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Jenny Schweminski

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Jenny Clara Maria Schweminski (* 15. März 1859 in Posen; † 5. Juni 1937 in Berlin<ref name=":0">Sterbeurkunde Nr. 1413 vom 7. Juni 1937, Standesamt Charlottenburg 3. In: ancestry.de (kostenpflichtig). Abgerufen am 14. März 2021.</ref>) war eine deutsche Kunstmalerin,<ref>Geburtseintrag Jenny Clara Maria Schweminski, kath. KB Posen Nr. 117/1859</ref><ref>Irmgard Wirth: Berliner Malerei im 19. Jahrhundert. Von der Zeit Friedrichs des Großen bis zum Ersten Weltkrieg. Siedler Verlag, 1990, ISBN 3-88680-260-4, ISBN 978-3-88680-260-9.</ref><ref name="VdBK_1">Verein der Berliner Künstlerinnen (Hrsg.): Käthe, Paula und der ganze Rest. Künstlerinnenlexikon. Berlin 1992, ISBN 3-89181-411-9, ISBN 978-3-89181-411-6, S. 156.</ref><ref name="Die Schweminkis">Karl Eugen Andreas Schweminski: Die Hamburger Schweminskis. Hamburg 1966 (online).</ref><ref name="AdrPosen">Johann Schweminski, Adresskartei Posen (1912 – 1887), Eintrag Nr. 4</ref><ref name="AdrBln">Eintrag der Malerin Jenny Schweminski im Berliner Adressbuch 1937</ref> die vor allem Landschaften und Stillleben malte, insbesondere Motive aus der Umgebung von Potsdam, dem Spreewald und dem Harz.<ref>Anton Hirsch: Die bildenden Künstlerinnen der Neuzeit. Stuttgart 1905.</ref>

Leben

Datei:Jenny Schweminski - Vorfahren.pdf
Familie von
Jenny Schweminski;
Vorfahren aus der Koschneiderei

Jugend und Familie

Jenny Schweminski wurde geboren als zweite Tochter des Johannes Schweminski (* 27. Juli 1812 in Lichnau; † 25. Jun. 1878 Posen).<ref name="AdrPosen" /><ref name="Die Schweminkis" /> Johannes Schweminski besuchte das Gymnasium in Konitz und studierte in Breslau Philosophie und Literaturgeschichte. Er war Oberlehrer und später Professor am Königlichen Mariengymnasium in Posen.<ref name="Die Schweminkis" /> Seine Familie stammte aus der Koschneiderei in Westpreußen.<ref name="Die Schweminkis" /> Jenny Schweminskis Mutter war Helene Florentine Reisiger, Tochter des Kommissionsrates Reisiger aus Posen.<ref name="Die Schweminkis" /> Jenny Schweminski hatte eine drei Jahre ältere Schwester, Anna Hedwig Maria Kawerau, geb. Schweminski (* 31. Dez. 1856 Posen; † 23. Jul. 1943 Hamburg), verheiratet mit Rechnungsrat und Reichsbankdirektor Georg Wilhelm Daniel Kawerau in Posen.<ref>Geburtseintrag Anna Hedwigis, kath. KB Posen Nr. 28/1856</ref><ref>Kawerau, Siegfried: Familie Kawerau durch 333 Jahre, Landsberg a. d. W. 1917, S. 25</ref><ref name="Die Schweminkis" /> Ein Großneffe Jenny Schweminkis, Kurt Willi Behrendt (* 1906 in Berlin-Wedding; † 1975 in Berlin-Tempelhof), arbeitete nebenberuflich ebenfalls als Künstler in Berlin.

Jenny Schweminski war eine Tante 4. Grades des Bischofs von Kulm, Augustinus Johann Rosentreter (1844–1926).<ref>Barbara Wolf-Dahm: Neue Deutsche Biographien. Band 22, S. 85 f.</ref><ref>Piotr Nitecki: Biskupi Kościoła w Polsce w Latach. Warschau 2000, ISBN 83-211-1311-7.</ref>

Sie studierte in Berlin und Paris.<ref name="Dressler">Dresslers Kunstjahrbuch – ein Nachschlagebuch für deutsche bildende und angewandte Kunst. Dressler-Verlag, Rostock 1906–1913</ref>

