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Valie Export

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Datei:Österreichischer Filmpreis 2013 C Valie Export.jpg
Valie Export, 2013

Valie Export (* 17. Mai 1940 in Linz), mit bürgerlichem Namen Waltraud Stockinger,<ref>Moneyhouse - Handelsregister- & Wirtschaftsinformationen. Abgerufen am 5. März 2023.</ref> ehemals Waltraud Höllinger,<ref name="rosenbrock">Jessica Rosenbrock: Analyse aktueller Werkbeispiele der Medienkunst (VALIE EXPORT und Cindy Sherman) hinsichtlich der Relevanz medienspezifischer Aspekte. 2006, ISBN 3-638-55301-9 (grin.com [abgerufen am 5. März 2023]).</ref> geborene Waltraud Lehner,<ref>Matthias Dusini: Sex, Lügen & Videos. In: Falter. Nr. 05/2005. (online)</ref> ist eine österreichische Medienkünstlerin, Performancekünstlerin und Filmemacherin.<ref name="valieexportbio">Offizielle Website. Valie Export, abgerufen am 5. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leben

Waltraud Lehner wuchs in Linz mit zwei Schwestern als Tochter einer Kriegswitwe auf und ging in eine Klosterschule.<ref>Katja Nicodemus: Sie zeigt es uns. In: Die Zeit, Nr. 46/2010, S. 71; <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />electronicsandbooks.com (Memento vom 8. Juli 2015 im Internet Archive; PDF; 14 MB)</ref> Von 1955 bis 1958 besuchte sie die damalige Kunstgewerbeschule Linz ihrer Heimatstadt. Mit achtzehn Jahren heiratete sie und bekam im selben Jahr ihre Tochter Perdita.<ref name="jimmy">Werner DePauli-Schimanovich: Europolis. Hrsg.: Norbert Rozsenich. Werner DePauli-Schimanovich, 2007, ISBN 978-3-902514-89-9 (google.de).</ref> Nach der Trennung von ihrem Ehemann ging sie 1960 nach Wien und besuchte bis 1964 die Höhere Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt für Textilindustrie.<ref name="rosenbrock" /> Nach ihrem Diplom im Bereich Design ging sie in die Filmbranche und arbeitete als Script Girl, als Filmeditorin sowie als Komparsin.

Valie Export

1967 legte die Künstlerin Valie Export in einer radikalen Geste sowohl den Namen ihres Vaters als auch den ihres Mannes ab, um eine neue Identität anzunehmen und gleichzeitig ihre Präsenz in der Kunstszene zu verkünden, mit der Vorgabe, ihn nur in Versalien zu schreiben.<ref>Andrea Zell: Valid Export. Inszenierung von Schmerz: Selbstverletzung in den früheren Aktionen. Berlin 2000, S. 15.</ref> So entstanden die Namen EXPORT und VALIE, ihr Nickname, in Linz. Die damals beliebte Zigarettenmarke Smart Export diente dazu, den Namen zu transportieren. Das Werk VALIE EXPORT-SMART EXPORT zeigt die Künstlerin in einer trotzigen Pose im Stil der Jugendprotestbewegung der späten 1960er Jahre, in der sie eine Schachtel österreichischer Smart Export-Zigaretten mit ihrem eigenen Gesicht und Logo in der Hand hält. Ein Porträtfoto ersetzte die Weltkugel in der Mitte der Packung. Den Originalschriftzug Semper et ubique um das Foto ließ sie stehen, lediglich das Wort Smart ersetzte Export durch VALIE.<ref name="Lackner" /> Im Museum of Modern Art in New York ist diese künstlerisch veränderte Zigarettenpackung, Exports erstes Kunstwerk, ausgestellt.<ref>VALIE EXPORT SMART EXPORT 1970. In: moma.org. The Museum of Modern Art, abgerufen am 10. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Frühes Werk

Ab 1965 wandte sie sich vermehrt dem Medium Film zu und verfasste 1966 ein Drehbuch mit dem Arbeitstitel AUS ALT MACHT NICHT NEU – ein versuch der sinnlosigkeit. metaphorische bildassoziation, Projekt.<ref>ktv_creitmayr: Valie Export. In: wien.gv.at. Abgerufen am 5. März 2023.</ref>

