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Paul Corkum

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. Februar 2026 um 21:13 Uhr durch imported>Slashpub (Auszeichnungen: APS Medal).
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Paul Bruce Corkum (* 30. Oktober 1943 in Saint John (New Brunswick)<ref name="CCA">Paul Corkum, Jean-Marie Dufour, B. Brett Finlay, Roderick Guthrie and Susan Sherwin to receive $100,000 Killam Prizes for 2006. Canadian Council for the Arts, 27. März 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Juni 2013; abgerufen am 21. Juni 2011.</ref>) ist ein kanadischer Physiker, der sich mit Laserphysik und Atomphysik befasst und ein Pionier der atomaren und molekularen Physik im Zeitbereichen von Attosekunden mit Verwendung von entsprechenden ultrakurzen Laserpulsen.<ref name="PiC2009">Gerhard Herzberg Canada Gold Medal for Science and Engineering vom Natural Sciences and Engineering Research Council (NSERC) am 16. März 2009 veröffentlicht in Physics in Canada. Band 65, Nr. 2, S. 58.</ref> Er ist Direktor des Labors für Attoseconds Photonics der University of OttawaNational Research Council of Canada.<ref name="PiC2009" />

Leben

Corkum erhielt den Bachelor of Science im Jahre 1965 an der Acadia University in Nova Scotia. 1967 erhielt er den Master of Science und 1972 den Ph.D. in theoretischer Physik an der Lehigh University, Pennsylvania.<ref name="CCA" /><ref name="IQC">Paul Corkum. Institute for Quantum Computing, University of Waterloo, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Juli 2011; abgerufen am 21. Juni 2011.</ref> Er blieb als Post-Doktorand noch ein Jahr an der Lehigh University und ging 1973 zum National Research Council of Canada (NRC) und wechselte dort von der theoretischen zur experimentellen Physik. Nach eigenen Aussagen überzeugte er sich selbst und seinen künftigen Arbeitgeber dadurch, dass er zuvor schon während des Studiums lernte, Autos von Grund auf zu reparieren<ref>Interview mit Corkum, Highlights in Chemical Technology. RSC Publishing, 28. August 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. September 2008;.</ref>. 1990 bildete er am Steacie Institute for Molecular Science des NRC eine Femtosekunden-Forschungsgruppe, die unter seiner Leitung zu einer der international auf diesem Gebiet führenden Forschungsgruppen wurde. 2008 wurde er Professor (auf einem Canada Research Chair) für Attosekunden-Photonik an der Universität Ottawa und Direktor des gemeinsamen Labors von NRC und Universität Ottawa für Forschung im Attosekundenbereich. Außerdem ist er Adjunct Professor an der McMaster University, der University of British Columbia und der Texas A&M University.

Corkum arbeitet sowohl theoretisch als auch experimentell. In den 1980er Jahren entwickelte er ein Modell der Ionisation von Atomen und darauf basierend einen neuen Vorschlag zur Konstruktion eines Röntgenlasers (Optical field Ionization, OFI). In den 1990er Jahren entwickelte er Theorien über verschiedene atomphysikalische Phänomene in starken Feldern, wie die Erzeugung höherer Harmonischer und korrelierter Doppel-Ionisation. Sein Re-Kollisions-Elektronen-Modell<ref>Corkum: Recollision Physics. In: Physics Today. März 2011, pdf</ref>, bei dem durch ein intensives Laserfeld Tunnelionisation erfolgt, das getunnelte Elektron dann aber im Laserfeld auf das Ion rückbeschleunigt und sich dort korreliert mit dem gebundenen Zustand überlagert, diente auch als Grundlage für seinen Vorschlag der Erzeugung von Attosekunden-Pulsen, der ihm mit österreichischen Kollegen erstmals 2001 gelang (Pulslänge unter 1 Femtosekunde).<ref>Hentschel, Corkum u. a.: Attosecond metrology. In: Nature. Band 414, 2001, S. 509–513, Abstract</ref> Es diente zur Erzeugung höherer Harmonischer und (als eine Art Laser-Tunnelmikroskop) zur Erkundung von Atomen und Molekülen im Ångström-Bereich und darunter.

Corkum hat zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeiten im Bereich der Laser erhalten. Seit 2015 zählt ihn Thomson Reuters zu den Favoriten auf einen Nobelpreis für Physik.<ref>Announcing the 2015 Citation Laureates. Thomson Reuters, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. September 2015;.</ref> Acht Jahre später (2023) erhielten Pierre Agostini, Ferenc Krausz und Anne L’Huillier für ihre Beiträge zu Attosekundenlasern und Kurzzeitphysik die Auszeichnung zuerkannt.

Auszeichnungen

Mitgliedschaften

Schriften

  • Plasma perspective on strong field multiphoton ionization. In: Physical Review Letters. Band 71, 1993, S. 1994–1997
  • mit N. H. Burnett, M. Y. Ivanov: Subfemtosecond pulses. In: Optics Letters. Band 19, 1994, S. 1870–1872
  • mit H. Niikura, F. Legaré, R. Hasbani, M. Ivanov, D. Villeneuve: Probing molecular dynamics with attosecond resolution using correlated wave packet pairs. In: Nature. Band 421, 2003, S. 826–829
  • mit Ferenc Krausz: Attosecond Science. In: Nature Physics. Band 3, 2007, S. 381–387
  • mit Chandrasekhar Joshi Interaction of ultra-intense laser light with matter, Physics Today, Januar 1995

Literatur

  • Who’s Who 2012. 164. Auflage. A & C Black, London 2011, ISBN 978-1-4081-4229-5, S. 499.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1978: Chien-Shiung Wu | 1979: George Eugene UhlenbeckGiuseppe Occhialini | 1980: Michael E. FisherLeo KadanoffKenneth Wilson | 1981: Freeman J. DysonGerard ’t HooftVictor Weisskopf | 1982: Leon Max LedermanMartin Lewis Perl | 1983/4: Erwin HahnPeter B. HirschTheodore Maiman | 1984/5: Conyers HerringPhilippe Nozières | 1986: Mitchell FeigenbaumAlbert J. Libchaber | 1987: Herbert FriedmanBruno RossiRiccardo Giacconi | 1988: Roger PenroseStephen Hawking | 1989: nicht vergeben | 1990: Pierre-Gilles de GennesDavid J. Thouless | 1991: Maurice GoldhaberValentine Telegdi | 1992: Joseph Hooton Taylor, Jr. | 1993: Benoît Mandelbrot | 1994/5: Witali GinsburgYōichirō Nambu | 1995/6: nicht vergeben | 1996/7: John Archibald Wheeler | 1998: Yakir AharonovMichael Berry | 1999: Dan Shechtman | 2000: Raymond Davis juniorMasatoshi Koshiba | 2001: nicht vergeben | 2002/3: Bertrand HalperinAnthony James Leggett | 2004: Robert BroutFrançois EnglertPeter Higgs | 2005: Daniel Kleppner | 2006/7: Albert FertPeter Grünberg | 2008–2009: nicht vergeben | 2010: John ClauserAlain AspectAnton Zeilinger | 2011: Maximilian HaiderHarald RoseKnut Urban | 2012: Jacob Bekenstein | 2013: Peter ZollerIgnacio Cirac | 2014: nicht vergeben | 2015: James BjorkenRobert Kirshner | 2016: Yoseph Imry | 2017: Michel MayorDidier Queloz | 2018: Charles H. BennettGilles Brassard | 2019: nicht vergeben | 2020: Rafi BistritzerPablo Jarillo-HerreroAllan H. MacDonald | 2021: Giorgio Parisi | 2022: Anne L’HuillierPaul CorkumFerenc Krausz | 2023: nicht vergeben | 2024: Martin Rees | 2025: James P. Eisenstein, Moti Heiblum, Jainendra K. Jain Vorlage:Klappleiste/Ende

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