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Maryam Majd

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Maryam Majd (persisch مریم مجد, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), * 1986 in Teheran<ref name=":1">Florian Weber: „Die Kamera ist meine Verbindung zu anderen Frauen“. In: Süddeutsche Zeitung. 16. August 2023, abgerufen am 11. August 2024.</ref>) ist eine iranische Sportfotografin und Menschenrechtsaktivistin.<ref name="spiegel2011-06-25">Johannes Korge: Festnahme vor Deutschland-Besuch: Iran hindert prominente Fotografin an WM-Reise. In: Der Spiegel. 25. Juni 2011, ISSN 2195-1349 (spiegel.de).</ref> Sie gehört zu den wenigen Sportfotografinnen des Landes.<ref name="spiegel2011-06-25" />

Leben

Majd wuchs in Teheran in einer gebildeten und sportbegeisterten Familie auf.<ref name=":3">Frank Hellmann: Frauenfußball im Iran: Beeindruckende Bilder zeigen mehr als nur ein Spiel. In: Frankfurter Rundschau. 10. Februar 2022, abgerufen am 11. August 2024.</ref> Ihr Vater ist Universitätsprofessor für Geschichte.<ref>Frank Hellmann: Ein ewiger Kampf. In: nd-aktuell.de. 29. Dezember 2019, abgerufen am 11. August 2024.</ref> Majd spielte als Kind Volleyball, Tennis und Fußball und gewann dabei sogar Wettbewerbe. Es störte sie, dass es zwar von den Preisverleihungen Fotos gab, nicht aber von den sportlichen Aktivitäten: Sporttreibende Frauen galten im Iran als Teil der westlichen Kultur, das sollte nicht gezeigt werden. Majd empfand diese Tatsache als biographische Lücke und beschloss, selbst Fotografin zu werden. Sie besuchte eine Schule mit Schwerpunkt Foto und Film<ref name=":2">Johanna Treblin: Der Hausbesuch: In Freiheit. In: Die Tageszeitung: taz. 10. August 2024, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 11. August 2024]).</ref> und studierte anschließend Fotografie an der Kunstuniversität in Teheran.<ref name=":1" />

Als Aktivistin setzte Majd sich lange dafür ein, dass Frauen im Iran Fußballspiele im Stadion anschauen dürfen,<ref name="guardian2011-06-22">Saeed Kamali Dehghan: Women's rights activist missing in Iran. In: The Guardian. 22. Juni 2011, ISSN 0261-3077 (theguardian.com).</ref> was seit 2023 mit Einschränkungen erlaubt ist.<ref>Nach mehr als 40 Jahren: Iranerinnen dürfen erstmals wieder zum Teheraner Stadtderby. In: Der Spiegel. 3. Dezember 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de – Aufmacherfoto von Maryam Majd).</ref> Majd spezialisierte sich auf Sportfotografie, obwohl ihre Bilder oft zensiert wurden.<ref name="guardian2011-06-22" /> Sie arbeitete an der populären Frauenzeitschrift Zanan (deutsch: „Frauen“) mit, die 2009 verboten wurde.<ref name="spiegel2011-06-25" />

Majd wollte auf Einladung der früheren deutschen Fußball-Nationalspielerin Petra Landers im Juni 2011 zur Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen nach Deutschland fliegen, um die Spielerinnen fotografisch zu begleiten und ein Buch über das Turnier herausbringen. Sie kam dort aber nie an, da das Regime in Teheran sie festnehmen ließ.<ref name="spiegel2011-06-25" /> Volker Beck, menschenrechtspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, erklärte, es liege auf der Hand, dass „Maryam Majd aus politischen Gründen festgenommen wurde. Sie und ihre Arbeit stehen für Emanzipation, Gleichheit, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit.“<ref name="spiegel2011-06-25" /> Nach über 30 Tagen Einzelhaft<ref name=":0" /> wurde sie auf Bewährung entlassen, fand danach jedoch kaum mehr Arbeit und durfte den Iran für die nächsten fünf Jahre nicht verlassen. In dieser Zeit fotografierte sie vor allem privat weiter, z. B. traf sie befreundete Sportlerinnen zuhause und machte dort Bilder.<ref name=":2" />

2019 durfte sie das erste Mal seit ihrer Verhaftung wieder ausreisen, zur Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich. Nur eine iranische Zeitung kaufte ihre Bilder ab, ihr Foto von Alex Morgan mit blauen Fingernägeln erschien jedoch auf der Titelseite der Sportzeitung Abrar-e Varzeshi. Im selben Jahr besuchte sie Afghanistan, um dort Fußballerinnen zu fotografieren, die unter schwierigsten Bedingungen ihrem Sport nachgingen. Etwas später dokumentierte sie die Spiele des iranischen Frauen-Nationalteams während der Vorqualifikation für den Asien-Cup 2022 in Usbekistan.<ref name=":3" /> Vom Internationalen Verband für Sportjournalisten (AIPS) wird Maryam Majd inzwischen als eine der besten zehn Fotografen für Sportfotografie in Asien und Ozeanien geführt.<ref name=":0">Frank Hellmann: Wer ist diese Frau? In: Thorsten Fischer (Hrsg.): Elfen - Das Magazin zur Flyeralarm Frauen-Bundesliga. Und mehr. Nr. 1. Flyeralarm GmbH, Würzburg 31. Oktober 2019, ISSN 2831-905X, S. 128–143 (elfen-magazin.com – mit Fotos von Majd).</ref>

Nachdem es für Majd immer schwieriger wurde, im Iran Arbeit zu finden, ging sie 2023<ref>Frank Hellmann: Den Frauen eine Stimme und ein Gesicht geben. In: Frankfurter Rundschau. 5. Juni 2023, abgerufen am 11. August 2024.</ref> nach Berlin, wo sie bis heute lebt.

Einzelnachweise

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