„Expanded Cinema“

Die frühen Arbeiten von Valie Export zeichnen sich insbesondere durch die Auseinandersetzung mit Feminismus, Aktionskunst und dem Medium Film – insbesondere Ende der 1960er Jahre mit der Bewegung des Expanded Cinema<ref>Valie Export: „Ich kann erst seit wenigen Jahren von meiner Kunst leben“. SWR2, abgerufen am 5. März 2023.</ref> – aus. Eine ihrer bekanntesten Aktionen war das Tapp- und Tastkino. Gemeinsam mit ihrem neuen Partner Peter Weibel, dessentwegen sie ein Verhältnis mit Friedensreich Hundertwasser beendet hatte,<ref name="jimmy" /> realisierte sie es erstmals im Rahmen des 1. Europäischen Treffens der Unabhängigen Filmemacher in München. Bei dieser Performance auf öffentlichen Plätzen trug Export eine lockige Perücke, war geschminkt und trug über ihren nackten Brüsten einen Kasten mit zwei Öffnungen. Der restliche Oberkörper war mit einer Strickjacke bedeckt. Peter Weibel warb durch ein Megafon und lud die Schaulustigen zum Besuch ein. Diese hatten 12 Sekunden lang Zeit,<ref>Medienkünstlerin Valie Export: "Die Jungen müssen eigene Formen finden". In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 5. März 2023]).</ref><ref>Metropolis auf ARTE am 4. Feb. 2018</ref> mit beiden Händen durch die Öffnungen zu strecken und die nackten Brüste der Künstlerin zu berühren.<ref>Export, Valie: Tapp- und Tastkino. Medien Kunst Netz, 10. Juli 2020, abgerufen am 10. Juli 2020.</ref><ref>Andrea Zell: Valie Export. Inszenierung von Schmerz: Selbstverletzung in den früheren Aktionen. Berlin 2000, S. 35.f.</ref>

Valie Export sagte später zu dieser Aktion: „[…] das Tapp- und Tastkino – das war Straßenaktion, es war Feminismus, es war Expanded Cinema, es war Film; ich nannte das Tapp- und Tastkino damals auch Tapp- und Tastfilm. […], denn ich sagte damals, jeder Mensch kann diese Filmaktion durchführen, Filminstallation ausführen, es gibt kein Original.“<ref>Gerald A. Matt: Österreichs Kunst der 60er-Jahre. Gespräche. Hrsg.: Österreichisches Parlament. 2011, S. 92.</ref> Sie sah diese Aktion als „erweitertes Kino, das Filmzuschauer mit dem konfrontiert, was im abgedunkelten Saal als normal angesehen wird: der voyeuristische Blick auf Frauenkörper.“ Nach der Aktion wurde Valie oft angefeindet: „Ich habe Drohbriefe bekommen und Drohanrufe. Das war unangenehm und auch gefährlich.“<ref name="Lackner">Herbert Lackner: Valie Export: „Gegen das Männlich-Dominante habe ich mich gewehrt“. In: profil.at. 22. Juli 2015, abgerufen am 10. September 2021.</ref>

„Aus der Mappe der Hundigkeit“

Zu sehen sind drei Frauen, welche jeweils eine Hundeleine halten die an einem Mann, welcher auf allen Vieren, wie ein Hund, durch die Stadt geführt wird
Frauen bei Ausführung der Aktion „Aus der Mappe der Hundigkeit“ von VALIE EXPORT in Tallinn 2000

1968 führte sie Peter Weibel an einer Leine erstmals zu einer Vernissage in die Galerie Sankt Stephan, eine Woche darauf auch über die Kärntnerstraße spazieren. Gewöhnlich gekleidet und eine Normalität vorspielend, setzte Valie Export ihre Kunstaktion „Aus der Mappe der Hundigkeit“ vor den Augen des empörten Wiener Bürgertums um. Bei einer Ausstellung wurde Valie Export gefragt, ob der Hund auch Papier esse. Export antwortete: „Nein, er ist kein Hund, es ist der Weibel.“<ref name="Lackner" /> Die Künstlerin weist mit einem provokanten Zusammenspiel von Zuordnungen, das Aufzeigen von Klischees um die Verschiebung zwischen Mensch und Hund hin, welches sich zum Konzept des Wiener Aktionismus zuordnen lässt.<ref>Wie viel Vergangenheit steckt in einer Minute? In: blog.staedelmuseum.de. Städelsches Kunstinstitut, abgerufen am 10. September 2021.</ref>

