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Enosis

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Datei:Cypriot demonstration 1930.jpg
Griechen demonstrieren für Enosis (1930er-Jahre)

Die Enosis (griechisch (Katharevousa) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnet eigentlich die Vereinigung der mehrheitlich von Griechen bewohnten Territorien mit dem griechischen Staat.<ref>Enosis | Greek politics. In: Britannica. Abgerufen am 17. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die erste Enosis war der Beitritt der Republik der Ionischen Inseln zu Griechenland im Jahr 1864.

Erfolgreich war die Enosis-Bewegung auch 1881 mit dem Anschluss Thessaliens und Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Vereinigung Kretas, des südlichen Teils des Epirus und des südlichen Teils Makedoniens mit dem griechischen Staat.

Die Weiterführung der Vereinigungsbestrebungen, die vor allem von Eleftherios Venizelos betriebene Megali Idea, erlitt jedoch mit der Niederlage Griechenlands 1922 im Griechisch-Türkischen Krieg einen entscheidenden Rückschlag. Heute unterstützt keine bedeutende politische Gruppierung mehr den Enosis-Gedanken. Außerhalb Griechenlands existiert ohnehin nur noch auf Zypern eine griechischsprachige Bevölkerungsmehrheit und die Republik Zypern hat als Staat mittlerweile ein eigenes Selbstverständnis<ref>Government. In: Gov.cy. 19. Juni 2023, abgerufen am 17. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.

Heute werden mit Enosis vorwiegend die Bestrebungen der griechischen Zyprer zum Anschluss der Insel Zypern an Griechenland seit dem Zerfall des Osmanischen Reiches bezeichnet. Die Enosis wurde anfangs vor allem von der EOKA und dem Präsidenten Makarios III. vorangetrieben.<ref>EOKA | Greek Cypriot, Nationalist Movement, Armed Struggle. In: Britannica. Abgerufen am 17. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit der Unabhängigkeit der Republik Zypern und der gewaltsamen Errichtung einer Militärjunta in Griechenland endete der Rückhalt bei der Mehrheit der griechisch-zyprischen Bevölkerung.

Das Obristenregime in Griechenland ließ sich von dieser Ablehnung nicht beirren und unterstützte die Splittergruppe EOKA-B (sprich: „Beta“) gegen die Makarios-Regierung. Die Folge war eine Destabilisierung der Insel und die Ermordung und Einschüchterung von vermeintlichen Feinden sowie Angehörigen der türkischen Minderheit. Am 15. Juli 1974 putschte die Nationalgarde im Auftrag des Athener Regimes, und der von ihr eingesetzte Präsident Nikos Sampson proklamierte die Enosis mit Griechenland. Dies nahm die Türkei zum Anlass einer Invasion auf Zypern und der Besetzung des nördlichen Teils der Republik Zypern. Diese Besetzung, die eine Umsetzung der Taksim ‚Teilung‘ darstellt ist völkerrechtlich nicht anerkannt und hält trotz Wiederherstellung der alten Ordnung auf Zypern bis heute an. Nach diesen Ereignissen konnte sich auch die Junta in Griechenland nicht halten und brach zusammen.

Einzelnachweise

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