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Jan Philipp Gloger

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Jan Philipp Gloger (2016)

Jan Philipp Gloger (* Dezember 1981 in Hagen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biografie auf der Website des Staatsschauspiels Dresden (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive), abgerufen am 11. August 2017.</ref>) ist ein deutscher Theaterregisseur und seit der Spielzeit 2025/26 Künstlerischer Direktor am Volkstheater Wien. Von 2018 bis 2025 war er Schauspieldirektor des Staatstheater Nürnberg.

Leben

Nach dem Abitur studierte Gloger Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Regie an der Zürcher Hochschule der Künste. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Während der Ausbildung hospitierte er bei Johan Simons, assistierte bei der Gruppe Rimini Protokoll und arbeitete als Bühnenmusiker. Seine Inszenierung Tosca. Con scenica scienza io saprei la movenza war bei der Ruhrtriennale 2005 zu sehen, das szenische Konzert Verve beim Festival Frankfurter Positionen 2006 und 2007 Biedermann und die Brandstifter nach Max Frisch beim Regieschul-Festival „Körber Studio Junge Regie“ in Hamburg.

Seit 2007 inszeniert Gloger an verschiedenen deutschsprachigen Theatern, etwa am Bayerischen Staatsschauspiel München, am Deutschen Theater Berlin oder am Deutschen Schauspielhaus. 2017 inszeniert er am Düsseldorfer Schauspielhaus die Uraufführung von Elfriede Jelineks Stück Das Licht im Kasten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Licht im Kasten (Straße? Stadt? Nicht mit mir!) — von Elfriede Jelinek – Premiere/Uraufführung am 14. Januar 2017 (Memento vom 6. November 2016 im Internet Archive) am Düsseldorfer Schauspielhaus, abgerufen am 11. August 2017.</ref> Seine Operninszenierungen waren ab 2010 unter anderem an der Semperoper Dresden, der Oper Frankfurt, an der Nederlandse Opera Amsterdam und am Royal Opera House in London zu sehen.<ref>Vorlage:Operabase.</ref> 2012 eröffnete seine Neuinszenierung Der fliegende Holländer von Richard Wagner die Bayreuther Festspiele.<ref>Aufführungsdatenbank. In: Bayreuther Festspiele. Abgerufen am 24. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Von 2011 bis 2013 war Gloger Leitender Regisseur am Staatstheater Mainz, von 2018 bis 2025 war er Schauspieldirektor des Staatstheaters Nürnberg.<ref>Jan Philipp Gloger wird Schauspieldirektor in Nürnberg. In: nachtkritik.de vom 9. November 2016, abgerufen am 14. August 2017.</ref> In seiner Direktion wurde das Schauspiel des Staatstheaters regelmäßig zu Festivals eingeladen, erstmals in seiner Geschichte auch zum Berliner Theatertreffen.<ref>Die 10 Inszenierungen 2024. Abgerufen am 4. Februar 2024.</ref> Unter Glogers Direktion wurde der Begegnungsort „3. Etage“ am Schauspiel Nürnberg eröffnet. In der Spielzeit 2021/22 beschäftigte sich das Theater mit Rechtsextremismus, beteiligte sich an dem Projekt „Kein Schlussstrich“ zum NSU-Komplex und bespielte erstmalig den Schwurgerichtssaal 600, in dem die Nürnberger Prozesse stattfanden. Gloger selbst inszenierte einen Abend mit verschiedenen Stücktexten Elfriede Jelineks, die sich mit Kontinuitäten rechter Gewalt beschäftigen. 2023 wurde mit dem „Extended Reality Theater“ (XRT) eine Spielstätte für Theater mit digitalen Mitteln und Erzählformen geschaffen.<ref>Staatstheater Nürnberg auf dem Sprung in die digitale Zukunft. 21. April 2023, abgerufen am 4. Februar 2024.</ref>

Im Februar 2024 wurde bekanntgegeben, dass Gloger mit der Saison 2025/26 Kay Voges als künstlerischer Leiter des Wiener Volkstheaters nachfolgt.<ref>Gloger neuer Volkstheater-Direktor. In: ORF.at. 22. Februar 2024, abgerufen am 22. Februar 2024.</ref>

Gloger hielt Vorträge an der Zürcher Hochschule der Künste, am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt. Er veröffentlichte Texte in der Zeitschrift Theater der Zeit<ref>Beitrage Jan Philipp Glogers im Theater der Zeit Magazin. Abgerufen am 31. August 2017.</ref> und im Guardian<ref>Artikel Jan Philipp Gloger: Così fan Tutte: Mozart's school for lovers. Abgerufen am 22. Februar 2024.</ref> und wurde für das Lehrbuch Lektionen 2: Regie interviewt.<ref>Nicole Gronemeyer und Bernd Stegemann (Hgg.): "Lektionen 2: Regie". Abgerufen am 22. Februar 2024.</ref>

Glogers Inszenierungen wurden mit Preisen bei den Mülheimer Theatertagen, den Bayerischen Theatertagen und dem Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

Inszenierungen

Auszeichnungen

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Schauspieldirektoren des Staatstheaters Nürnberg Vorlage:Hinweisbaustein