„Aktionshose: Genitalpanik“

1969: Mit wild zerzaustem Haar und im Schritt offener Hose marschierte Valie Export in ein Münchner Kino und forderte die Besucher auf, einen echten Frauenkörper zu betrachten und nicht die Bilder, die sie von der Leinwand kannten. Mit der Maschinenpistole (MP oder MPi) in der Hand, welche sie auf die Köpfe der Menschen richtete, bewegte sich die Künstlerin langsam von Reihe zu Reihe, bis die Besucher schweigend aufstanden und das Kino verließen.<ref>Lars: Valie Export und die ‚Aktionshose Genitalpanik‘. In: arte-concreta.com. 9. Juni 2021, abgerufen am 10. September 2021.</ref> Mit der Performance Aktionshose: Genitalpanik weist Valie Export darauf hin, dass „ein Genital, das für die Männer ja auch sehr bedrohlich ist“ und als Gegensatz, in Form der Maschinenpistole, ein Werkzeug zur Geltung komme, das „männliche Macht demonstriert“.<ref name="Lackner" />

Zu dieser Performance gibt es ein Poster und ein als Fotoserie gedrucktes Motiv: Valie Export ist sitzend, mit zerzausten Haaren auf einer Holzbank zu sehen, die Beine weit auseinander gespreizt und schussbereit eine Maschinenpistole haltend. Zwischen ihren Schenkeln fehlt ein dreieckig ausgeschnittenes Stück Stoff, welches den Blick im Schrittbereich auf ihre natürlich behaarte Vulva freilegt.<ref>Aktionshose: Genitalpanik, 1969. Richard Saltoun Gallery, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. September 2021.</ref>

Rückwirkend sagt Valie Export in einem Interview auf die Feststellung, dass sich seither vieles für Frauen verändert habe:

„Nicht wirklich. Dass Ehefrauen heute in Österreich nicht mehr ihre Männer fragen müssen, ob sie arbeiten gehen dürfen, ist ja logisch, das geht in einer modernen Gesellschaft, die auch die Frauen auf dem Arbeitsmarkt braucht, nicht anders. Es ist eine ökonomische Notwendigkeit. Aber sonst? Die Löhne sind niedriger als die der Männer, Gewalt gegen Frauen gibt es unermesslich viel, ganz abgesehen von Zwangsehen, Beschneidungen und Vergewaltigung als kriegerisches Machtmittel. Allzu viel hat sich nicht geändert in der Welt.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />VALIE EXPORT<ref>profil.at</ref>

Wiener Aktionismus

Im Umfeld des Wiener Aktionismus – einer Bewegung, bestehend zum Großteil aus männlichen Kunstschaffenden, die von 1962 bis 1970 das Konzept der amerikanischen Happening- und Fluxus-Kunst aufgriffen und auf provokante Weise umsetzten – ist Valie Export zugehörig. Export betont immer wieder die Unterschiede zwischen den Aktionen der Gruppe und ihren eigenen Arbeiten. Später sagte sie in einem Interview: „Ein Teil meiner Arbeiten ist sicherlich mit dem Wiener Aktionismus verbunden, obwohl es gravierende Unterschiede gibt. Ich fühle mich der ganzen Richtung des Aktionismus zugehörig, ich sehe mich, neben meiner Arbeit als Medienkünstlerin oder Filmemacherin, vor allem als Aktions- und Performancekünstlerin. Das würde ich aber nicht mit dem Wiener Aktionismus vergleichen, weil er von meinen Formen der Arbeit ästhetisch, inhaltlich und formal unterschieden war.“<ref>Andrea Zell: Valid Export. Inszenierung von Schmerz: Selbstverletzung in den früheren Aktionen. Berlin 2000, S. 18.</ref> Ihr war stets bewusst, dass sie als Feministin mit dem männlich dominierten Frauenbild der Aktionsgruppe keinen Einklang finden würde.<ref name="Lackner" />

1970 wurde ihr die Sorge für ihre Tochter Perdita aberkannt.<ref>Susanne Weingarten: Heimkehr der verlorenen Tochter. In: Der Spiegel. Nr. 18, 1997 (online).</ref> Die Entstehung von Valie Export markierte die Künstlerin im selben Jahr in der Arbeit VALIE EXPORT – Smart Export durch die teilweise Überklebung einer Zigarettenpackung der zu jener Zeit sehr populären österreichischen Marke Smart Export mit dem Namenszug „VALIE“ und ihrem Porträt.<ref>VALIE EXPORT. pomeranz-collection.com; abgerufen am 31. August 2014.</ref><ref group="A">Photo</ref> Dieses wollte sie als feministische Kritik an patriarchal-kapitalistischen Zuschreibungspraktiken verstanden wissen: Bevor ein Eigenname die individuelle Einspeisung ins Marktgeschehen verdecke, werde er besser durch ein Logo ersetzt.<ref>Ines Kappert: Die Mechaniken des Blicks. VALIE EXPORT hat die Medienkunst miterfunden und geprägt. In: Jungle World. Nr. 6 am 29. Januar 2003 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />(online) (Memento vom 2. Mai 2007 im Internet Archive)</ref>

Auch 1970 machte sie ihren Körper für die Arbeit „Body Sign Action“ zur Leinwand und ließ sich von dem Tätowierer Horst Streckenbach ein Strumpfband in Schwarz und Rot auf den Oberschenkel tätowieren.<ref>Julia Cwojdzinski: Die Tätowierung als Medium. Eine medienwissenschaftliche Verortung von Tattoos und ihrer medialen Strategien. Dissertation, Köln 2020, S. 5–8; 22–25.</ref><ref>Valie Export: “Ich wollte raus”: Thomas Trenkler. Abgerufen am 5. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Aktion fand im Studio Streckenbachs in der Kurt Schuhmacher Straße statt. Der Fotograf Gunther Rambow dokumentierte die Kunstaktion.<ref>Manfred Kohrs: Tätowierungen in der bildenden Kunst des späten 20. Jahrhunderts, in: Tattoo Kulture Magazine 42, Januar/Februar 2021, S. 26.</ref> 1971 rollte Valie Export nackt über Glasscherben, um „dem männlichen Blick auf eine nackte Frau eine andere Perspektive entgegenzusetzen.“<ref>Anne Goebel: Wie befreit. Warum die Wiener Aktionskünstlerin Valie Export gerade neue entdeckt wird. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 26./27. Januar 2019, Nr. 22, S. 47.</ref> 1972 trennten sich Peter Weibel und sie.<ref name="jimmy" />

Mitte der 1970er Jahre bis heute

Datei:GuentherZ 2011-03-19 1635 Allentsteig Landschaftsmesser.jpg
Landschaftsmesser in Allentsteig.
Datei:Österreichischer Filmpreis 2015 trophies 2.jpg
Der von Valie Export gestaltete und 2011 erstmals vergebene Österreichische Filmpreis

1977 nahm sie an der documenta 6 in Kassel teil. 1980 vertrat sie gemeinsam mit Maria Lassnig Österreich auf der Biennale in Venedig.<ref name="bawiexpo">basis wien: basis wien - VALIE EXPORT. Abgerufen am 5. März 2023.</ref> Ihr Spielfilm Die Praxis der Liebe lief im Wettbewerb um den Goldenen Bären der Internationalen Filmfestspiele von Berlin 1985. 1992 wurde ihr Werk im Rahmen einer Retrospektive in der Landesgalerie des Oberösterreichischen Landesmuseums in Linz erstmals in einer Einzelausstellung präsentiert, der viele weitere folgten.<ref name="bawiexpo" /> Gleichzeitig nahm seitdem die öffentliche Wahrnehmung ihrer künstlerischen Arbeit ab.<ref name="frauenpreis">ktv_creitmayr: VALIE EXPORT. Abgerufen am 5. März 2023.</ref>

