Uwe Rheingans
Uwe Rheingans (* 10. Januar 1929 in Duisburg; † 29. April 2025 in Eutin-Sielbeck<ref>Traueranzeige. In: der reporter. 7. Mai 2025, S. 31, abgerufen am 19. August 2025.</ref>) war ein deutscher Politiker. Er gehörte zu den vier NPD-Abgeordneten im Landtag von Schleswig-Holstein von 1967 bis 1971.
Leben
Rheingans besuchte das Gymnasium und studierte Naturwissenschaften, insbesondere Biologie, Chemie, Anthropologie und Geographie in Marburg und Kiel. Im Jahr 1954 wurde er in Kiel in Biologie promoviert.<ref>Eintrag zur Dissertation auf dnb.de</ref> Er war Studienreferendar, Studienassessor und Studienrat für die Fächer Biologie, Chemie und Erdkunde. Später wurde er Studiendirektor und stellvertretender Schulleiter am Gymnasium Neustadt in Holstein.<ref name="Spiegel" /> Im Jahr 1981 wurde er wegen rechtsextremistischer Aktivitäten vom Kultusministerium an das Gymnasium Timmendorf versetzt. Die Versetzung wurde auf Basis eines Gerichtsurteils allerdings zurückgenommen.<ref name="Spiegel">URTEIL: Uwe Rheingans - DER SPIEGEL 33/1981. Spiegel Online, Hamburg, Germany, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Oktober 2018; abgerufen am 20. August 2025.</ref>
Rheingans war Mitbegründer der NPD, dort Kreisvorsitzender des Kreisverbandes Oldenburg/Holstein und stellvertretender Landesvorsitzender. Er war Stadtverordneter und stellvertretender Bürgervorsteher in Neustadt in Holstein. Von 1967 bis 1971 saß er im Landtag von Schleswig-Holstein. Dort fiel er durch Anfragen auf, „die man seit Kriegsschluß von der Parlamentstribüne nicht mehr hörte“.<ref>Mit Rücksicht auf die Familie. In: Die Zeit. 29. März 1968, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 20. August 2025]).</ref>
2025 war er der letzte lebende Abgeordnete der 6. schleswig-holsteinischen Wahlperiode.
Im Jahr 2000 wurde Rheingans Mitglied im Führungskreis der rechtsextremen Deutschen Studiengemeinschaft.<ref>Stephan Braun, Daniel Hörsch (Hrsg.): Rechte Netzwerke – eine Gefahr. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 978-3-8100-4153-1, S. 108f.</ref>
Weblinks
- Uwe Rheingans im Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein (LIS-SH)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rheingans, Uwe |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (NPD), MdL |
| GEBURTSDATUM | 10. Januar 1929 |
| GEBURTSORT | Duisburg |
| STERBEDATUM | 29. April 2025 |
| STERBEORT | Eutin-Sielbeck |
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- Landtagsabgeordneter (Schleswig-Holstein)
- NPD-Mitglied
- Deutscher
- Geboren 1929
- Gestorben 2025
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