Kurt Lessen
Kurt Lessen, auch Kurt von Lessen, eigentlich Si(e)gfried Carl Otto Johannes von Lützow<ref name=":0" /> (* 27. Februar 1877 in Wien<ref name=":0">Taufbuch Wien Lutherische Stadtkirche, tom. XXX, Nr. 119 (Faksimile).</ref>; † 12. Februar 1960 in Salzburg)<ref>Robert Winter: Das Akademische Gymnasium in Wien. Vergangenheit und Gegenwart. Böhlau, Wien (u. a.) 1996, ISBN 3-205-98485-4, S. 222. – Online.</ref> war ein österreichischer Schauspieler und Schriftsteller.
Leben
Kurt Lessen war der Sohn von Karl von Lützow (1832–1897), Professor der Akademie der bildenden Künste in Wien. Auf Wunsch seines Vaters absolvierte er eine Ausbildung zum Offizier. Er nahm jedoch früh seinen Abschied vom Militär und ging zur Bühne. Er erhielt Engagements in Brünn, Olmütz, Troppau und Pressburg. Ab 1905 war er am Theater in der Josefstadt unter Josef Jarno tätig. Lessen trat als Kleinkünstler in der Hölle und im Chat Noir <ref group="Anm.">Mariahilfer Straße 105, sechster Wiener Gemeindebezirk (Mariahilf).</ref> auf, er übernahm Operettenrollen im Theater an der Wien, in den Kammerspielen und an der Neuen Wiener Bühne. In den Jahren von 1925 bis 1945 war er am Deutschen Volkstheater tätig, ab 1938 auch als Regisseur. Kurt Lessen entwickelte sein Repertoire vom Bonvivant und Komiker zum Charakterdarsteller, besonders im Volksstück war er erfolgreich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />80. Geburtstag von Kurt Lessen ( des Vorlage:IconExternal vom 8. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in der Wiener Rathauskorrespondenz</ref>
Bei den Salzburger Festspielen verkörperte er 1935 und 1936 den Tod im Jedermann. Als Librettist arbeitete er unter anderem mit Alexander Steinbrecher (1910–1982) zusammen, mit dem er 1940 das Singspiel in vier Bildern Brillanten aus Wien schrieb.<ref>Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.</ref>
Am 28. Juni 1932 heiratete der damals 55-Jährige in Wien die 18 Jahre alte Dora Thaler (1914–1970), eine spätere Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Ehe wurde am 20. Juni 1949, also fast auf den Tag genau 17 Jahre nach der Schließung, geschieden.<ref>Trauungsbuch Wien Maria Treu, tom. XXXI, fol. 282 (Faksimile (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2022. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot).</ref>
Filmografie
- 1920: Die Geheimnisse von London
- 1921: Frau Dorothys Bekenntnis
- 1922: Yves, die Gauklerin
- 1924: Garragan
- 1933: Der Musikant von Eisenstadt
- 1934: Der junge Baron Neuhaus
- 1936: Burgtheater
- 1936: Die Leuchter des Kaisers
- 1936: Die Puppenfee
- 1936: Mädchenpensionat
- 1936: Unsterbliche Melodien
- 1939: Unsterblicher Walzer
- 1939: Das jüngste Gericht
- 1942: Wien 1910
- 1953: Dein Herz ist meine Heimat
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Anmerkungen
<references group="Anm." />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lessen, Kurt |
| ALTERNATIVNAMEN | Lessen, Kurt von (vollständiger Name); Lützow, Siegfried Carl Otto Johannes von (wirklicher Name); Lützow, Sigfried Carl Otto Johannes von (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Schauspieler und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 27. Februar 1877 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 12. Februar 1960 |
| STERBEORT | Salzburg |
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- Österreicher
- Geboren 1877
- Gestorben 1960
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