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Absoluter Link

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Ein absoluter Link (je nach Kontext auch absoluter Pfad, im Web auch: absoluter URL) bezeichnet eine vollständige Adresse, die eine Ressource (z. B. eine Datei bzw. ein elektronisches Dokument oder ein Verzeichnis) eindeutig identifiziert. Der Begriff wird in der Informatik in zwei unterschiedlichen, aber verwandten Kontexten verwendet: im World Wide Web sowie in lokalen Dateisystemen. Beide Konzepte sind strukturell ähnlich.

  • Ein absoluter Pfad im Web ist ein vollständiger URL.
  • Ein absoluter Link im Web ist ein vollständiger URL, der als Hyperlink formatiert ist.
  • Ein relativer Link wird erst im Kontext einer Website aufgelöst.
  • Ein absoluter Pfad im Dateisystem identifiziert eine Datei eindeutig lokal auf einem Computer oder in einem lokalen Netzwerk.
  • Das file://‑Schema ist eine Möglichkeit, lokale Pfade im Webbrowser darzustellen, aber kein Webzugriff.

Absolute Links im Web

Im World Wide Web ist ein absoluter Pfad/Link ein vollständiger URL, der alle Bestandteile enthält, die ein Webbrowser benötigt, um eine Ressource eindeutig zu finden. Dazu gehören insbesondere:

Beispiel:

https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc3986 (absoluter Pfad)
https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc3986 (absoluter Link)

Im HTML-Quelltext kann ein absoluter Link z. B. lauten:

<a href="https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc3986">rfc3986</a>

Ein solcher Link funktioniert unabhängig davon, wo sich das verweisende Dokument befindet. Er ist global eindeutig und verweist immer auf dasselbe Ziel (wobei der Vollständigkeit halber erwähnt sei, dass ein Zielwebserver so programmiert sein kann, dass er unter derselben Adresse unterschiedliche Dokumente ausgibt – z. B. abhängig von der Zeit oder der IP-Adresse des Clients).

Relative Links im Web

Ein relativer Link enthält nur den Pfad relativ zum Speicherort des aktuellen Dokuments. Er wird erst im Kontext der aufrufenden Seite aufgelöst.

Beispiele für relative Pfade:

datei.html
rfc/rfc3986

Im HTML-Quelltext kann ein relativer Link z. B. lauten:

<a href="rfc/rfc3986">rfc3986</a>

Relative Links sind kürzer und robuster gegenüber Umstrukturierungen innerhalb einer Website, funktionieren jedoch nur innerhalb derselben Domain. Externe Links können nur mittels absoluter Pfade (siehe oben) erstellt werden.

Absolute Pfade in lokalen Dateisystemen

Der Begriff des absoluten Pfads existiert auch in lokalen Dateisystemen. Ein absoluter Pfad beschreibt den Ort einer Datei eindeutig innerhalb eines Computersystems.

Beispiele:

  • Unter Windows: C:\Users\Name\Verzeichnis\datei.txt
  • Unter Unix/Linux/macOS: /home/name/verzeichnis/datei.txt

Diese Pfade haben nichts mit Webservern oder URLs zu tun, folgen aber dem gleichen Prinzip: Sie beginnen immer an der Wurzel des jeweiligen Dateisystems.

Symbolische Links

In Unix‑ähnlichen Betriebssystemen existieren symbolische Links (engl. symbolic links, symlinks), die als Verweise auf andere Dateien oder Verzeichnisse dienen. Ein symbolischer Link kann dabei:

  • einen absoluten Pfad enthalten (z. B. /usr/local/bin/program)
  • oder einen relativen Pfad (z. B. ../bin/program)

Ein absoluter symbolischer Link bleibt gültig, solange das Ziel im Dateisystem unverändert bleibt. Ein relativer symbolischer Link bleibt dagegen auch dann funktionsfähig, wenn das gesamte Verzeichnis, das den Link enthält, verschoben wird — solange die relative Struktur erhalten bleibt.

Zugriff auf lokale Dateien im Webbrowser

Webbrowser können lokale Dateien öffnen, verwenden dafür jedoch das URL-Schema file://. Dieses Schema bildet lokale Dateipfade in eine URL-ähnliche Form ab.

Beispiele:

file:///C:/Benutzer/Name/Dokumente/datei.txt
file:///home/name/dokumente/datei.txt

Dies ist kein Webzugriff, sondern lediglich eine Darstellung lokaler Pfade im URL-Format. Der Browser agiert hier eher wie ein Dateimanager, nicht wie ein Webclient.

Diese Pfade bzw. Links sind somit zwar absolut im Kontext des Dateisystems der benutzenden Person, es handelt sich jedoch um keine absoluten Links im Web.

Siehe auch

Weblinks