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Ferdinand Revermann

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Ferdinand Ewald Revermann (* 17. März 1895; † 29. März 1975 in Moers) war ein deutscher Architekt.

Datei:Herne-Wanne, Sparkasse, Südseite.jpg
Sparkasse in Wanne (2013)
Datei:Wanne Eickel01.jpg
Roter Block in Wanne (2006)
Datei:Herne-Wanne Märkische Straße 11 Front a.jpg
AOK in Eickel (2014)
Datei:Moers, Tersteegenhaus, 2014-01 CN-01.jpg
Tersteegenhaus in Moers (2014)

Leben

Revermann absolvierte sein Studium an der Technischen Hochschule Darmstadt. Seit 1915 war er dort Mitglied des Akademischen Stammtischs Cimbria, der 1919 in der Burschenschaft Rugia Darmstadt im ADB aufging.<ref>Georg Schwartzer (Hrsg.): Adreßbuch des Allgemeinen Deutschen Burschenbundes. Stand vom 1. August 1919. Max Schlutius, Magdeburg 1919, S. 98</ref> Später wurde er auch Mitglied der Burschenschaft Sugambria Bonn<ref>Unsere Toten. In: Burschenschaftliche Blätter, 92, Jg. (1977), H. 1, S. 32.</ref> und 1970 der Burschenschaft Normannia Heidelberg.<ref>Unsere Toten. In: Burschenschaftliche Blätter, 92, Jg. (1977), H. 1, S. 31.</ref>

Nach dem Studium arbeitete er in Bürogemeinschaften mit Georg E. Gobrecht in Wanne-Eickel und Hermann Drüen in Bochum. Er entwarf einige bemerkenswerte Gebäude des Backstein-Expressionismus und der klassischen Moderne.

Nach Anfeindungen wegen seines Baustils trat er unter Einfluss eines Vortrags von Paul Schultze-Naumburg zum 1. Januar 1933 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 1.448.488).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34600395</ref> Von 1933 bis 1938 ließ Revermann als Geschäftsführer der Treuhandstelle-Tochtergesellschaft Bergmannssiedlung Essen GmbH folgerichtig Wohnbauten in zeittypisch bodenständiger Bauweise errichten.

1938 wurde Revermann zum Stadtbaurat von Moers berufen. Seine umfangreichen Planungen zur städtebaulichen Neufassung der Moerser Innenstadt kamen kriegsbedingt nicht zur Umsetzung. Das Amt konnte er trotz Fürsprachen stadtbekannter Bürger im Entnazifizierungsverfahren nach 1945 nicht behalten.<ref>Entnazifizierungs-Akte: Nazi-Pläne für Moers entdeckt. rp-online.de, 23. Dezember 2016.</ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Privatarchitekt wiederum mit Hermann Drüen zusammen.

Revermann war Mitglied im Deutschen Werkbund sowie im Bund Deutscher Architekten (BDA).

Bauten

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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