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Fuglau

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Fuglau (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Fuglau
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Horn (HO), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Altenburg
Koordinaten 48° 38′ 47″ N, 15° 32′ 51″ OKoordinaten: 48° 38′ 47″ N, 15° 32′ 51″ O
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Höhe 450 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 130 (2001)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Postleitzahl 3591f1
Vorwahl +43/02989f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03899
Katastralgemeindenummer 10019
Zählsprengel/ -bezirk Fuglau (31101 002)
Bild
Blick auf die Filialkirche St. Nikolaus in Fuglau.
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

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Fuglau ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Altenburg im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Geografie

Der Ort liegt am südwestlichen Rand des Horner Beckens. Die Seehöhe in der Ortsmitte beträgt 450 Meter. Die Fläche der Katastralgemeinde umfasst 6,53 km². Die Einwohnerzahl beläuft sich auf Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner (Stand: <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 03899">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>).

Fuglau hat die Postleitzahl 3591.

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung von Fuglau zwischen 1830 und 2024<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Historisches Ortslexikon Niederösterreich (Memento vom 5. November 2010 im Internet Archive) (PDF; 1,2 MB), Teil 2, S. 34.</ref>
Jahr 18301869195119611971199120012024
Einwohner 271295217172169124130102

Geschichte

Fuglau wird erstmals in der Stiftungsurkunde des Stiftes Altenburg (Krems, 25. Juli 1144) urkundlich erwähnt.<ref> Zahlreiche weitere Nennungen und Entwicklung des Ortsnamens s. Renate Seebauer: Historische Reise durch sieben Jahrhunderte - Altenburg, Burgerwiesen, Fuglau, Mahrersdorf, Steinegg. Wien 2016, S. 10–13.</ref> In einer lateinischen Urkunde des Stiftes Altenburg aus der Zeit um 1220 wird ein Udalricus de Uugla (Fuglau) als Zeuge genannt.<ref>Fontes Rerum Austriacarum. Quellen zur österreichischen Geschichte, hrsg. von der Historischen Kommission der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, Bd. 8, Teil 2, Wien 1855, S. 215 (books.google.de).</ref> Wohl im 13. Jahrhundert wurde auf einer Anhöhe oberhalb des Ortes eine Wehrkirche errichtet, die um 1430 von den Hussiten zerstört wurde. In der Neuzeit hatte das Stift Altenburg die Ortsobrigkeit inne.

In seiner Topografie aus dem Jahr 1839 gibt F. X. Joseph Schweikhardt für Fuglau 46 Häuser an, in denen 58 Familien (137 männlich, 143 weiblich) und 18 Schulkinder wohnen. Zum Viehbestand berichtet er: vier Pferde, 76 Ochsen, 63 Kühe, zehn Ziegen, 141 Schafe und 50 Schweine.<ref>Franz Xavier Joseph Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums unter der Enns … 1. Band, Viertel Ober-Manhardsberg, Wien 1839, S. 41.</ref>

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Fuglau zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, ein Schmied, ein Schneider und eine Schneiderin, ein Schuster, zwei Tischler, ein Viehhändler und mehrere Landwirte ansässig.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 245 (findbuch.at [PDF]).</ref> 1938 wurde Fuglau nach Altenburg eingemeindet,<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> ab 1945 war der Ort wieder eine selbstständige Gemeinde. Im Zuge der Gemeindezusammenlegungen wurde der Ort zum 1. Januar 1970 ein Ortsteil der neu gebildeten Großgemeinde Altenburg.<ref>Thomas Hofmann, Erich Rabl, Wolfgang Stangl: Horner Mosaike – Ein anderes Heimatbuch. Texte und Bilder aus dem Bezirk Horn. Weitra 2005, ISBN 3-85252-683-3, S. 199–200.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Filialkirche St. Nikolaus<ref>Ausführliche Beschreibung der Kirche (historisch, kunstgeschichtlich)
Hans Titze: Die Denkmale des politischen Bezirkes Horn (Österreichische Kunsttopographie), Wien 1911, S. 349–351.</ref>
Der im 13. Jahrhundert als Wehrkirche errichtete Bau wurde um 1430 von den Hussiten zerstört. Um 1680 erfolgte ein barocker Neubau des Kirchenschiffes, dem 1750 ein Turm folgte, der um 1860 neogotisiert wurde.<ref>Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Auflage. Salzburg 1984, ISBN 3-900173-01-X, S. 104–105.</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Fuglau liegt an der Böhmerwald Straße (B38) und an der Landesstraße 4088. Das Linienbusunternehmen PostBus fährt in Fuglau die Haltestelle Fuglau Gh Eisenhauer der Linie 1923 (HornRastenfeld) an. Die nächstgelegenen Bahnhöfe der ÖBB sind Horn NÖ und Rosenburg an der Kamptalbahn. Am nördlichen Ortsrand von Fuglau befindet sich mit dem Nordring (ursprünglich Muckgrubenring und Britaxring) eine Automobil-Rennstrecke, auf der seit Mitte der 1970er nationale und internationale Rallycross- und Autocross-Rennen ausgetragen werden, darunter bereits viele FIA-Europameisterschaftsläufe.

Seit Beginn Mai 2023 gibt es auch eine Reitschule in Fuglau.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Altenburg

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