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Projekte-Verlag Cornelius

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Der Projekte-Verlag Cornelius GmbH war ein deutscher Buchverlag mit Sitz in der Lutherstadt Eisleben.

Geschichte

Vorlage:Hinweisbaustein Am 28. Oktober 1990 wurde die Firma JUCO als Sport- und Kulturverlag in Halle (Saale) gegründet. Im Dezember 1991 wurde sie zur JUCO GmbH.<ref>Handelsregister B des Amtsgerichts Stendal, Historischer Auszug zur Registernummer 3661, abgerufen unter handelsregister.de.</ref> Vom Jahr 2000 an trat sie gemeinsam mit dem Projekte-Verlag 188 aus Halle (Saale) als Zuschussverlag in Erscheinung.<ref>Projekte-Verlag Bücher auf Anfrage gedruckt, Mitteldeutsche Zeitung vom 1. Mai 2002.</ref> Seit 2007 firmierten beide gemeinsam unter dem Namen Projekte-Verlag Cornelius GmbH.<ref>Liste der Gesellschafter der Projekte-Verlag Cornelius GmbH mit dem Sitz in Halle (Saale) vom 17. Januar 2007, abgerufen über handelsregister.de.</ref>

Anfänglich prägten Regionales und Zeitzeugen-Berichte das Profil beider Verlage.<ref>Bücherfrühling '96, Mitteldeutsche Zeitung vom 1. Mai 1996.</ref> Ab 2000 kamen Sachbücher und Belletristik dazu. In der Rubrik Sachbuch werden Biografien von Persönlichkeiten der Geschichte, Lexika, philosophische Schriften sowie technische, historische und naturwissenschaftliche Abhandlungen und Nachschlagewerke veröffentlicht. Das belletristische Angebot enthielt neben Romanen, Erzählungen und Lyrik auch Science-Fiction, Kinderbücher und Reisebeschreibungen. Gegenwartsbezogene Veröffentlichungen werden ergänzt durch eine „Klassische Reihe“, in der Schriftsteller wie Wilhelm Müller, Adelbert von Chamisso, Joseph von Eichendorff, Paul Fleming, Gottfried August Bürger, Gotthold Ephraim Lessing bis Walter Bauer erschienen.

Schwerpunkt des Verlages waren die Editionen Cornelius, Ammonit und Korit. In der Edition Cornelius erschienen Autoren der letzten Jahrzehnte mit neuen Werken: Volker Braun, Róža Domašcyna, Barbara Schaeffer-Hegel, Rosemarie Fret, Christa und Gerhard Wolf. Die Edition Ammonit enthielt Romane und Zeitzeugenberichte von unbekannten Autoren. Die Bücher gründeten sich auf geschichtliche Vorgänge, die dokumentiert worden waren. Vorlagen waren Berichte und Chroniken, Eintragungen in Registraturen und Kirchenbüchern und eigene Erfahrungen, die in literarische Stoffe verwandelt wurden. Die Edition Korit widmete sich noch unbekannten Autoren von Unterhaltungs- und Kinderliteratur. Der Verlag betreute ein Verlagsprogramm, das Autorenprogramm, Zeitzeugenberichte und Sachbücher. Ein Teil der Bücher war auch als E-Book erhältlich.

Besonderes Merkmal des Projekte-Verlag Cornelius war die angeschlossene Buchfabrik Halle, die ihre Wurzeln in der JUCO GmbH hatte, und im Dezember 2013 wie der Rest des Unternehmens in die Lutherstadt Eisleben umzog. Die Buchfabrik war eine Digitaldruckerei und Buchbinderei (Paperback und Hardcover), die eine Buchproduktion im eigenen Haus ermöglichte. Darüber hinaus war sie deutschlandweit für andere Verlage, Druckhäuser und private Auftraggeber tätig.<ref>Projekte-Verlag Großer HO ist jetzt gläserne Buchfabrik, Mitteldeutsche Zeitung, 12. Februar 2014</ref>

Die Verlagsgesellschaft ist nach einem Insolvenzverfahren im Jahr 2014 erloschen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hiobsbotschaft aus Eisleben - Projekte-Verlag sucht Investor (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. April 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.localxxl.com, Mitteldeutsche Zeitung, 22. August 2014</ref>

Der Verlag erschien, da er offenbar auch als Publikationsdienstleister arbeitete und in ungeklärtem Umfang Autoren an den Kosten von Erstauflagen beteiligte, in mehreren im Internet kursierenden Listen sogenannter „Druckkostenzuschussverlage“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liste von nein-zu-dkzv (Memento vom 26. Januar 2017 im Internet Archive), basiert auf der Liste des Montségur-Autorenforums.</ref>, wogegen sich der Verlag in einem offenen Brief zur Wehr zu setzen versuchte.<ref>«Offener Brief» des «Projekte Verlages Cornelius» an die Gegner von Druck-Kosten-Zuschuss-Verlagen: «Schluss mit der Hysterie und Intoleranz!», glarean-magazin.ch, 9. September 2011, abgerufen am 30. Januar 2020.</ref>

Einzelnachweise

<references />