Abraham Bloemaert
Abraham Bloemaert (* 25. Dezember 1564 in Gorinchem, Holland; † 27. Januar 1651 in Utrecht) war ein niederländischer Maler.
Leben
Bloemaert, Sohn des Bildhauers und Architekten Cornelis Bloemaert, lernte in Utrecht und Paris, ließ sich 1597 als Bürger in Amsterdam aufnehmen und war seit 1611 in Utrecht tätig, wo er bis an seinen Tod sesshaft geblieben zu sein scheint.
Bloemaert übte einen großen Einfluss auf die holländische Malerei aus. Er vermittelte gewissermaßen zwischen ihr und der flämischen Schule und kultivierte die Historie, das Porträt, das Genre und die Landschaft.
Die zahlreichen nach ihm entstandenen Stiche und Holzschnitte in Helldunkel geben ein reiches Bild seines künstlerischen Strebens. Seine koloristische Behandlung erinnert noch an die Manieristen des 16. Jahrhunderts, seine Zeichnung ist etwas stumpf, seine Farbe bunt.
Werke von ihm befinden sich hauptsächlich im Fine Arts Museums of San Francisco, aber auch in den Galerien von Berlin und im Louvre in Paris.
Einer seiner Schüler war Gerrit van Honthorst.
Abraham Bloemaert war seit dem 2. Mai 1592 mit Judith van Schonenburgh verheiratet, die Ehe endete kinderlos. Am 12. Oktober 1600 heiratete Bloemaert Gerarda de Roij, eine Brauerstochter. Die Ehe brachte viele Kinder hervor. Die Söhne Hendrick (1601–1672), Frederick (1614/1617–1690), Cornelis (1603–1692) und Adriaan (nach 1609–1666) wurden ebenfalls Maler.
Bloemaerts Grab ist in der Utrechter Katharinenkirche.
Auktionen
- 1825 in Nürnberg: Adam im Paradies bennenet die Thiere der Schöpfung. Kupferstich nach Abrh. Bloemart v. I. Saenredam gestochen und von einem niederländischen Künstler ausgemalt.
- Adam und Eva sind nach dem Sündenfall den Mühen des Erdenlebens unterworfen. Von den nämlichen Künstlern und in gleicher Größe.<ref>Verzeichniss der seltenen Kunst-Sammlungen ... des dahier verstorbenen ... Hans Albrecht von Derschau. 1825, S. 85, (5. und 6.) (Google Books)</ref>
Ausstellung
- 2012: Der Bloemaert-Effekt! Farbe im Goldenen Zeitalter. Staatliches Museum Schwerin
Literatur
- Gustav Delbanco: Der Maler Abraham Bloemaert 1564–1651 (= Studien zur deutschen Kunstgeschichte. Band 253). Heitz, Straßburg 1928.
- Liesbeth M. Helmus, Gero Seelig: Der Bloemaert-Effekt! Farbe im Goldenen Zeitalter. Michael Imhof Verlag, Petersburg 2011, ISBN 978-3-86568-704-3.
- Léonie Marquaille (Hrsg.): New perspectives on Abraham Bloemaert and his workshop (= Gouden Eeuw. Band 3). Brepols, Turnhout 2022.
- Marcel G. Roethlisberger: Abraham Bloemaert and his sons. Paintings and prints (= Aetas aurea. Band 11). Doornspijk 1993.
- Wilhelm Schmidt: Bloemaert, Abraham. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 2, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 713 f.
- Gero Seelig: Abraham Bloemaert (1566–1651). Studien zur Utrechter Malerei um 1630. Mann, Berlin 1997.
- Ulrike B. Wegener: Bloemaert, Abraham. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 11, Saur, München u. a. 1995, ISBN 3-598-22751-5, S. 547–549.
Weblinks
- Literatur von und über Abraham Bloemaert im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Tripota – Trierer Porträtdatenbank
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bloemaert, Abraham |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländischer Maler |
| GEBURTSDATUM | 25. Dezember 1564 |
| GEBURTSORT | Gorinchem, Holland |
| STERBEDATUM | 27. Januar 1651 |
| STERBEORT | Utrecht |