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Richard Bergh

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Datei:Swedish painter Richard Bergh.jpg
Fotografisches Porträt Berghs mit Palette und Pinseln von 1904, Urheber unbekannt

Sven Richard Bergh (* 28. Dezember 1858 in Stockholm; † 29. Januar 1919 in Saltsjö-Storängen) war ein schwedischer Künstler. Zudem war er im Konstnärsförbundet aktiv und hatte von 1915 bis zu seinem Tod die Leitung des Schwedischen Nationalmuseums inne.

Mit seinen Werken und Schriften gilt er als ein Hauptvertreter der Nationalromantik in Schweden.

Leben

Richard Bergh war Sohn des Landschaftsmalers Johan Edvard Bergh und dessen Frau Amanda Josephina Amalia Helander,<ref></ref> die ebenfalls malte.<ref name="waldemarsudde"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Richard Bergh – nationalromantiker och porträttskildrare. 13 april – 1 september 2002. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.waldemarsudde.se Text zur Ausstellung auf der Website von Waldemarsudde.</ref> Er wuchs in einer bürgerlichen Umgebung auf.<ref name="Facos">Michelle Facos: Nationalism and the Nordic imagination: Swedish art of the 1890s. University of California Press, Berkeley / London / Los Angeles 1998, ISBN 0-520-20626-6, S. 106.</ref>

Ab 1877 war Bergh Schüler Edvard Perséus, in dessen Schule lernte er Karl Nordström, Nils Kreuger, Johan Krouthén sowie Oscar Björck kennen. Im Jahr darauf wechselte er an die Kungliga Konstakademien. Wie viele schwedische Künstler seiner Zeit ging auch Bergh nach Frankreich, um sich in der Malerei ausbilden zu lassen. Sein Aufenthalt dort begann 1881. Im Sommer weilte er in der Normandie, der Bretagne oder wie die meisten anderen schwedischen Künstler in Grez-sur-Loing während er die Winter in Paris verbrachte. Daselbst besuchte er sowohl die Académie Colarossi als auch das Atelier Jean-Paul Laurens’.<ref name="Grate">Pontus Grate: Richard Bergh. In: Nationalmuseum Stockholm (Hrsg.): 1880-tal i nordiskt måleri. Stockholm 1986, S. 62–69, S. 62.</ref>

Bergh war regelmäßiger Teilnehmer am Pariser Salon.<ref name="Grate" /> 1883 nahm er das erste Mal daran teil, neben ihm stellten Bastien-Lepage, Cazin und Whistler aus.<ref>Pontus Grate: Richard Bergh. In: Nationalmuseum Stockholm (Hrsg.): 1880-tal i nordiskt måleri. Stockholm 1986, S. 62–69, S. 64.</ref> Im Salon 1883 erhielt er für das Kreuger-Porträt eine Medaille dritter Klasse. Slutad séance stellte er im darauffolgenden Jahr im Salon aus. 1884 kehrte er auch nach Schweden zurück, wo er Teil der künstlerischen Oppositionsbewegung wurde, die in den Konstnärsförbundet mündete. Er nahm jedoch weiterhin am Salon teil, wo er 1885 Mot aftonen<ref></ref> und 1887 Hypnotisk seans ausstellte. Im Konstnärsförbundet war er 1886 Sekretär. Die Ausstellung „Från Seinens strand“ (1885) leitete er mit Ernst Josephson. Für den schwedischen Kunstbeitrag auf der Weltausstellung Paris 1889 war er verantwortlich.<ref name="Grate" />

1885 ehelichte er Helena Maria Klemming<ref></ref> († Juni 1889),<ref name="Forslund">Markus Forslund: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Richard Bergh. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.galleriforslund.se (PDF; 1,4 MB) S. 2.</ref> die oft Modell für seine Bilder stand, so zum Beispiel 1885 als Verlobte und im Jahr darauf als Ehefrau mit einer Näharbeit vor einem lodernden Ofen (Min hustru, Göteborgs konstmuseum, Berghs Beitrag zum Pariser Salon 1886 und der Weltausstellung 1889). Aber sie ist auch das Mädchen auf dem Bild Flickan och Döden (1888, Waldemarsudde) und die Kranke des Gemäldes Konvalescent (1886, Waldemarsudde).

Bergh war überzeugt, dass eher günstige soziale Umstände als Talent jemanden dazu veranlassten, Künstler zu werden. Auch aus diesem Grund unterstützte er die Errichtung einer gebührenfreien Malschule im Rahmen des Künstlerverbandes. Die Konstnärförbundets målarskola bestand von 1890 bis 1908.<ref name="Facos" /> Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1890 Gerda Ingeborg (geborene Winkrans; 1864–1919).<ref>Barbara Miller Lane: An Introduction to Ellen Key’s „Beauty in the Home“. In: Modern Museum of Art (Hrsg.): Modern Swedish Design: Three Founding Texts. S. 19–31, S. 24.</ref> Mit ihr lernte er auch Ellen Key kennen.

