. Das Dorf gehörte bis 1867 zum Rechtsbezirk der Husbyharde, die ihrerseits dem Amt Flensburg unterstand. Nachdem das Herzogtum Schleswig 1864 und endgültig 1867 preußisch geworden war, wurde Tarup zunächst 1869 eine eigenständige Landgemeinde im Landkreis Flensburg.

1872 gingen die Landgemeinde Adelby und die Landgemeinde Tarup zusammen und bildeten die neue Gemeinde Tarup.<ref name="B">Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein. Historisches Gemeindeverzeichnis. Kiel 1972 (genealogy.net [abgerufen am 21. April 2015]).</ref>

20. Jahrhundert

Zunächst blieb die landwirtschaftliche Struktur erhalten. Der Ausbau der Flensburg-Kappelner Chaussee, der Anschluss an die Flensburger Kreisbahn 1901 und die Eingemeindung der nördlichen Nachbargemeinden Fruerlund, Engelsby und Twedt nach Flensburg machten Tarup zu einer Vorstadt der wachsenden Fördestadt. Die Taruper Hauptstraße bekam zwischen Kreuz und Groß Tarup mehr und mehr „städtisches“ Gepräge, während der Osten ländlich geprägt blieb.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl stetig an. Nördlich der Hauptstraße entstand ein gemischtes Wohngebiet mit Ein- und Mehrfamilienhäusern mit dem Norderlück als wichtigster Straße.

1966 und 1967 kam es zum Austausch von Gebieten zwischen Tarup und Sünderup. Durch diesen Tausch wurde ein Gebiet mit 78 Einwohnern von Sünderup an Tarup abgegeben. Zudem ging das Gebiet der Adelbyer Kirche mit 30 Einwohnern an Sünderup über.<ref name="B" /><ref>Am 1. Januar 1966 schlossen sich die Gemeinden Tarup und Sünderup also offensichtlich „nicht“ zur Gemeinde Adelby zusammen. Offensichtlich falsch dargestellt in: Gerret Liebing Schlaber: Vom Land zum Stadtteil. Flensburgs Stadtfeld und die eingemeindeten Dörfer in Bild und Wort ca. 1860–1930. Flensburg 2009, Seite 31, beziehungsweise: Gerhard Nowc: Engelsby, Mürwik, Jürgensby – Stadtgeschichte vor der Haustür, in: Flensburger Tageblatt, 5. Februar 2009, abgerufen am 9. April 2014; die Falschdarstellung in dem häufiger herangezogenen Buch basiert wohl auf der unvollständigen Betrachtung des vom Autor ebenfalls genutzten Verzeichnisses: Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein. Historisches Gemeindeverzeichnis. Kiel 1972 (genealogy.net [abgerufen am 21. April 2015]).</ref> Am 1. Januar 1970 schlossen sich die Gemeinden Tarup und Sünderup zur Gemeinde Adelby zusammen.<ref name="B" /> Das zu Sünderup gehörende Adelbylund, in dem sich der Sitz der Gemeindeverwaltung befand, es war längst mit Flensburg verwachsen, wurde am 26. April 1970 an die Stadt Flensburg abgetreten.<ref>Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, Seite 413.</ref> Am 15. Februar 1970 wurde Tastrup in die Gemeinde Adelby eingegliedert. Am 24. März 1974 schlossen sich aber auch Sünderup und Tarup, nicht aber Tastrup, der Stadt Flensburg an.<ref>Stadtarchiv Flensburg. Findebuch. Eingemeindung der Gemarkungen Sünderup und Tarup der Gemeinde Adelby in die Stadt Flensburg mit Wirkung vom 24. März 1974; abgerufen am: 9. April 2014.</ref> Tastrup blieb eigenständig und firmierte weiterhin als Gemeinde Adelby. Erst am 1. Januar 1980 wurde der Name der Gemeinde Adelby amtlich in Tastrup geändert.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> Tastrup als letzte Gemarkung des Kirchspiels Adelby konnte bis zum 1. März 2023 seine kommunale Unabhängigkeit bewahren, bevor es nach Hürup eingemeindet wurde.

Seit Anfang der 1980er Jahre entstanden neue große Wohngebiete um Tarup herum, zunächst im Süden die Kreuzkoppel, dann weitere kleinere Bebauungen im Südwesten und Norden und schließlich in Richtung Klein-Tarup die Struvelücke.

Datei:Untere der Jakobsmuscheln der St. Jost-Kapelle an der St. Johanniskirche (Flensburg-Adelby).JPG
Untere der Jakobsmuscheln des ehemaligen St. Jost-Kapellen-Komplexes an der St. Johanniskirche (Flensburg-Adelby)

21. Jahrhundert

Im Norden ist Tarup von Engelsby und Twedt weiterhin durch Felder getrennt, im Südwesten auch vom inzwischen ebenfalls stark ausgeweiteten Sünderup. Weitere Baugebiete sind mittlerweile um den Siedlungskern „Großtarup“ in Planung. Der Bau der Stadtautobahn Osttangente (2006) im Bereich Adelby führte zu einer weiteren räumlichen Trennung von der inneren Stadt, durch die es ebenfalls durch Felder getrennt ist.

Der Ortsteil verfügt über eine Freiwillige Feuerwehr. Angrenzend zur Johanniskirche befinden sich ein Friedhof und eine Baumschule.

Es gibt einen dänischen Kindergarten, eine Grundschule, eine Außenstelle der Flensburger Schule für Geistigbehinderte und mit der Kurt-Tucholsky-Schule eine Kooperative Gesamtschule im Gebiet Adelby.

Durch das geplante Neubaugebiet Tarup Südost wird der Stadtteil in nächster Zukunft weiter wachsen und so wie heute schon Sünderup (über Hochfeld und Kattloch) mit Tastrup zusammenwachsen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 29. November 2014 im Internet Archive)</ref> Um 2014 herum war Tarup der Stadtteil Flensburgs, der am stärksten wächst.<ref>Flensburger Tageblatt: Sozialatlas 2014: Wo Flensburg am jüngsten ist, vom 19. November; abgerufen am 19. November</ref>

Persönlichkeiten

Siehe auch

Weblinks

Commons: Tarup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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