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Breitenrode

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Breitenrode
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(440)&title=Breitenrode 52° 27′ N, 10° 58′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(440) 52° 27′ 27″ N, 10° 58′ 25″ O
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Höhe: 58 m ü. NHN
Einwohner: 440 (31. Dez. 2022)<ref>Einheitsgemeinde Stadt Oebisfelde-Weferlingen – Einwohnerbestand. In: www.stadt-oebisfelde-weferlingen.de. 31. Dezember 2022, abgerufen am 9. September 2024.</ref>
Eingemeindung: 14. April 1994
Eingemeindet nach: Oebisfelde
Postleitzahl: 39646
Vorwahl: 039002
Breitenrode (Sachsen-Anhalt)
Breitenrode (Sachsen-Anhalt)
Breitenrode
Lage von Breitenrode in Sachsen-Anhalt

Breitenrode ist ein Ortsteil der Stadt Oebisfelde-Weferlingen im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.

Geographie

Breitenrode ist ein rund ein Kilometer langes Straßendorf mit rund 450 Einwohnern. Es liegt am Rand des Naturparks und innerhalb des Niedermoorgebiets Drömling. Der Ort ist vor allem von Weideland umgeben und liegt rund einen Kilometer nördlich von Oebisfelde nördlich der B 188. Der westlich liegende Ort Grafhorst in Niedersachsen ist weniger als einen Kilometer vom Westende Breitenrodes entfernt. Zwei Kilometer östlich von Breitenrode liegt der Oebisfelde-Weferlinger Ortsteil Wassensdorf.

Geschichte

Datei:Breitenrode1.jpg
Ortszentrum, Blick Richtung Osten
Datei:Breitenrode2.jpg
Ehemalige Kindertagesstätte mit Storchennest

Breitenrode wurde 1715 gegründet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />300 Jahre Breitenrode. (Memento vom 30. März 2019 im Internet Archive) Volksstimme vom 14. Juni 2015, abgerufen am 19. Juni 2015</ref> Es ist das einzige Drömlingsdorf mit der Endung -rode. 1939 wies der Ort 644 Einwohner auf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte des Landkreises Gardelegen (Memento vom 4. September 2017 im Internet Archive)</ref> Ab 1945 wurde die innerdeutsche Grenze eingerichtet und ausgebaut. Von 1954 bis zur Wende lag Breitenrode in der 5-km-Sperrzone, die nur von befugten DDR-Bürgern betreten werden durfte.

Bis 1952 gehörte Breitenrode zum Landkreis Gardelegen; anschließend kam es zum neugebildeten Kreis Klötze. Breitenrode wurde 1994 nach Oebisfelde eingemeindet und verlor damit seine politische Selbstständigkeit. Am 23. Dezember 1989 wurde der Grenzübergang zwischen Breitenrode und Grafhorst geöffnet. Von 1994 bis zum 1. Januar 2005 gehörte der Ort zur Verwaltungsgemeinschaft Oebisfelde, danach von 2005 bis zum 31. Dezember 2009 der Verwaltungsgemeinschaft Oebisfelde-Calvörde im Ohrekreis bzw. ab 2007 im Landkreis Börde an. Am 1. Januar 2010 wurde aufgrund einer Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt die Stadt Oebisfelde-Weferlingen gegründet.<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010</ref> Breitenrode, als Ortsteil der ehemaligen Stadt Oebisfelde, wurde zum Ortsteil der neuen Stadt Oebisfelde-Weferlingen.

2017 wurde die Kindertagesstätte „Storchennest“ geschlossen.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1910 1933 1939 2011 2017 2021 2022
Einwohner 657 694 644 449 454 450 440

<ref>Der Landkreis Gardelegen im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Juni 2023; abgerufen am 9. Februar 2026.</ref><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Infrastruktur

Der Ort verfügt über ein Hotel sowie einige kleinere Gewerbebetriebe. Die Breitenroder Heimatstube zeigt von Mai bis September ein Mal im Monat Exponate aus der Vergangenheit des Ortes.

Die Landesstraße L 24 führt von Grafhorst durch Breitenrode nach Oebisfelde. Eine Kreisstraße führt nach Wassensdorf. Breitenrode wird von Bussen der OhreBus Verkehrsgesellschaft (Linie 630) und der Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel (PVGS, Linie 311) montags bis freitags vor allem im Schülerverkehr bedient.

Durch den Ort verläuft der Iron Curtain Trail (EV13), der als Kulturroute des Europarats zu den bedeutendsten Fernradwegen in Europa (EuroVelo) zählt.

Breitenrode besaß bis 1945 zusammen mit Grafhorst den Bahnhof Grafhorst an der Bahnstrecke Wittingen–Oebisfelde. Er lag auf der östlichen Seite der Grenze. Zum 1. Juli 1945 wurde der Betrieb zwischen Rühen und Oebisfelde eingestellt.

Sonstiges

Im Ortszentrum befindet sich auf dem Dach der Kindertagesstätte ein Horst, in dem regelmäßig Weißstörche brüten.

Literatur

  • Karsten Hoth, Günter Bruhn (Hrsg.): Breitenrode. Geschichte und Geschichten. Eigenverlag, Breitenrode 2015.
  • Ingeborg Engelien: Preußische Kolonisations– und Sozialpolitik in der Altmark von 1740 bis 1850 im Spannungsfeld von Staatsräson und Bauernwiderstand am Beispiel des Drömlings. Bonn 2007, urn:nbn:de:hbz:5N-12546 (Karte von Drömlingsdörfern mit Breitenrode).

Weblinks

Commons: Breitenrode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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