Leben als Malerin

In Berlin wohnte sie bis zu ihrem Lebensende in der Wichmanstraße in Berlin-Tiergarten.<ref>Wohnanschrift der Malerin auf einer Ausstellungsbeschriftung auf dem Verso des Gemäldes Weg durch die Felder</ref><ref name="AdrBln" /> Sie stellte u. a. in der Großen Orangerie des Schlosses Charlottenburg in Berlin aus.<ref name="Ursula Schweminski">Interview mit Ursula Schweminski, Hamburg, Schwiegertochter eines Neffen 2. Grades der Jenny Schweminski, Karl Schweminski, 2010</ref>

Jenny Schweminski war von 1892 bis 1901 Mitglied des Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867 e. V. (VdBK).<ref>Mitgliedsverzeichnis des <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867 e. V. (Memento vom 20. Dezember 2013 im Internet Archive) Berlin</ref> 1901 wurde sie Mitglied im Berliner Lokal-Verein der Deutschen Kunstgenossenschaft.<ref name="VdBK_1" /> Sie war weiterhin Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft sowie Vorstand im Ring der deutschen Kunstschaffenden.<ref name="Dressler" />

Aufzeichnungen ihres Neffen Karl Eugen Andreas Schweminski zufolge soll Jenny Schweminski Mitglied der Preußischen Akademie der Künste gewesen sein,<ref name="Die Schweminkis" /> was das Historische Archiv der Akademie der Künste jedoch nicht bestätigen konnte.<ref>Ulrike Möhlenbeck, Leiterin des Historischen Archivs der Akademie der Künste 2011</ref>

Jenny Schweminski starb 1937 im Alter von 78 Jahren im Berliner Krankenhaus Westend. Sie war unverheiratet.<ref name=":0" />

Malerei

Datei:Jenny Schweminski Frauengasse Danzig.jpg
Frauengasse Danzig, 1887
Datei:Jenny Schweminski Flusslandschaft.jpg
Flusslandschaft
Datei:Jenny Schweminski 'Weg durch die Felder'.jpg
Weg durch die Felder

Zielgruppe

Jenny Schweminski verkaufte, wie Rechnungen belegen, ihre impressionistischen Gemälde an Fürstenhöfe<ref name="Die Schweminkis" /> und Kreuzfahrtschiffe<ref name="Ursula Schweminski" />.

Werke (Auswahl)

  • Fliederstilleben in freier Natur
  • Flusslandschaft<ref name="Bildquelle Vietz">Bildquelle: Angelika Viets, Berlin-Zehlendorf 2010</ref>
  • Frauengasse Danzig, Aquarell, 47,5 × 31,6 cm (1887)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Auktionshaus Mehlis (Memento vom 11. Mai 2016 im Internet Archive)</ref>
  • Harzstädtchen, Öl auf Leinwand, 21,9 × 34,6 cm
  • Landschaft mit einem See vor einer Hügelkette, Öl/Leinwand
  • Nelken I<ref name ="Wolpers">Kunstverlag A. Wolpers & Co., Berlin SW 68, J. Schweminski: Nelken I, Nelken II</ref>
  • Nelken II (vor 1919)<ref name ="Wolpers" />
  • Wannsee<ref name="Bildquelle Vietz" />
  • Waldsee (Öl auf Leinwand, 79 cm × 99,5 cm)
  • Weg durch die Felder, Öl auf Leinwand, 50 × 75 cm (o. J.)<ref>Bildquelle: Annik Pietsch, Berlin 2010</ref>
  • Weizenfeld mit Garben<ref name="Bildquelle Vietz" />

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1896<ref name="VdBK_2">Ausstellungsverzeichnis des Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867 e. V., Berlin</ref>
  • 1901<ref name="VdBK_2" />
  • 1911 Gemälde-Abteilung der ersten Berliner „Juryfreien Kunstschau“<ref>Schmidtkunz, Hans: Berliner Kunstbrief in: Gesellschaft für Christliche Kunst (hrsg.): Die christliche Kunst, Monatschrift für alle Gebiete der Christlichen Kunst und der Kunstwissenschaft sowie für das gesamte Kunstlegen, 8. Jhg. 1911/1912 in Verbindung mit Gesellschaft für Christliche Kunst München Deutschen Gesellschaft für Christliche Kunst, München</ref>

Nachlass

Ein Teil ihrer Gemälde und Aquarelle befand sich im Besitz der Hamburger Familie Schweminski. Ein Großteil dieser Werke ist bei Bombenangriffen 1943 in Hamburg verbrannt.<ref name="Die Schweminkis" /> Mindestens vier von Jenny Schweminskis Werken wurden 2010 auf dem deutschen Kunstmarkt gehandelt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mailingliste Koschneiderei (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. Juni 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.groups.yahoo.com</ref>

Weblinks

Commons: Jenny Schweminski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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