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Manfred Dott

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Datei:Manfred Dott 2013.jpg
Manfred Dott (2013)

Manfred Jakob Dott (* 30. Oktober 1940 in Koblenz-Metternich)<ref name="volkparl">Biografie von Manfred Dott. In: Wilhelm H. Schröder: Die Abgeordneten der 10. Volkskammer der DDR (Volkparl)</ref> ist ein deutscher Politiker. Er war Parlamentarischer Staatssekretär für Verkehr in der Regierung de Maizière der 10. DDR-Volkskammer.

Leben

Nach seinem Volksschulabschluss machte Manfred Dott eine Lehre als Klempner und Installateur. In den 1960er Jahren war er Sympathisant der APO und kandidierte bei der Bundestagswahl 1969 erfolglos im Bundestagswahlkreis Koblenz.<ref>Dott, Manfred. In: Martin Schumacher (Hrsg.): M.d.B. – Die Volksvertretung 1946–1972. – [Daecke bis Dziekan] (= KGParl Online-Publikationen). Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien e. V., Berlin 2006, ISBN 3-7700-5224-2, S. 234, urn:nbn:de:101:1-2014070812574 (kgparl.de [PDF; 212 kB; abgerufen am 3. Februar 2025]).</ref> Er gehörte sechs Jahre lang der IG Chemie-Papier-Keramik an und wirkte in der Tarifkommission für Rheinland-Pfalz mit.<ref name="volkparl" />

Zwei Jahre war Manfred Dott Mitglied der DKP. Er studierte von 1971 bis 1972 zwei Semester Gesellschaftswissenschaften an der Außenstelle des Franz-Mehring-Instituts in Berlin-Biesdorf,<ref name="volkparl" /><ref name="zdfinfo">Video Ingo Dell, Steffi Lischke, Janine Göhring: Willkommen im Sozialismus! – Einwandern von West nach Ost (ZDFinfo, 15. Juni 2013) in der ZDFmediathekVorlage:Abrufdatum (offline)</ref> einer Parteischule in Ost-Berlin für DKP-Funktionäre.

1973 übersiedelte er mit einer Tochter in die DDR und verbrachte zunächst fast ein Jahr im Aufnahmeheim Schloss Barby.<ref name="zdfinfo" /> In dieser Zeit wurde er erst als Heizer im Aufnahmeheim und später zu Arbeiten im Traktorenwerk Schönebeck bei Magdeburg verpflichtet. Nach seiner Entlassung aus dem Aufnahmeheim nahm Dott eine Arbeit als Installateur in einem Halberstädter Kreisbaubetrieb an und erhielt nach einer Bewährungszeit auch die Staatsbürgerschaft der DDR. Danach holte Dott den 10.-Klasse-Abschluss an der Kreisvolkshochschule nach.<ref name="volkparl" />

Manfred Dott stellte 14,<ref name="zdfinfo" /> nach anderen Quellen 19,<ref name="volkparl" /> Ausreiseanträge, die alle abgelehnt wurden. Schließlich wurde ihm im Jahr 1977 ein Hochbaustudium an der Ingenieurschule für Bauwesen in Magdeburg angeboten.<ref name="zdfinfo" /> Bis 1989 war er als Bauingenieur und leitender Ingenieur beim Wohnungsbaukombinat Magdeburg tätig.<ref name="volkparl" />

1989 wurde Manfred Dott Mitglied des Neuen Forums, trat jedoch bald wieder aus und war Anfang 1990 an der Gründung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt der Deutschen Sozialen Union (DSU) mitbeteiligt. Dort war er anschließend Landesvorsitzender für Sachsen-Anhalt und Mitglied im Präsidium. 1990 wurde er für die DSU in die Volkskammer gewählt und war von April bis Oktober 1990 Parlamentarischer Staatssekretär für Verkehr in der Regierung de Maizière. Anschließend war er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2005 in verschiedenen Landesministerien in Sachsen-Anhalt tätig, anfangs im Innenministerium und zuletzt im Verkehrsministerium, wo er auch einige Jahre Personalratsvorsitzender war. Von 1993 bis 2000 war er als CDU-Mitglied zudem Bürgermeister in Altenbrak,<ref name="volkparl" /><ref name="statla1995-431">Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Kommunalwahlen am 12. Juni 1994. Endgültige Ergebnisse der Gemeindewahlen. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, 1995, S. 431.</ref><ref name="mz 1995-09-07">Peter Gehlmann: Bus-Pendelverkehr rollt zu den Bühnen – P+R-Großparkplatz eingerichtet – Buntes Programm zum Harzfest am Wochenende in Altenbrak. In: Mitteldeutsche Zeitung. 7. September 1995, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Oktober 2013; abgerufen am 15. Juli 2013.</ref> in dieser Funktion war er auch drei Jahre Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Hochharz.<ref name="volkparl" />

Seit Juni 2012 ist er Mitglied der Piratenpartei. Er wurde für die Bundestagswahl 2013 auf Platz 5 der Landesliste der Piratenpartei Sachsen-Anhalt und in Abwesenheit zu deren Direktkandidaten für den Bundestagswahlkreis Burgenland – Saalekreis (Wahlkreis 73) gewählt.<ref name="piraten 2013-05-28">K. Spengler: Harzpirat Manfred Dott Direktkandidat. Piratenpartei Harz, 28. Mai 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Oktober 2013; abgerufen am 15. Juli 2013.</ref><ref name="mdr 2013-03-10">Tiedtke führt Wahlkampf der Anhalt-Piraten an. Mitteldeutscher Rundfunk, 10. März 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Oktober 2013; abgerufen am 15. Juli 2013.</ref><ref>Birger Zentner: Burgenlandkreis: Pirat mit langer Vorgeschichte. In: mz.de. Mitteldeutsche Zeitung, 13. September 2013, abgerufen am 19. Juni 2024.</ref> Er erreichte in seinem Wahlkreis 2,0 % der Erststimmen und 1,7 % der Zweitstimmen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wahlergebnis 2013 (Memento vom 27. September 2013 im Internet Archive)</ref><ref>Wahlkreis 073 Burgenland – Saalekreis 2013, bundestag.de</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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