Zum Inhalt springen

Karl Wiktorowitsch Pauker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. Februar 2026 um 22:38 Uhr durch imported>Crypticon83 (Leben: Unbelegt und eher randstaendig).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Karl Wiktorowitsch Pauker ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * Januar 1893 in Lemberg; † 14. August 1937 in Moskau) war ein Offizier des NKWD und leitete bis einige Monate vor seiner Hinrichtung die Leibwache Josef Stalins.

Leben

Karl Pauker entstammte einer jüdischen Familie aus der galizischen Landeshauptstadt Lemberg, das damals noch zu Österreich-Ungarn gehörte. Er arbeitete als Friseur an der Budapester Oper. Während des Ersten Weltkriegs wurde er zur k.u.k. Armee eingezogen.<ref>Simon Sebag Montefiore: Stalin. Am Hof des Roten Zaren. 2. Auflage, Frankfurt 2007, S. 82.</ref> 1916 geriet er in russische Kriegsgefangenschaft und blieb nach der Oktoberrevolution freiwillig in Russland, wo er sich 1918 den Bolschewiki anschloss. Pauker trat in die Dienste der Tscheka und wurde Diener von Wjatscheslaw Menschinski und 1924 als Chef der Kreml-Leibwache Stalins persönlicher Leibwächter. Von 1930 bis 1934 fungierte er als Leiter der Operativen Abteilung der Hauptverwaltung für Staatssicherheit im Innenministerium der UdSSR.

Nachdem er zunächst selbst an den Großen Säuberungen mitgewirkt hatte und zum „Kommissar der Staatssicherheit 2. Ranges“ aufgestiegen war, wurde Pauker durch den vormaligen NKWD-Chef Jagoda unter Folter denunziert. Da Pauker „zu viel wisse und zu gut lebe“, verlor Stalin das Vertrauen zu seinem Sicherheitschef und ließ ihn am 15. April 1937 verhaften. Am 14. August 1937 wurde er zum Tode verurteilt und noch am selben Tag erschossen.<ref>Simon Sebag Montefiore: Stalin. Am Hof des Roten Zaren. 2. Auflage, Frankfurt 2007, S. 252.</ref>

Pauker wurde auch nach Stalins Tod nicht rehabilitiert.

Literatur

  • Helmut Roewer, Stefan Schäfer, Matthias Uhl: Lexikon der Geheimdienste im 20. Jahrhundert. Herbig, München 2003, ISBN 3-7766-2317-9, S. 342.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein