Zum Inhalt springen

Aschuradeh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. August 2025 um 06:51 Uhr durch imported>Imruz (DMG eingesetzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Aschuradeh

Datei:Bandar Torkaman - Old rail bridge.jpg
Reste einer alten Schienenbahn
Gewässer Kaspisches Meer
Geographische Lage 36° 54′ 28″ N, 53° 59′ 19″ OKoordinaten: 36° 54′ 28″ N, 53° 59′ 19″ O
 {{#coordinates:36,907777777778|53,988611111111|primary
dim=5800 globe= name=Aschuradeh region=IR-27 type=isle
  }}
Länge 5,8 km
Breite 2 km
Fläche 8 km²
Höchste Erhebung 2 m unter dem Meeresspiegel
Einwohner unbewohnt

Aschuradeh oder Aschur-Ade (persisch آشوراده, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Insel im Kaspischen Meer.

Geografische Lage

Die Insel liegt gegenüber dem östlichen Ende der Miankaleh-Halbinsel, nordöstlich der nach der golestanischen Provinzhauptstadt Gorgan in Iran benannten Gorgan-Bucht, nahe der iranischen Küste. Sie gehört zum Landkreis Behschahr ganz im Osten der Provinz Mazandaran. Aschuradeh wurde durch einen Kanal von der Halbinsel getrennt. Sie ist die einzige zu Iran gehörige Insel im Kaspischen Meer.

Die Insel misst eine Gesamtfläche von 800 Hektar. Sie erreicht eine Höhe von 26 Metern über dem Kaspischen Meer, das 28 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Lediglich drei Kilometer entfernt auf dem Festland liegt Bandar-e Torkaman, von wo aus man die Insel erreicht. Die Insel liegt im Zentrum der iranischen Kaviarproduktion.

Geschichte

Etwa 300 Familien lebten früher auf der Insel. Die Ansiedlungen sind heute verwüstet und verwaist. Bandar-e Torkaman nahm etwa 500 ehemalige Bewohner Aschuradehs auf, da deren Häuser aufgrund des gestiegenen Pegels des Kaspischen Meers überspült wurden und verlassen werden mussten. 1837 besetzten russische Streitkräfte die Insel, trotz massiver Proteste Persiens.<ref>Russian occupation in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref> Zwar war die russische Flotte seitens Irans um Unterstützung angehalten worden, da die Region durch turkmenische Piraten in Unsicherheit versetzt war,<ref>Hooshang Amirahmadi, The Caspian region at a crossroad: challenges of a new frontier of energy and development in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Peter Kerber: Iran: Islamischer Staat mit jahrtausendealter Kultur in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref> doch nahm die Armee des zaristischen Russlands diese Gelegenheit wahr, sich in der Folgezeit jahrzehntelang mittels eines Militärpostens auf der Insel einzurichten. Einerseits befürchtete man, sich potentieller Übergriffe durch iranische und turkmenische Großgrundbesitzer erwehren zu müssen, insbesondere jedoch sollten die eigenen Handelsbeziehungen ausgeweitet werden. Erst am 26. Februar 1921 wurde die Insel verbindlich an den Iran zurückgegeben.<ref>Igor S. Zonn, Andrey Kostianoy, Aleksey N. Kosarev, Michael Glantz, The Caspian Sea Encyclopedia, S. 26 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Colonel Stebnitzky’s Report on His Journey in 1872.</ref>

Die Dekade von 1940 bis 1950 war davon geprägt, dass das Gewässer zwischen der Insel und dem Festland sehr seicht wurde und über eine Sandbank ein Fußweg eröffnet werden konnte. Dies hängt damit zusammen, dass die Küste von Torkaman das geringste Gefälle der gesamten iranischen Kaspiküste aufweist.<ref>Yaghowb Peyvastehgar, Dissertation zum Thema: Entwicklung von Strategien und Maßnahmen für die regionale Planung in den iranischen Provinzen Gilan und Mazandaran zur Bewältigung der durch den Anstieg des Kaspischen Meeres verursachten Zerstörungen und Flächenverluste. S. 218.</ref>

Weblinks

Commons: Aschūradeh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />