Zum Inhalt springen

Translation Lookaside Buffer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. November 2025 um 20:02 Uhr durch imported>CyberOne25 (Einzelnachweise).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:TLB.png
Technischer Ablauf eines Speicherzugriffs
Datei:MMU principle updated.png
Schematischer Ablauf der Umrechnung einer virtuellen in eine physische Adresse<ref name="TanenMOS" details="S. 223.">Andrew S. Tanenbaum: Moderne Betriebssysteme. 2., überarbeitete Auflage. Pearson Studium, 2003, ISBN 3-8273-7019-1.</ref>

Der Begriff Übersetzungspuffer oder englisch Translation Lookaside Buffer (TLB, vgl. auch Cache) bezeichnet eine funktionale Einheit der Speicherverwaltung von selbst nachladenden Speicherverwaltungseinheiten (MMU).

Wenn virtueller Speicher verwendet wird, muss zu den virtuellen Adressen die jeweils zugehörige physische Adresse ermittelt werden. Dabei wird die virtuelle Adresse bei der x86-Architektur in meist drei Arbeitsschritten mit Hilfe der Segment- und der meist baumartig organisierten Seitentabelle zur physischen Adresse umgesetzt; andere Architekturen (ARM, PowerPC, MIPS etc.) arbeiten ähnlich. Da diese Arbeitsschritte verhältnismäßig zeitintensiv sind, werden die zuletzt ermittelten Adressen der physischen Speicherseiten im TLB zwischengespeichert, wodurch erneute Zugriffe auf Adressen in diesen Seiten nicht aufwändig neu ermittelt werden müssen, sondern aus dieser Liste entnommen werden können. Der TLB kann eine begrenzte Menge dieser Referenzen halten (üblicherweise nicht mehr als 1024 Einträge) und kann dadurch die Ausführung von Speicherzugriffen deutlich beschleunigen. Dies wird über assoziative Ordnungsregister realisiert, die parallele Zugriffe erlauben. Durch seinen Aufbau ist der TLB pro Eintrag vergleichsweise teuer gegenüber anderen flüchtigen Speichern wie z. B. RAM.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Page Global

Seit dem Intel Pentium Pro ist mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (PGE) auf der x86-Architektur ein Flag implementiert, das es erlaubt, eine Speicherseite ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) mit gesetztem G-Bit (für „global“) nach erfolgter Speicherumsetzung permanent im TLB vorzuhalten. Dadurch wird die Adresse, z. B. bei einem Prozesswechsel, nicht aus dem TLB entfernt. Dafür muss „PGE“ im Steuerregister CR4 eines x86-Prozessors aktiviert werden.<ref>Wolfram Schiffmann, Helmut Bähring, Udo Hönig: Technische Informatik 3 – Grundlagen der PC-Technologie. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-642-16811-6, 2.3 Seitenorientierte Speicherverwaltung, S. 93 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.): „PGE (Page Global Enable): Nur wenn dieses Bit gesetzt ist, kann eine Seite durch ihr G-Bit (Global, s. u.) für so wichtig erklärt werden, dass ihre einmalig ausgeführte Adressumsetzung permanent im TLB gespeichert wird, also z. B. bei einem Prozesswechsel nicht daraus entfernt wird.“</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein