Gletscherbruch
Ein Gletscherbruch, meist jedoch als Eisbruch bezeichnet, entsteht, wenn ein Gletscher beim Fließen über eine höhere Geländestufe bricht. Dort ändert sich das Gefälle so stark, dass es zu extremer Spaltenbildung kommt und das Eis in Quer- und Längsrichtung aufreißt.<ref name="meschede2021">Martin Meschede, Hans Murawski, Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 13. Auflage. Springer, 2021, ISBN 978-3-662-62722-8, S. 135, Eintrag Gletschersturz, doi:10.1007/978-3-662-62722-8.</ref> Häufig entstehen auch dabei einzelne, viele Meter hohe Eissäulen, sogenannte Seracs.<ref name="hagg2020">Wilfried Hagg: Gletscherkunde und Glazialgeomorphologie. Springer, 2020, ISBN 978-3-662-61994-0, S. 143, 189, doi:10.1007/978-3-662-61994-0.</ref>
Ein bekannter Eisbruch ist der Khumbu-Eisbruch auf der Südseite des Mount Everest.
Die 1841 so benannte Türkische Zeltstadt am Obersulzbachkees des Großvenedigers (Österreich) löste sich mit dem Gletscherschwund auf, ab 2003 bildete sich hier ein Gletschersee, wie er auch im 17. Jahrhundert existierte.<ref>Türkische Zeltstadt. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.</ref>
Neben einer örtlichen Zone gebrochenen Eises wird in der Presse zuweilen auch das momentane Ereignis des Abbrechens eines Gletschers, der Gletschersturz, als Gletscherbruch bezeichnet.<ref>Nach Felssturz auch Gefahr für Siedlungen orf.at, 13. Juni 2023, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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