Talgfettaminoxethylat
Talgfettaminoxethylat oder Talgalkylaminethoxylat, engl. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Tallowamin, auch Talgamin, ist ein nichtionisches Tensid und ein Stoffgemisch von ethoxylierten Fettaminen unterschiedlicher Länge. Es ist eine gelbbraune Flüssigkeit und gut in Ethanol und Wasser lösbar.<ref name="basf.com" />
Verwendung
Talgfettaminoxethylate werden in vielen Herbiziden als Zusatz verwendet, um die Penetration des Wirkstoffs durch die Pflanzenzellwand zu verbessern.<ref name="Patent">Patent US4528023A: Enhancement of herbicidal activity of tetraaluminum salts of N-phosphonomethylglycine. Angemeldet am 25. Juli 1983, veröffentlicht am 9. Juli 1985, Anmelder: Stauffer Chemical, Erfinder: James L. Ahle.</ref> In Kosmetikprodukten wird es in der Liste der Inhaltsstoffe als Vorlage:INCI angegeben.
Wirkung
| Sicherheitshinweise | |||||||||
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| Name |
Talgalkylaminethoxylate | ||||||||
| CAS-Nummer | |||||||||
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| Toxikologische Daten |
>864 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)<ref name="efsa.europa.eu">efsa.europa.eu: Request for the evaluation of the toxicological assessment of the co-formulant POE-tallowamine, abgerufen am 16. März 2016</ref> | ||||||||
Es wurde gezeigt, dass Talgfettaminoxethylate die Zellmembranen der Kiemen von Wasserorganismen zerstören.<ref>J. M. Brausch, B. Beall, P. N. Smith: Acute and sub-lethal toxicity of three POEA surfactant formulations to Daphnia magna. In: Bulletin of Environmental Contamination and Toxicology. Band 78, Nummer 6, 2007, S. 510–514, doi:10.1007/s00128-007-9091-0, PMID 17701440.</ref> In Kombination mit Glyphosat und Aminomethylphosphonsäure (AMPA) kommt es zu synergistischen Effekten, die Apoptose und Nekrose in menschlichen Nabelschnurzellen, embryonischen Zellen und Plazentazellen hervorruft, da sie die Durchlässigkeit der Zellmembran erhöhen.<ref>Nora Benachour, Gilles-Eric Séralini: Glyphosate Formulations Induce Apoptosis and Necrosis in Human Umbilical, Embryonic, and Placental Cells. In: Chem. Res. Toxicol., 2009, 22 (1), S. 97–105. doi:10.1021/tx800218n.</ref>
Gesundheitliche Bedenken
Die französische Umweltministerin Ségolène Royal hat im Februar 2016, im Zusammenhang mit der in diesem Jahr erforderlichen (Weiter- oder Nicht-)Zulassung von Glyphosaten und damit von Roundup im Acker- und Gartenbau für die gesamte Europäische Union, EU, ein Forschungsinstitut beauftragt, die Gesundheitsrisiken des Stoffes zu untersuchen:<ref>Ministère de l’Environnement, de l'Energie et de la Mer: Ségolène Royal saisit l’ANSES sur les produits phytosanitaires contenant du glyphosate, Pressemitteilung vom 12. Februar 2016.</ref>
„Royal hat ANSES aufgefordert, umgehend eine Neubewertung von Produkten des Pflanzenschutzes vorzunehmen, welche Glyphosate mit Beimischungen, vor allem solchen aus der Familie der Tallowamine, enthalten … Royal forderte, die Marktzulassung von allen solchen Produkte zu widerrufen, welche bedenkliche Risiken darstellen.“
Die Ländervertreter im „Ständigen EU-Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel“ haben im Juli 2016 die bisher übliche Beimischung von POEA zu Glyphosat untersagt.<ref>euractiv.de: EU verbietet Beistoff von Glyphosat, abgerufen am 12. Juli 2016.</ref> Das Verbot gilt seit dem 22. August 2016.<ref>Verordnung (EU) 2016/1313Vorlage:Abrufdatum.</ref><ref>Restrictions on glyphosate use across the EU come into force today. AgriLand, 22. August 2016.</ref>
Einzelnachweise
<references />