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Megachile pluto

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Megachile pluto
Datei:Megachile pluto - dorsal view - Naturalis Biodiversity Center (1991).jpg

Megachile pluto

Systematik
Teilordnung: Stechimmen (Aculeata)
Überfamilie: Apoidea
Bienen (Apiformes)
Familie: Bauchsammlerbienen (Megachilidae)
Gattung: Mörtel- und Blattschneiderbienen (Megachile)
Art: Megachile pluto
Wissenschaftlicher Name
Megachile pluto
(Smith, 1861)

Megachile pluto (Synonym Chalicodoma pluto) ist eine Art aus der Gattung Megachile (Mörtel- und Blattschneiderbienen) aus der Ordnung der Hautflügler. Die nach ihrem Entdecker Alfred Russel Wallace auch als Wallace’s Giant Bee („Wallace-Riesenbiene“) bezeichnete Biene gilt als größte Bienenart der Welt.

Merkmale

Die Weibchen sind von intensiver schwarzer Farbe und haben eine Körperlänge von mehr als 23 mm. Die größten aufgefundenen Exemplare erreichten 39 mm und eine Flügelspannweite bis 63 mm. Ihr massiver Kopf ist mit 13 mm eher breiter als der Thorax und trägt übergroße vorstehende, am Ende dreizähnige Mandibeln. Die Stirnplatte ist dreizähnig und schwarz glänzend. Das Labrum ist vergrößert und mit dünn gestreuten aufrechten starren Haaren besetzt. Der Thorax ist dicht mit schwarzen kurzen Haaren bedeckt. Die Flügel sind bräunlich und glänzend. Die Beine sind kräftig, die Tibiae sehr robust. Das Abdomen ist oben mit kurzen schwarzen, unten mit anliegenden starren Haaren bedeckt.<ref>Frederick Smith: Descriptions of Hymenopterous Insects collected by Mr. A. R. Wallace in the Islands of Batchian, Kaisaa, Amboyna, Gilolo, and at Dory, in New Guinea. In: Linnean Society (Hrsg.): Journal of the proceedings of the Linnean Society: Zoology. Band 5, London 1861, S. 133 (Google Bücher). </ref>

Die Körperlänge der Männchen liegt zwischen 18 und 23 mm.

Verbreitung

Alfred Russel Wallace fand 1859 ein einzelnes weibliches Exemplar auf der Insel Bacan im nördlichen Bereich der Molukken.<ref></ref> Erst 1981 entdeckte der amerikanische Biologe Adam Messer auf den Bacaninseln (Inseln Bacan, Halmahera, Tidore) insgesamt sechs Nester. Die seltenen Bienen waren den Einheimischen nicht bekannt.<ref name="Messer"></ref>

Nachdem es seit 1981 keine neuen Sichtungen gegeben hatte, gab es Befürchtungen, dass die Art ausgestorben sei, bis eine Expedition im Januar 2019 auf den nördlichen Molukken erneut einige Exemplare entdeckte.<ref>Rediscovering Wallace’s Giant Bee: In search of Raja Ofu, the king of bees. Global Wildlife Conservation, 21. Februar 2019, abgerufen am 22. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>World’s biggest bee rediscovered after decades on ‘most wanted’ list. New Scientist, 21. Februar 2019, abgerufen am 21. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Bienengigant nach 38 Jahren wiederentdeckt. Spektrum.de, 21. Februar 2019, abgerufen am 21. Februar 2019.</ref>

Lebensweise

Alle aufgefundenen Nester befanden sich innerhalb von bewohnten Termitennestern der Gattung Microcerotermes, die die Termiten in Ästen und Stämmen von Bäumen angelegt hatten. Jedes Nest wurde von bis zu sechs Weibchen gemeinsam genutzt. Aus Holzfasern und Harz bauen die Tiere eine vertikale Hauptröhre in das Termitennest, von der aus sie Brutzellen und eine horizontale Zugangsröhre anlegen. Das Harz-Holzfaser-Gemisch härtet zu einem schwarzen wasserfesten Material aus, das den Termiten den Zugang zum Bienennest verwehrt. Das Harz gewinnen die Weibchen, indem sie mit den Spitzen ihrer großen Mandibeln kleine Brocken von den Bäumen kratzen, die sie danach durch Schaben mit dem Labrum zu Kugeln bis 10 mm Durchmesser formen.<ref>Rod Preston-Mafham, Ken Preston-Mafham: The Encyclopedia of Land Invertebrate Behaviour. MIT Press, Cambridge, Mass. 1993, ISBN 0-262-16137-0, S. 222 (Google Bücher).</ref>

Im größten von Adam Messer vorgefundenen Nest waren 25 von 157 Brutzellen belegt. Die genutzten Zellen besitzen einen stechenden harzigen Geruch, der beim Aushärten des Materials verloren geht. Die Bienen überziehen die Zellen mehrfach mit neuen Schichten des aromatischen Harzes von Flügelfruchtgewächsen. Möglicherweise nutzen die Tiere die fungiziden Eigenschaften des Harzes, um ihre Nester gegen mit Pollen eingeschleppte Pilzsporen zu schützen.<ref>Jean H. Langenheim: Plant resins: Chemistry, Evolution, Ecology, Ethnobotany. Timber Press, Portland/Oregon & Cambridge 2003, ISBN 0-88192-574-8. S. 233 (Google Bücher).</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Megachile pluto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Anne Dollin: The Largest Bee in the World. In: Aussie Bee Online. Australian Native Bee Research Centre, November 2001, abgerufen am 5. Juni 2011.

Einzelnachweise

<references />