In den 1890ern gehörte er zu den Nationalromantikern um Prinz Eugen. Gemeinsam mit seinen Jugendfreunden Nils Kreuger und Karl Nordström begründete er die Varbergsskolan, während alle drei mit ihren Familien von 1893 bis 1896 in Varberg lebten.<ref>Åsa Axberg: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Varbergsskolan (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. August 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bockstensmannen.se. auf der Website des Hallands kulturhistoriska museum.</ref> Den Winter 1897/98 verbrachte er mit seiner Frau in Italien, wo er in Florenz auf Prinz Eugen und das Malerehepaar Hanna und Georg Pauli traf.<ref name="Forslund" />

Hernach kehrte er wieder nach Stockholm zurück. Ab 1915 bekleidete er das Amt des överintendent des Schwedischen Nationalmuseums.<ref name="Grate" />

Bergh wurde auf dem Kirchhof in Tyresö begraben.

Werk

Während die Bilder Berghs aus den 1880er Jahren eher realistisch waren, es seien die Porträts seiner Freunde und Kollegen Nils Kreuger und Julia Beck genannt, sind seine Werke aus den 1890ern repräsentativ für die schwedische Nationalromantik, so z. B. Riddaren och Jungfrun sowie Nordisk Sommarkväll.<ref name="waldemarsudde" />

Anlässlich seines Todes und des 20. Todestages 1939 fanden Einzelausstellungen im Nationalmuseum statt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verzeichnis der Ausstellungen seit 1866 auf der Website des Nationalmuseums (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nationalmuseum.se (PDF; 493 kB)</ref>

Die auf Prinz Eugen zurückgehende Sammlung in Waldemarsudde weist etwa zwanzig Hauptwerke von Bergh in ihrem Bestand auf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eintrag Richard Bergh (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. März 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.waldemarsudde.se auf der Website von Waldemarsudde.</ref> 2002 wurde ihm dort eine weitere Einzelausstellung zuteil.

Bild Jahr Beschreibung
Datei:Portrait of painter Nils Kreuger 1883.jpg 1883 Porträtt av Nils Kreuger, Öl auf Leinwand, Staatliches Kunstmuseum Kopenhagen
Teilnahme am Pariser Salon 1883
Datei:Avslutad seans by Richard Bergh 1884.jpg 1884 Slutad séance, Öl auf Leinwand, Malmö museum
Teilnahme am Pariser Salon 1884
Datei:Konstnärinnan Eva Bonnier (Richard Bergh) - Nationalmuseum - 18510 (cropped).tif 1889 Konstnärinnan Eva Bonnier, Öl auf Leinwand, Schwedisches Nationalmuseum Stockholm
Datei:Vision. Scene from Visby (Richard Bergh) - Nationalmuseum - 21452.tif 1894
Datei:Nordisk sommarkväll - Richard Berg.jpg 1889–1900 Nordisk Sommarkväll, Öl auf Leinwand, Göteborgs konstmuseum
Datei:The Council of the Society of Artists (Richard Bergh) - Nationalmuseum - 18606.tif 1903 Konstnärsförbundets styrelse, Öl auf Leinwand, Schwedisches Nationalmuseum Stockholm, nach einer Fotografie von Tekla Nordström
Datei:Portrait of August Strindberg by Richard Bergh 1905.jpg 1905 Porträtt av August Strindberg, Öl auf Leinwand, Bonnierska porträttsamling in Nedre Manilla, Djurgården, Stockholm
Datei:Professor Karl Warburg (Richard Bergh) - Gothenburg Museum of Art - GKM 0751.tif 1905 Porträtt av Karl Warburg, Öl auf Leinwand, Göteborgs konstmuseum
Datei:Fröding av bergh2.jpg 1909 Porträtt av Gustaf Fröding, Öl auf Leinwand, Bonnierska porträttsamling

Schriften

Bergh verfasste viele Artikel für die Volkskalender Svea und Nornan, war aber auch regelmäßiger Beiträger der Zeitschrift Ord och Bild. Seine Schriften wurden zum Teil als Sammelbände veröffentlicht.<ref>Michelle Facos: Nationalism and the Nordic imagination: Swedish Art of the 1890s. Berkeley/London/Los Angeles 1998, ISBN 0-520-20626-6, S. 105.</ref>

  • Om konst och annat (1908 erste und 1919 zweite Auflage)
  • Efterlämnade skrifter om konst och annat (postum, 1921 erschienen)

Literatur

  • Hans Henrik Brummer: Richard Bergh. Ett konstnärskall. Stockholm 2002, ISBN 91-7203-477-7.
  • Tor Hedberg: Richard Bergh. En studie. Stockholm 1903.
  • Birgitta Rapp: Richard Bergh. Konstnär och kulturpolitiker 1890–1915. Stockholm 1978, ISBN 91-29-52741-4.

Weblinks

Commons: Richard Bergh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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