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Hans-Otto Schmidt

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Datei:Hans-Otto Schmidt 2009.jpg
Hans-Otto Schmidt, 2009

Hans-Otto Schmidt (* 15. Mai 1945 in Bützow; † 21. April 2025 in Berlin-Buch<ref>Ingeborg Ruthe: Zum Tod des Malers Hans-Otto Schmidt: Er malte die ruppigen Plätze Prenzlauer Bergs. In: Berliner Zeitung. 24. April 2025, abgerufen am 30. April 2025.</ref>) war ein deutscher Maler.

Leben

Hans-Otto Schmidt wurde 1945 als jüngstes von sechs Kindern des Pastors Otto Schmidt in Bützow in Mecklenburg geboren. 1948 zog die Familie nach Kladrum bei Parchim und 1958 nach Ludwigslust. 1961 wurde Hans-Otto Schmidt von der Erweiterten Oberschule verwiesen und begann eine Lehre als Tischler. 1963 trat er ins Kirchliche Proseminar in Naumburg ein. Nach Wehrdienst und Berufstätigkeit als Möbeltischler war er Bühnenhandwerker am Landestheater Halle und nach seinem Umzug nach Berlin ab 1965 Tischler an verschiedenen Berliner Theatern. In diesem Jahr begann er auch als Autodidakt seine künstlerische Tätigkeit.

1972 erfolgte die Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR. Seine Mentoren waren u. a. Konrad Knebel, Harald Metzkes und Otto Niemeyer-Holstein.<ref>NORD-OST. Hans-Otto Schmidt im Tucholsky Literaturmuseum; In: Kulturort Brandenburg. Das e-Magazin für kulturelle Entdeckungsreisen, 10. Dezember 2015</ref>

Trotz Behinderungen durch die DDR arbeitete er ab 1975 als freischaffender Maler. 2001 verließ Hans-Otto Schmidt Berlin. Danach lebte und arbeitete er in Luisenhof (Uckermark).

Rezeption

„Der Maler hat sich bereits zu DDR-Zeiten einen Namen gemacht und gilt als Meister der Stille und Weite. Seine Bilder wirken durch kontemplative und magische Ausstrahlung. Seine warmen, meist gedeckten Farben zeigen Landschaften im leuchtenden Licht. Neben Stillleben und Interieurs sind in seinem Werk Stadtlandschaften ein Thema.“<ref>NORD-OST. Hans-Otto Schmidt im Tucholsky Literaturmuseum; In: Kulturort Brandenburg. Das e-Magazin für kulturelle Entdeckungsreisen, 10. Dezember 2015</ref>

„Schmidts Motive sind die Häuser seines Stadtbezirks und die uckermärkische Landschaft. Im Unterschied zu Konrad Knebel verwendet Hans-Otto Schmidt kaum lineardifferenzierte Binnenstrukturen, ebensowenig tiefe Perspektiven. Die nüchternen und zumeist menschenleeren Straßen fliehen in die Fläche, Staffage gibt es nicht, die Häuser zeigen keine Reklameinschriften. Ihre Nacktheit weist auf die Kunst des Werner Heldt. Schmidts Kompositionen spannen sich durch klare, jedoch nicht plastisch hervortretende oder graphisch eingekantete Flächen zu einer Festigkeit der Konstruktion, aus der die kühle Zärtlichkeit der auf wenige Töne reduzierten Farbe kommt. Darin liegt die Spezifik des poetischen Berlin-Bildes von Hans-Otto Schmidt.“<ref>Lothar Lang: Berliner Montmartre. Künstler vom Prenzlauer Berg, Rütten & Loening Berlin, 1991, ISBN 3-352-00441-2, Seite 117 ff.</ref>

Ausstellungen (Auswahl)

Öffentliche Sammlungen und Museen mit Werken Schmidts (Auswahl)

Literatur

  • Schmidt, Hans-Otto. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 837

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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