Von 1989 bis 1992 war Valie Export Full Professor an der University of Wisconsin–Milwaukee, School of Fine Arts, 1991 bis 1995 Professorin im Fachbereich Visuelle Kommunikation an der Universität der Künste Berlin. In dieser Zeit lernte sie auch ihren späteren zweiten Ehemann Robert Stockinger kennen.<ref>derStandard.at. Abgerufen am 5. März 2023.</ref> Von 1995/1996 bis 2005 war sie Professorin für Multimedia-Performance an der Kunsthochschule für Medien Köln. 2007 beteiligte sie sich mit Arbeiten sowohl am Rahmenprogramm der documenta 12 als auch an dem der Biennale in Venedig,<ref name="valieexportbio" /> wo sie zudem 2009 Co-Kommissärin des österreichischen Pavillons war.

Valie Export lebt in Wien.<ref name="valieexportbio" />

Die Stadt Linz erwarb 2015 ihr Archiv und eröffnete am 11. November 2017 in der Tabakfabrik Linz das Valie Export Center. Ihr Vorlass gelangt damit in eine ehemalige Produktionsstätte des Unternehmens, dessen Marke Smart Export sie ihren Künstlernamen entnommen hat.<ref>Valie-Export-Archiv: Leben im Zeichen der Radikalität. 11. November 2017, abgerufen am 5. März 2023.</ref>

Im Juli 2020 berichtete der ORF, dass sie ihr gesamtes filmisches Werk dem Österreichischen Filmmuseum in Wien schenken werde.<ref>Valie Export schenkt Filme dem Filmmuseum. In: wien.orf.at. Österreichischer Rundfunk, 10. Juli 2020, abgerufen am 10. September 2021.</ref>

Politisches Engagement

Im Februar 2023 war Valie Export Erstunterzeichnerin der von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer initiierten umstrittenen Petition Manifest für Frieden, mit dem die Ukraine nach dem russischen Überfall auf das Land indirekt aufgefordert wurde, ihre Waffen niederzulegen. Heute würde sie das Manifest nicht mehr unterschreiben, denn es „wurde und wird missbraucht“, zitierte die österreichische Nachrichtenagentur APA die Künstlerin kurz darauf.<ref>APA: VALIE EXPORT zeigt in Bregenz Antikriegsinstallation. In: Salzburger Nachrichten, 2. März 2023, online, abgerufen am 18. Januar 2024</ref>

Auszeichnungen

Ausstellungen (Auswahl)

Kunstwerke im öffentlichen Raum

Anmerkungen

<references group="A" />

Literatur

  • Peter Assmann (Hrsg.): Valie Export. Oberösterreichische Landesgalerie, Linz 1992, ISBN 3-900746-48-6.
  • Julia Cwojdzinski: Die Tätowierung als Medium. Eine medienwissenschaftliche Verortung von Tattoos und ihrer medialen Strategien. Dissertation. Köln 2020 (khm.de – Ausgangspunkt ist dabei das Werk Body Sign Action von Valie Export aus dem Jahr 1970).
  • Robert Kudielka, Michael Schoenholtz, Inge Zimmermann (Vorw.): aus. gezeichnet. zeichnen. Eine Ausstellung der Sektion Bildende Kunst. Akademie der Künste, 25. April bis 14. Juni 2009, ISBN 978-3-88331-127-2.
  • Walter Moser (Hrsg.): Valie Export Symposium. Fotohof>Edition, Salzburg 2025. ISBN 978-3-903334-82-3.
  • Roswitha Mueller: Valie Export – Bild-Risse. Passagen-Verlag, Wien 2002, ISBN 3-85165-354-8.
  • Anita Prammer: Valie Export, eine multimediale Künstlerin. Wiener Frauenverlag, 1988, ISBN 3-900399-25-5.
  • Thomas Trummer (Hrsg.): Valie Export: Serien. Revolver Archiv für aktuelle Kunst, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-86588-050-9.
  • Arthur Wohlgemuth: Valie Export – Filmmacherin, Performance-Künstlerin. In: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, Lieferung 5, 1985.
  • Andrea Zell: Valie Export. Inszenierung von Schmerz: Selbstverletzung in den frühen Aktionen. Reimer, Berlin 2000, ISBN 3-496-01224-2.

Weblinks

Commons: Valie Export – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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