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Megillot

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Ketuvim (Schriften) des Tanach
Sifrei Emet (poetische Bücher)
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Buch der Psalmen
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Ijob
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Buch der Sprichwörter
{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Megillot (Festrollen)
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Buch Rut
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Hoheslied
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Kohelet
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Klagelieder
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Buch Ester
Übrige
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Daniel
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Esra (einschließlich Nehemia)
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Chronik (1–2 Chr)
Datei:Five Megillot.JPG
Fünf Megillot; links die Rolle Ester, die meist in einer besonderen Hülle aufbewahrt wird

Als {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (zu {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnet das Judentum die sog. Festrollen im dritten Teil des Tanach, den Ketuvim („Schriften“): das Buch Rut, Hoheslied, Kohelet, die Klagelieder und das Buch Ester. Sie sind den wichtigsten fünf jüdischen Festen Schawuot, Pessach, Sukkot, Tischa beAv und Purim zugeordnet.

Stellung in der Bibel

Die Zusammenstellung der fünf Megillot ist seit dem 6. Jh. belegt. Sie sind unter anderem dadurch ausgezeichnet, dass es zu ihnen auch Midraschim gibt. So enthält der Midrasch rabba Midraschim zu den fünf Büchern der Tora und zu den fünf Megillot.

Die Reihenfolge variiert in den Handschriften stark. Der babylonische Talmud nennt für die Ketuvim eine Reihenfolge, die sich an der angenommenen Entstehungszeit orientiert.<ref>bBB 14,b (= babylonischer Talmud, Traktat Bava Batra, fol. 14b).</ref> Dabei stehen die fünf Rollen aber nicht zusammen: Rut – Psalmen – Ijob – Buch der SprichwörterKoheletHohesliedKlagelieder – Daniel – Ester – Esra – Chronik. Dieser Anweisung folgen in der Regel die sefardischen<ref>Z. B. der Codex M1 der Complutensischen Bibliothek in Madrid (ca. 1280 n. Chr.), (Digitalisat in der Library of Congress).</ref> und die jemenitischen Handschriften.<ref>Z. B. Ms. Or. 2373 der British Library in London (13. Jahrhundert, Digitalisat).</ref>

Im Codex von Aleppo (ca. 920 n. Chr.), der masoretischen Musterhandschrift des Aaron ben Mosche ben Ascher, sowie im Codex L (1008 n. Chr.), der mehreren modernen Bibelausgaben zugrunde liegt, stehen die Megillot ebenfalls in einer chronologisch motivierten Reihenfolge, aber in einem Block zusammen, nach den Psalmen, Ijob und Sprüchebuch und vor dem Buch Daniel. Auf das nach Vorlage:Bibel/Link zur Zeit der Richter spielende Buch Ruth folgen das Hohelied und Kohelet, die beide traditionell auf Salomo zurückgeführt werden, die Klagelieder aus der Zeit nach der Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar sowie das Buch Esther, das in persischer Zeit in Susa spielt. Diese Reihenfolge findet sich entsprechend auch in der Biblia Hebraica Stuttgartensia und der Biblia Hebraica Quinta, aber auch in einigen aschkenasischen Handschriften.<ref>Z. B. in Ms. Harley 5711 der British Library (Digitalisat), der von Christian David Ginsburg verwendeten Musterhandschrift.</ref>

In manchen aschkenasischen Handschriften<ref>Z.B. Ms. Harley 5709, eine Handschrift aus dem 13./14. Jahrhundert mit Pentateuch, Haftarot und Megillot (Digitalisat, Beginn Megillot: fol. 403).</ref> ist auch eine andere Reihenfolge belegt, die der Abfolge der jüdischen Feste im Jahreskreis entspricht. Hier steht das zu Pessach (März/April) gelesene Hohelied an erster Stelle, gefolgt vom Buch Ruth, das traditionell am zweiten Tag des Schawuotfestes, also sieben Wochen nach Pessach (Mai/Juni) gelesen wird. An dritter Stelle stehen die Klagelieder, die zum 9. Av (Juli/August), dem Gedenktag der Tempelzerstörung, gelesen werden. Darauf folgt, als Festlesung zum Laubhüttenfest (Sukkot, September/Oktober), Kohelet, und zum Schluss Esther, die Festrolle zum Purimfest, das im Monat Adar, dem zwölften Monat des jüdischen Jahres (Februar/März), gefeiert wird. Die im 16. Jahrhundert bei Daniel Bomberg gedruckten Rabbinerbibeln haben diese liturgische Reihenfolge übernommen, woran sich die meisten hebräischen Bibeldrucke bis hin zur Biblia Hebraica Leningradensia<ref>Aron Dotan: Biblia Hebraica Leningradensia: Prepared according to the vocalization, accents, and masora of Aaron ben Moses ben Asher in the Leningrad Codex. Leiden 2001.</ref> sowie viele Übersetzungen anschlossen (z. B. Die Schrift und die Bibel in gerechter Sprache).

Das christliche Alte Testament kennt zwar alle fünf Schriften, ordnet sie jedoch nicht zusammen. Die Reihenfolge orientiert sich an den Inhalten der Bücher und der in ihnen geschilderten Ereignisse: Rut (nach Richter) und Ester (nach Esra bzw. Judit) werden den Geschichtsbüchern zugeordnet, während Kohelet und Hoheslied (nach Sprichwörter) zu den Lehrbüchern zählen. Klagelieder wird unter den Propheten dem Buch Jeremia nachgestellt, der traditionell als sein Autor gilt. Das Alte Testament folgt mit dieser Abfolge weitgehend der Septuaginta.

Sonstiges

Der Traktat Megilla aus der Mischna beschäftigt sich ausschließlich mit dem Buch Ester.

Literatur

  • Georg Gafus: Megillot. In: Neues Bibellexikon. Band II, Zürich/Düsseldorf 1995, ISBN 3-545-23075-9, Sp. 753.

Weblinks

Commons: Megillot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />