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Tutulus

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Datei:Faustina maggiore, fine del II secolo dc..jpg
Faustina die Ältere mit Tutulus-Frisur

Der Tutulus war im antiken Rom eine besondere, vor allem von der Flaminica, der Gattin eines flamen genannten Staatspriesters, getragene Haartracht. Es handelt sich um eine Hochfrisur aus zusammen geschlungenen oder ineinander geknüpften Haarflechten, die mit purpurnen Bändern gehalten wurden, so dass sie schließlich eine kegelartige Form hatte.

Ursprünglich war es eine archaische Frisur, die aus dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. als einfache Haartracht der etruskischen Frau bekannt ist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Etruskische Bronzestatuette mit Tutulus-Frisur (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. November 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musees-midi-pyrenees.fr (6./5. Jahrhundert v. Chr.; Musée des Antiques de Toulouse).</ref> In historischer Zeit aber war der Tutulus eine Haartracht der mater familias, der vornehmen römischen Dame und Herrin des Hauses. Anspielungen in der Literatur zufolge scheint sich der Tutulus bei diesen manchmal zu erstaunlicher Höhe aufgetürmt zu haben.<ref>Lukan, Pharsalia 2, 358; Juvenal, Saturae 6, 503; Statius, Silvae 1, 2, 114.</ref>

Tutulus bezeichnete zudem eine Haube oder Kappe in Form eines abgerundeten Kegels, die als Kopfbedeckung mit einem unter dem Kinn gebundenen Band von den flamines getragen wurde, um zu verhindern, dass bei einer Weihehandlung der Kopf versehentlich entblößt wurde. Solche Kappen sieht man auch bei etruskischen Statuetten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. (Louvre, Paris), abgerufen am 23. November 2015.</ref> Doch bestehen einige Unklarheiten, da mehrere Bezeichnungen für priesterlich Kopfbedeckungen überliefert sind (neben tutulus gibt es apex, galerus und albogalerus), die bildlichen Darstellungen unterschiedliche Formen zeigen und die genaue Zuordnung daher schwierig ist.

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references />