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David Hoyer

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Datei:Kupetzky Lute 1711.jpg
David Hoyer, gemalt von Johann Kupetzky um 1711

David Hoyer (* 9. August 1667<ref>Eintrag im Kirchenbuch von Auerswalde, 1616–1733, S. 130</ref> in Auerswalde; † 27. Mai 1720 in Leipzig) war ein sächsischer Porträtmaler des Barock.

Leben

David Hoyer wurde 1667 als Sohn des Müllers Caspar Hoyer aus Randeck, der u. a. Mühlen in Altenhain und Waldkirchen besaß<ref>Einträge in den Kirchenbüchern von Kleinolbersdorf 1703 und Waldkirchen 1684</ref>, in Auerswalde bei Chemnitz geboren. Im Juli 1703 erhielt Hoyer das Leipziger Bürgerrecht. Er selbst lernte bei dem böhmischen Porträtmaler Johann Kupetzky. Der spätere dänische Hofmaler Johann Salomon Wahl wurde von Hoyer in den Jahren 1705 bis 1711 in Leipzig ausgebildet. Im Adressbuch der Stadt Leipzig wird Hoyer 1713 als Königlich Polnischer, Kurfürstlich Sächsischer, Königlich Preußischer, Kurfürstlich Brandenburgischer und ab 1715 auch als Hessen-Kasselscher Hofmaler bezeichnet.

1714 erwarb er für 3300 Taler ein Haus an der Klostergasse 10 in Leipzig<ref>Gustav Wustmann: Aus Leipzigs Vergangenheit, Band 1, S. 174, Leipzig: 1885.</ref>.

Seine Schwester Susanna ging als sog. Wittenberger Giftmischerin in die Geschichte ein. Sie vergiftete ihre ersten beiden Ehemänner, von ihrem dritten Ehemann Johann Georg Zimmermann drei in die Ehe mitgebrachte Kinder und eine Stieftochter aus seiner ersten Ehe.<ref>Gottfried Krüger: Die Tragödie im Hause Zimmermann: ein Beitrag zur Heimatgeschichte der Stadt Wittenberg ; [die Hinrichtung der Susanne Zimmermann]. 1. Auflage. Drei-Kastanien-Verl, Lutherstadt Wittenberg 2009, ISBN 978-3-942005-09-8.</ref> Vor ihrer Hinrichtung soll sie gestanden haben, auch ihren Bruder David Hoyer aus Habsucht vergiftet zu haben.<ref>Gustav Wustmann: Aus Leipzigs Vergangenheit, Band 1, S. 175, Leipzig: 1885.</ref>

Werke (Auswahl)

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: David Hoyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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