Humboldtsaphirkolibri
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| Humboldtsaphirkolibri | ||||||||||
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| Datei:Chrysuronia humboldtii Humboldt's Sapphire; Chocó, Colombia.jpg
Humboldtsaphirkolibri (Chrysuronia humboldtii) | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Chrysuronia humboldtii | ||||||||||
| (Bourcier & Mulsant, 1852) |
Die Humboldtsaphirkolibri (Chrysuronia humboldtii; Syn. Hylocharis humboldtii) oder manchmal auch Humboldt-Saphirkolibri oder Humboldtssaphir ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art kommt in den südamerikanischen Ländern Kolumbien und Ecuador sowie in dem mittelamerikanischen Land Panama vor. Der Bestand wird von der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern) eingeschätzt.
Merkmale
Der Humboldtsaphirkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 9 Zentimetern. Der gerade, spitze Schnabel wird etwa 18 Millimeter lang, wobei der Unterschnabel rötlich mit einer schwarzen Spitze ist. Die Gesichtsmaske und das Kinn des Männchens glänzen blau, während der Scheitel grünblau gefärbt ist. Postokular (hinter den Augen) befindet sich ein markanter weißer Tupfen. Die Oberseite, die Kehle und die Brust glitzern grün, welches an den Flanken in ein dunkles metallisches Grün übergeht. Vom Bauch bis zu Steiß ist die Färbung weiß. Der Schwanz ist dunkelgrün.<ref name="stiles68">Frank Gary Stiles, S. 68.</ref> Das Weibchen ist auf der Oberseite grün schimmernd, seine Unterseite ist weiß mit grünen Flecken an Hals und Brust. Der grüne Schwanz weist an den äußeren Steuerfedern weiße Sprenkel auf.<ref name="ridgely 261">Robert S. Ridgely, u. a. (Band 2), S. 261.</ref>
Verbreitung und Lebensraum
Die Art bewohnt Mangrovenwälder und angrenzende Gebiete nahe der Pazifikküste. In Panama ist sie sehr selten und wurde bisher nur im äußersten Südwesten der Provinz Darién beobachtet.<ref name="ridgely 214">Robert S. Ridgely, John A. Gwynne, S. 214.</ref> In Kolumbien findet man sie an der gesamten Pazifikküste bis in den südwestlichen Teil des Departamento de Nariño.<ref name="hilty269">Steven L. Hilty u. a., S. 269.</ref> In Ecuador kommt sie nur extrem selten im Nordwesten in der Provinz Esmeraldas vor.<ref name="ridgely 353">Robert S. Ridgely, u. a. (Band 1), S. 353.</ref>
Verhalten
Die Vögel fliegen unter anderem die Blüten der zur Familie der Tetrameristaceae gehörenden Pelliciera rhizophorae an. Während der Balz sitzen bis zu vier Männchen auf einem Ast in Höhen zwischen 3 und 6 Metern und singen.<ref name="stiles69">Frank Gary Stiles, S. 69.</ref>
Gefährdung
Die Zerstörung der pazifischen Mangrovenwälder durch den Schnitt von Brennholz und den Abbau von Kohle stellt ein potentielles Risiko für diese Art dar. Ein weiteres Problem ist die Errichtung von Teichen zur Zucht von Garnelen, die ebenfalls das Ökosystem der Mangroven bedroht.<ref name="stiles70">Frank Gary Stiles, S. 70.</ref> Ansonsten ist wenig über ihr Verhalten bekannt.
Unterarten
Im Moment sind keine Unterarten des Humboldtsaphirkolibris bekannt. Er gilt als monotypisch.<ref>IOC World Bird List Hummingbirds</ref>
Etymologie und Forschungsgeschichte
Jules Bourcier und Étienne Mulsant beschrieben den Kolibri ursprünglich unter dem Namen Trochilus humboldtii.<ref name="bourcier142">Jules Bourcier al, S. 142.</ref> Lange wurde er der Gattung Hylocharis <templatestyles src="Person/styles.css" />Boie, 1831 zugeschlagen. Gelegentlich findet man ihn in der Literatur als Unterart des Blaukopfsaphirs (Hylocharis grayi humboldtii). Das South American Classification Committee betrachtet H. humboldtii als eigene Art und vermutet einen Fehler bei der Zusammenführung beider Arten durch James Lee Peters.<ref>SACC <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Proposal (#88) to South American Check-list Committee Split Hylocharis grayi into two species ( vom 28. Juni 2010 im Internet Archive) (englisch)</ref> Erst 1850 führte Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte die Gattung Chrysuronia u. a. für diese monotypische Art ein.<ref name="bonaparte75">Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte, S. 75.</ref><ref group="A">Neben dem Humboldtsaphirkolibri ordnete er auch den Bronzeschwanz-Saphirkolibri, den Goldsaphirkolibri (Hylocharis chrysura (<templatestyles src="Person/styles.css" />Shaw, 1812)) (= Syn. Ornismya chrysura <templatestyles src="Person/styles.css" />Lesson, 1832), den Goldschwanz-Saphirkolibri (= Syn. Hylocharis eliciae (<templatestyles src="Person/styles.css" />Bourcier & <templatestyles src="Person/styles.css" />Mulsant, 1846)) (= Syn. Trochilus eliciae) und eine Unterart des Blauschwanz-Smaragdkolibri (Chlorostilbon mellisugus phoeopygus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Tschudi, 1844)) (= Syn. Trochilus phaeopygus) der neuen Gattung zu.</ref> Dieser Name ist eine Kombination zweier Artennamen chrysura und oenone, die Bonaparte der Gattung zugeordnet hatte. Chrysura leitet sich von den griechischen Wörtern »chrysos, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)« für »Gold« und »-ouros, oura, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)« für »-schwänzig, Schwanz« ab.<ref>Chrysuronia in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Das Artepitheton humboldtii wurde zu Ehren von Alexander von Humboldt (1769–1859) vergeben.<ref name="bourcier143">Jules Bourcier al, S. 143.</ref>
Literatur
- Peter H. Barthel, Christine Barthel, Einhard Bezzel, Pascal Eckhoff, Renate van den Elzen, Christoph Hinkelmann, Frank Dieter Steinheimer: Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen. 3. Auflage. Deutsche Ornithologen-Gesellschaft, Radolfzell 2002 (do-g.de [PDF]).
- Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte: Conspectus generum avium. Band 1. E. J. Brill, Leiden 1850 (biodiversitylibrary.org).
- Jules Bourcier, Étienne Mulsant: Description quelques nouvelles espèces d'oiseaux-mouches. In: Annales des sciences physiques et naturelles, d'agriculture et d'industrie (= 2. Band 4). 1852, S. 139–144 (bnf.fr).
- Steven L. Hilty, William Leroy Brown: A Guide to the Birds of Colombia. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1986, ISBN 0-691-08372-X.
- Robert S. Ridgely, Paul J. Greenfield: Birds of Ecuador Field Guide. Band 1. Cornell University Press, Ithaca, New Jersey 2001, ISBN 0-8014-8720-X.
- Robert S. Ridgely, Paul J. Greenfield: Birds of Ecuador Field Guide. Band 2. Cornell University Press, Ithaca, New Jersey 2001, ISBN 0-8014-8721-8.
- Robert S. Ridgely, John A. Gwynne: A Guide to the Birds of Panama: With Costa Rica, Nicaragua, and Honduras. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1989, ISBN 0-691-02512-6.
- Frank Gary Stiles: Notas taxonómicas sobre aves colombianas. I. El rango taxonómico de Hylocharis humboldtii. (Trochilidae). In: Ornitología Colombiana. Band 1, 2003, S. 68–70 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online ( vom 12. April 2013 im Internet Archive)).
Weblinks
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2022.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2016.
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Factsheet auf BirdLife International ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)
- Humboldtsaphirkolibri (Chrysuronia humboldtii) bei Avibase
- Vorlage:EBird.org
- Chrysuronia humboldtii im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Humboldtsaphirkolibri (Chrysuronia humboldtii)
- Humboldt's Sapphire (Chrysuronia humboldtii) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
Einzelnachweise
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Anmerkungen
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